Tarifkonflikt - Verdi und BVG sprechen über Möglichkeit einer Schlichtung

Di 25.03.25 | 06:29 Uhr
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Archivbild:Kundgebung der Beschäftigten der Berliner Verkehsbetriebe (BVG) und Charite vor dem Roten Rathaus in Berlin am 20.03.2025.(Quelle:picture alliance/R.Keuenhof)
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Audio: rbb24 inforadio | 24.03.2025 | Nachrichten | Bild: picture alliance/R.Keuenhof

Die Tarifverhandlungen bei der BVG sind vorerst gescheitert. Kommt jetzt ein unbefristeter Streik bei den Berliner Verkehrsbetrieben? Oder bringen externe Schlichter die Lösung? Unternehmen und Verdi beraten am Dienstag darüber.

Die BVG und die Gewerkschaft Verdi wollen am Dienstagvormittag bei einem Treffen über eine mögliche Schlichtung ihres Tarifstreits reden. Das bestätigte ein BVG-Unternehmenssprecher dem rbb.

Die BVG hatte vorgeschlagen, den Konflikt über eine Schlichtung zu lösen. Die Gewerkschaft Verdi hat zugesagt, eine Schlichtung zu prüfen. Sie müsste einem solchen freiwilligen Verfahren zustimmen. Im Fall einer Schlichtung versuchen Externe in einem Tarifstreit zu vermitteln, es gilt eine Friedenspflicht.

Urabstimmung soll Mittwoch anlaufen

Das verabredete Treffen am Dienstag zwischen BVG und Verdi wird zeigen, ob es zu einer Schlichtung kommt und sich bereits angekündigte Streiks abwenden lassen. Am vergangenen Freitag war eine Tarifrunde zwischen BVG und Verdi gescheitert.

Für Mittwoch und Donnerstag dieser Woche hat die Gewerkschaft Verdi die BVG-Beschäftigten aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Am Mittwoch startet die Gewerkschaft eine Urabstimmung über einen unbefristeten Streik. Sie soll bis zum 4. April laufen.

 

Sendung: rbb24 Inforadio, 24.3.2025, 07:32 Uhr

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69 Kommentare

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  1. 69.

    Ohne Schlichtungsverfahren wird das eh nichts. also gleich einen Schlichter einsetzen.

  2. 68.

    Zuschläge sind kein normales Gehalt - deswegen sind es ja Zuschläge. Diese einfach pi mal Daumen draufzuschlagen ist falsch. Schließlich sind diese ja dazu gedacht die zusätzlichen Erschwernisse und Problemzeiten für die Fahrer zumindest finanziell auszugleichen. Dabei ist die Höhe der Zuschläge auch vorgegeben.

    Insofern muss das Gehalt der Fahrer auf den bundesweiten Schnitt gehoben werden - erst dann kommen die Zuschläge. Die Arbeit muss einerseits fair bezahlt werden (vor allem wechselnde Schichten nahe 24/7 und die gefährliche, anstrengende Arbeit an sich) und sollte andererseits so gut bezahlt werden, dass neue Fahrer dadurch animiert werden bei der BVG anzufangen. Aktuell ist letzteres eher eine Abschreckung - undankbarer und extrem anstrengender Job bei unterdurchschnittlicher Bezahlung in einem sehr teurem Lebensumfeld.

  3. 67.

    Wie kommen Sie zu dieser Einschätzung? In diese Richtung hat der Kommentator nirgends argumentiert.

  4. 66.

    Genau. Öffentlicher Dienst 39 Wochenstunden Arbeitszeit, BVG nur 37,5.

  5. 65.

    Rechne es doch mal um. BVG Arbeitszeit 37,5 Wochenstunden. Bei Umrechnung auf die normale Arbeitszeit im öD kommen die 3300 raus. Nur die Entgelte zu vergleichen ist falsch, man muss auch die Arbeitszeit vergleichen. Sonst wird es schief.

  6. 64.

    Wenn die Bundesregierung mal eben so 500 Mrd € aufnehmen kann, sollte doch genug Geld da sein, um die gerechten Lohnforderungen der BVG-Beschäftigten zu erfüllen.

  7. 63.

    Eine unglaubliche Frechheit gegenüber Allen, die ein Abo oder eine Jahreskarte haben. Die Preise wurden zum Januar ordentlich erhöht, Leistung seitdem sporadisch. Kassieren geht prima, Leistung lässt grüßen. Ich überlege, mein Abo zu kündigen und dann nur noch zu zahlen, wenn die Herrschaften bereit sind zu fahren. Ist für mich billiger. Dieser Streik trifft nicht die Verantwortlichen, nur die Doofen, die langfristig in Vorleistung gegangen sind. Unfassbar!

  8. 62.

    Es bedarf nicht der Vorlage von Lohnzetteln, die es eh nicht mehr gibt. Richtig wäre zwar Gehaltsabrechnung ,aber auch das ich nicht erforderlich. Alle Busfahrer bekommen Zulagen für Sonderschichten und nehmen sie war. 3500€ Brutto ist im Durchschnitt schon richtig. Ich bin auch für eine Gehaltserhöhung. Mich ärgert es nur, dass Kommentatoren keine Ahnung haben und meinen sie müssten auch das noch publizieren

  9. 61.

