Energiekonzern - Tschechische EP-Gruppe übernimmt Leag vollständig

Mo 24.03.25 | 21:54 Uhr
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Schild mit Logo und Hinweisen vor dem Haupteingang von Leag in Cottbus. (Quelle: imago-images/Dirk Sattler)
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Audio: Antenne Brandenburg | 24.03.2025 | Martin Schneider | Bild: imago-images/Dirk Sattler

Die EP-Gruppe um den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky wird alleiniger Besitzer des Lausitzer Energiekonzerns Leag. Die Tochtergesellschaft EP Energy Transition erwerbe den bisherigen 30-Prozent-Anteil des tschechischen Finanzinvestors PPF, teilte Leag am Montag mit.

Für die Transaktion seien keine behördlichen Genehmigungen wie etwa eine kartellrechtliche Freigabe erforderlich. Zum Preis wurde nichts bekannt. Die Leag mit Sitz in Cottbus ist einer der größten deutschen Stromerzeuger.

EP-Gruppe: Wollen Prozess der Energiewende fortsetzen

Man wolle den Prozess der Energiewende fortsetzen, sich von traditionellen fossilen Brennstoffen ab- und umweltfreundlicheren Lösungen zuwenden, hieß es weiter. "Die Tatsache, dass wir alleiniger Anteilseigner der Leag sind, wird uns dabei helfen, die Transformation der Leag im erwarteten Umfang und in der erwarteten Zeit umzusetzen", sagte Jan Springl, Verwaltungsratsmitglied bei der EP-Gruppe.

Die tschechischen Investoren EP Holding und PPF übernahmen 2016 die Lausitzer Braunkohle-Tagebaue und -Kraftwerke von Vattenfall. In letzter Zeit wandte sich PPF Medienberichten zufolge stärker als sicher geltenden Investments wie Immobilien zu.

Sendung: Antenne Brandenburg, 24.03.2025, 18:30 Uhr

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15 Kommentare

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  1. 15.

    Wann waren Sie denn das letzte Mal in den Staaten, um sich deren Industrie anzuschauen?
    Bei ihren Worten schätze ich noch nie...
    Der Umweltgedanke ist deren allerletzte Sorge. z.B. Fracking, AKWs und Dieselfahrzeuge, etc, etc

  2. 14.

    Der Millionenfache Private Luftverpester, ist ja schließlich auch, der Millionenfache Wähler.
    Und da geht selbst, der Grünen Energie-Lobby Verein nicht ran.
    Privater unkontrolliertes Holz/Kohle Heizen=Ja - von Bürgerinitiativen/Bürgern/Beamten kontrollierte Industrie/Gewerbe/Arbeitsplätze=Nein

  3. 13.

    Der Strom ist weg was dauerhaft bleibt sind gewaltige Umweltschäden.
    Erstaunlich was Sie privat alles verbrennen, bei mir kommt nur Holz in den Kamin der einen Feinstaubfilter hat.
    Apropos Filtertechnik, in USA hätten die dreckigen Kohlebuden keine Betriebserlaubnis bekommen. Nachrüstung hier hat die Kohlelobby verhindert.

  4. 12.

    Dann müsste man auch das private Heizen mit Holz, Kohle und Papier, endlich verbieten.
    Was bei Millionen Privathaushalten, so alles aus dem Schornstein geblasen wird, fällt im ,,ach soo Grünen Deutschland,, vollkommen unter ,,den Tisch,,.
    Seit Jahren/Jahrzehnten greift man die Deutsche Industrie an und treibt Unternehmen und Unternehmer, aus unserem Land.
    Aber, Privat verbrennen Wir Alles, was Wald und Lumpenkammer so hergeben, fahren noch mit teilweise sehr alten Verbrennern durch die Gegend und bejubeln trockene schädliche Monokulturen mit Windparks und Solarfeldern, als Zukunft der Welt.

  5. 11.

    Nun entkräften Sie doch nicht die imaginären Fantasie-Berechnungen der Grünen Lobby...
    Zumal Wohlstand und Wertschöpfung der über 100jährigen Bergbauindustrie darin keinen Eingang finden. Die Kohle wurde sicher nur zum Spaß verstromt

  6. 10.

    Lese das Tschechische Unternehmen in der deutschen Energiewirtschaft das sagen haben, sind wir nicht selbst in der lage das zustemmen? ist schon traurig für Deutschland

  7. 9.

    Nö, die Braunkohle wurde bisher nicht subventioniert. Subventionen sind ein zweckgebundener, von der öffentlichen Hand gewährter Zuschuss zur Unterstützung bestimmter Wirtschaftszweige oder einzelner Unternehmen. Davon kann bei der Braunkohlenindustrie keine Rede sein.

  8. 8.
    Antwort auf [Neuer] vom 25.03.2025 um 11:23

    Allein 2022 1,2 Milliarden....
    Sie könnten ja mal "Braunkohle Subventionen " eingeben und Ihr Blödsinn löst sich in Luft auf.
    Ganz abgesehen davon was täglich in die Luft an Schwermetallen und Feinstaub durch die Leag geblasen wird.

  9. 7.

    Er hat auch für die Kohle geblutet, mit massiv Subventionen pro Arbeitsplatz.

  10. 6.

    Der Steuerzahler hat nicht die Tschechen unterstützt, sondern er blutet für den angeblich gewollten Kohleausstieg. Das hätte ja nicht sein müssen. Und ob das Geld bessere Verwendung findet wenn wir es in die Rüstung stecken, bezweifle ich.

  11. 5.

    Aus der Energiekrise nichts gelernt.

  12. 4.

    Da macht man sich wieder abhängig von ausländischen Konzernen.
    Die Bahn wird sicher auch mal von (wohl) China aufgekauft.
    Ja und die Gewinne gehen dann auch ins Ausland.

  13. 2.

    Warum mussten Schlüsselbereiche wie Energieversorgung nach der Wende ans Ausland verscherbelt werden?
    Und jetzt ist es immer noch so, dass die Wertschöpfung abfließt.

  14. 1.

    Na, da hat der deutsche Steuerzahler jetzt mal eine massive Unterstützung der Tschechen geleistet...
    Ich kann nur hoffen, dass die Milliardenströme in diese Gegend endlich aufhören und das Geld in sinnvollerer Weise investiert werden. Zugleich weiß ich, dass das natürlich nicht eintreten wird sondern das Erste was der neue Konzern machen wird ist Forderungen nach Förderungen stellen. Machen da ja alle so...