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Gottfried Curio, AfD-Bundestagsabgeordneter, spricht auf dem Landesparteitag der Berliner AfD. (Quelle: dpa/Annette Riedl)
Quelle: dpa/Annette Riedl

Bundestagswahl 2025

Curio holt erstmals Wahlkreismandat für AfD in Berlin

Erstmals kann ein AfD-Kandidat in Berlin einen Wahlkreissieg einfahren: In Marzahn-Hellersdorf holt Gottfried Curio in einem Kopf-an-Kopf-Rennen die meisten Stimmen - und verdrängt damit Mario Czaja von der CDU.

Die AfD hat erstmals bei einer Bundestagswahl in einem Berliner Wahlkreis die meisten Erststimmen errungen.

Im Berliner Osten, im Wahlkreis 84 Marzahn-Hellersdorf, setzte sich Gottfried Curio durch. Der 64 Jahre alte Abgeordnete kam laut Wahlleitung auf 29,5 Prozent der Erststimmen. Damit setzte er sich gegen den CDU-Bundestagsabgeordneten Mario Czaja durch, der das Direktmandat noch bei der Wahl 2021 geholt hatte. Czaja lag bei der Auszählung lange vorn und unterlag mit 29,2 Prozent nur denkbar knapp dem AfD-Politiker, der seit 2017 für die AfD im Bundestag sitzt.

Eine Wählerin wirft ihren WahlzetteBundestagswahl am 22.09.2013 in Berlin in eine Wahlurne.

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Curio ist über Listenplatz abgesichert

Laut dem neuen Wahlrecht ziehen die Sieger im Wahlkreis allerdings nicht wie bisher automatisch in den Bundestag ein. Sie bekommen nur noch dann ein Mandat, wenn ihre Partei auf genügend Zweitstimmen kommt, andernfalls geht der Wahlkreis leer aus.

Endgültig fest steht das erst mit Bekanntgabe des vorläufigen Wahlergebnisses durch die Bundeswahlleiterin.

Curio dürfte allerdings sicher wieder in den Bundestag kommen. Er gewann den einzigen Wahlkreis für die AfD, die in Berlin 15,2 Prozent der Zweitstimmen holte.

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