    Wo liegt das Verständnisproblem? Das sind die offiziellen Gehaltszahlen der Bundesagentur für Arbeit für den Gehaltsmedian (inklusive Einmalzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie durchschnittlicher Zuschlagszahlungen), die hat sich der gute Mann nicht aus den Fingern gelutscht. Und die Unterstellung einer Absichtlichkeit (die für Sie "offenbar" ist - aufgrund welcher Sachlage?) ist ja wohl abstrus und beleidigend.

  10. 59.

    Sie haben nstürlich recht, dass Homeoffice nicht allen Beschäftigten hilft. Mir ging es darum, jedenfslls für Menschen mit Bürojobs eine Perspektive snzusprechen. Für Handwerker idt das nix. Allerdings kommen diese auch nicht mit der BVG zum Dienstort - und insofern hilft Homeoffice der andeten, weil sie nicht zusätzlich auf den Straßen unterwegs sind. Aber auch dann ist noch nicht allen geholfen. Den Kompromissdtuck aber allein bei dtn BVG-Beschäftigten zu erhöhen und nicht beim Arbeitgeber finde ich allerdings auch falsch. Wenn wir den permanenten ÖPNV haben wollen, bliebe gesellschaftlich nur die Verbeamtung wue zu Zeiten der Bundesbahn. Hat aber auch Nachteile.

  11. 58.

    Echt jetzt? A.) Sie behaupten, ein Busfahrer verdient 3300€ in jedem Monat. Falsch. Offenbar sogar absichtlich. Warum ist es eine falsche Aussage? Weil es nicht in jedem Monat Feiertage (und Zuschläge gibt) und Sie auch nicht immer Sonntags arbeiten und diese Zuschläge erhalten. Stichwort: Dienstzuteilung.

    Und genau daher:

    B.) "Grundgehalt" ist exakt das Stichwort, wo BVG und Gewerkschaften am weitesten auseinander liegen. Während es bei den Zuschlägen durchaus Annäherung gibt.

    Machen wir es so: zeigen Sie doch bitte mal ein paar Lohnzettel (gerne mit geschwärzten Namen), wo ein Busfahrer 3300€ verdient. Ich bin gespannt...

  12. 57.

    Das eine ist das, was der Tarifvertrag sagt, das andere ist das Gehalt, was tatsächlich im Mittel gezahlt wird. Kann man nicht ganz miteinander vergleichen.

    Der Tarifvertrag ist erstmal "nur" das Grundgehalt. Außerdem ist das Grundgehalt nicht das einzige, es sind auch Arbeitszeiten, Zulagen, Weihnachts- und Urlaubsgeld, Anfahrtswege etc., was mit eingerechnet werden muss.

  13. 56.

    Der Vergleich hinkt insofern, dass auch die Lebenshaltungskosten, wie Miete und ähnliches, in München ganz andere sind. Das hat sich die letzten 4o Jahre nicht geändert und muss differenzierter betrachtet werden.

  14. 55.

    Erst lesen und verstehen, danach die Blutdruckeskalation. Die seriöse Quelle hat er doch genannt (die Fakten sind keineswegs falsch, sondern: Fakten) und von Grundgehalt gar nichts erwähnt. Das ist der aktuelle Gehaltsmedian, der laut Arbeitsagentur an Fahrer in Berlin gezahlt wird. Kein Einstiegs- oder Grundgehalt (zu dem diverse Zulagen, Weihnachtsgeld und Benefits dazukommen).

  15. 54.

    Allein schon das Wort "Grundgehalt" hätte Ihnen zu denken geben müssen. Warum tat es das aber nicht?
    Zuschläge gibt es z.B. für
    Überstunden 30 %
    Nachtarbeit 25 %
    Sonntagsarbeit 25 %
    für Feiertagsarbeit sowie für Arbeit am Ostersonntag und am Pfingstsonntag 135 %
    Arbeit am Tag vor Ostersonntag, vor Pfingstsonntag und am 31. Dezember 40 %.
    Dazu kommt noch Weihnachts- und Urlaubsgeld.

  16. 53.

    Danke ... genauso ist es.
    Bei den Löhnen wird verglichen - anderes wird ausgeklammert.
    Schade!

  17. 51.

    "Ohne Verkehr und Fahrgäste wäre die BVG überpünktlich, es liegt nich an uns,sondern an Fahrgästen, Autos und sonstigen Behinderungen." - Ist das Ihr Ernst? Den ÖPNV gibt es nur wegen der Fahrgäste!
    Vielleicht ist die ganze Verkehrsplanung und Taktung der Fahrpläne auch einfach nur schlecht in Berlin.

  18. 50.

    Die genannten 3.300€ stimmen nicht. Das Grundgehalt beträgt 2800€. Tarifvertrag TV-N 5/3 kann im Internet recherchiert werden. Warum bitte nennen Sie falsche Fakten?