rbb24
  1. rbb|24
  2. Panorama
Audio: Fritz vom rbb | 01.08.2024 | Britta Nothnagel | Quelle: dpa/Fabian Sommer

Berlin-Charlottenburg

Polizei schießt auf mit Messer bewaffnete Frau

Einsatzkräfte der Polizei haben am Donnerstagnachmittag in Berlin-Charlottenburg auf eine Frau geschossen und sie am Fuß verletzt.

Der Vorfall ereignete sich nach Polizeiangaben in der Nähe des Mierendorffplatzes, in der Kaiserin-Augusta-Allee. Die Frau sei mit einem Messer bewaffnet gewesen und habe Passanten bedroht, sagte ein Polizeisprecher dem rbb. Auch sei sie auf die alarmierten Polizeikräfte losgegangen.

Zunächst hatte die Polizei nur angegeben, die Frau sei "verhaltensauffällig" gewesen, ohne dies genauer zu präzisieren. Die Beamten hätten daraufhin mehrere Schüsse auf die Frau abgegeben, hieß es am Donnerstag weiter.

Charlottenburg und Tiergarten

Hausdurchsuchungen nach Schüssen nahe Kurfürstendamm

Nach Schüssen in der Nähe des Berliner Ku'damms ist die Polizei weiter im Einsatz. Beamte durchsuchten mehrere Wohnungen. Bei dem Vorfall war ein Mann verletzt worden.

Polizei ergänzt Beschreibung des Einsatzes - Mordkommission ermittelt

In einer Mitteilung vom Freitag beschrieb die Polizei den Einsatz und den Ermittlungsstand genauer. Demnach hatte die Frau ihren 59-jährigen Ehemann am Kopf verletzt. Im Anschluss habe sie mit einem Messer in der Hand die Wohnung verlassen. Auf ihrem Weg über die Kaiserin-Augusta-Allee bis zur Sömmeringstraße sei sie dann mehrmals bedrohlich auf zwischenzeitlich alarmierte Polizeieinsatzkräfte zugegangen. Sie habe eine an einer Ampel wartende Rollerfahrerin attackiert und mit einem Schlag leicht verletzt.

Den mehrfachen Aufforderungen der Polizeieinsatzkräfte, das Messer fallen zu lassen, sei die Frau nicht nachgekommen, hieß es weiter. Die Einsatzkräfte hätten darauf von der dienstlichen Schusswaffe Gebrauch gemacht und die Frau am Fuß getroffen.

Auch sei ein Schuss in einer Scheibe eines Geschäfts eingeschlagen, wobei aber niemand verletzt worden sei. Die Frau kam der Polizei zufolge zur Aufnahme und Behandlung in ein Krankenhaus und werde nun ambulant behandelt. Lebensgefahr bestehe nicht. Ihr Ehemann habe ärztlich nicht behandelt werden müssen.

Die Ermittlungen habe nun die Mordkommission übernommen. Dies gehört nach Angaben der Polizei zu den dienstlichen Vorgaben, wenn Polizisten von ihrer Schusswaffe Gebrauch machen. Wann sie dies tun dürfen, ist gesetzlich geregelt. Beispielsweise erst dann, wenn weitere Maßnahmen nicht wirkten oder aussichtslos erscheinen.

Sendung: Fritz vom rbb, 01.08.2024, 18:30 Uhr

Artikel im mobilen Angebot lesen