Nach vier Niederlagen in Serie - Hertha BSC trennt sich von Cheftrainer Cristian Fiél

So 16.02.25 | 20:15 Uhr
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Hertha-Trainer Cristian Fiél beim Spiel gegen den SSV Jahn Regensburg am 01.02.2025 (Bild: Imago Images/Zink)
Video: rbb24 Abendschau | 16.02.2025 | Torsten Michels | Bild: Imago Images/Zink

Exakt 25 Pflichtspiele lang stand Cristian Fiél als Cheftrainer an der Seitenlinie von Hertha BSC. Nach der 1:2-Pleite in Düsseldorf ist seine Amstzeit schon wieder vorbei. Der kriselnde Zweitligist hat sich am Sonntag von Fiél getrennt.

Fußball-Zweitligist Hertha BSC trennt sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Cristian Fiél. Das gab der Klub am Sonntagabend bekannt. Bereits nach der Pleite bei Fortuna Düsseldorf am Samstagabend, der vierten in Folge, standen die Zeichen auf Abschied. Zuvor hatten der Fernsehsender Sky und die Zeitschrift "Kicker" berichtet.

Weber: "Keine leichte Entscheidung"

"Fiélo hat die Mannschaft in den vergangenen Monaten durch eine herausfordernde Phase geführt. Trotz seines hohen Engagements und seiner Leidenschaft für den Verein und die Mannschaft haben wir in den vergangenen Wochen leider nicht die Ergebnisse erzielt, die wir uns gewünscht haben. Wir danken Fiélo für seine harte Arbeit und seinen Einsatz für Hertha BSC. Es war keine leichte Entscheidung", kommentierte Sportdirektor Benjamin Weber die Trennung.

Über die Nachfolge auf der Trainerposition wolle der Verein in kürze informieren, hieß es in der Mitteilung.

Verbesserte Leistung, aber kein Ertrag

Schon in den vorangegangenen Tagen hatten die Diskussionen rund um die Arbeit des Berliner Cheftrainers einen neuen Höhepunkt erreicht. Fiéls erst im vergangenen Sommer eingeläutete Zeit in Berlin war lange von eher durchwachsenen Leistungen als von sportlichem Aufschwung geprägt.

Eine bittere 0:2-Auswärtsniederlage beim Tabellenschlusslicht Jahn Regensburg hatte dann zuletzt die Trainerdiskussion bei Hertha befeuert. Gegen den 1. FC Kaiserslautern und in Düsseldorf zeigte die Mannschaft um Fabian Reese eine verbesserte Leistung, konnten aber dennoch keine Punkte holen. Die Pleite in Düsseldorf war offensichtlich eine Niederlage zu viel.

"Ich habe immer mit voller Hingabe und Dankbarkeit für Hertha BSC gearbeitet und wünsche dem Team und dem gesamten Verein nur das Beste für die Zukunft. Manchmal erfordert der Fußball schwierige Entscheidungen, und ich respektiere den Entschluss des Vereins", wird Cristian Fiél in der Vereinsmitteilung zitiert.

Nur noch fünf Punkte vor dem Relegationsrang

Nach 22 Spieltagen liegt Hertha in der aktuellen Zweitliga-Tabelle mit 25 Punkten auf Platz 14. Das Polster auf den Relegationsrang 16 ist auf nur noch fünf Punkte geschrumpft. Auf Platz 17, der den direkten Abstieg bedeuten würde, sind es acht Punkte Vorsprung. Eigentlich wollte Hertha in dieser Saison die direkten Aufstiegsränge anvisieren. Diese sind mit 14 Punkte Rückstand aber in weiter Ferne.

Sendung: Radioeins, 16.02.2025, 18:00 Uhr

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26 Kommentare

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  1. 26.

    Hertha --- nicht nur traurige Vereinsführung sondern auch noch peinlich......... bin sehr gespannt , wann die nächsten Sätze wie eigenes Stadion o ä kommen........

  2. 25.

    Hier kann keiner mehr helfen. Ab jetzt geht’s richtig abwärts.

  3. 24.

    Ich hoffe doch darauf, dass Hertha in der 3. Liga landet. Dann kann ich endlich mal meinen RWE im Olympiastadion sehen.
    ...wenn RWE sich in der 3. hält.

  4. 23.

    Klar es liegt mal wieder nur am Trainer. Die Spieler können es einfach nicht umsetzen was der Trainer vergibt und auch nicht das Potenzial guten Fußball zu spielen als Mannschaft. Individuell gibt es ein paar gute Spieler, aber wie gesagt als Mannschaft kommt da nichts zu stande. Die Führung des Vereins sollte sich selbst einmal hinterfragen was für miese Leistungen sie selbst abgeben haben.

  5. 22.

    Jetzt ist Stabilität gefragt. Dafür steht wie kein anderer: Labadia

  6. 21.

    Wie soll der neue Trainer heißen ? Stefan wer ? Leitl ? Nie gehört !
    Sorry für mein fehlendes Wissen !
    Aber mal ehrlich !
    Welcher Trainer is denn bereit dazu sich freiwillig einen schwarzen Fleck in seine Vita zu holen !
    Der Verein ist durch und durch vermurkst !
    Der sparzwang kennt keine Gnade !
    Dank an die ehemaligen Funktionäre im Verein
    Ab in die 3 Liga oder noch tiefer ! Sich neu aufstellen kleine Brötchen backen und in ein paar Jahren gesund zurück kommen

  7. 20.

    Kann man bei Transvermarkt.de sehr schön nachlesen. Da ist Hertha "nur" Mittelfeld, gibt viele, die ähnlich oder noch kopfloser handeln.

  8. 18.

    Der Sportdirektor muss durch einen Profi ersetzt werden, ansonsten 3.Liga!!!

  9. 17.

    Nur einer kann jetzt noch helfen: Neururer!

  10. 16.

    Es wird Stefan Leitl von Hannover 96

  11. 15.

    Nix mit Frische. Stefan Leitl soll der neue Trainer werden. Da kann es ja nur besser werden. Nicht.

  12. 14.

    Wenn der x-te Trainerwechsel in den vergangenen Jahren nicht genug brachte, wechselt das Management den Trainer. Finde den Fehler.

  13. 13.

    Und nun? Ein neuer Trainer muss mit dem gleichen Kader weiter arbeiten. In der jetzigen Situation muss man sich von der Schönspielerei verabschieden und über den Kampf den Abstieg verhindern. Dem neuen Trainer drücke ich schon jetzt die Daumen. Und am Saisonende - nach hoffentlich erfolgreichen Klassenerhalt - müssen in der Führungsetage die überfälligen Konsequenzen aus dieser miserablen Spielzeit gezogen werden.

  14. 12.

    Was für ein "frischen Trainer"? Die, die sich die Hertha-Oberen leisten können, kommen von der Trainer-Resterampe. Und zudem, wer will schon im Big City Club neben einer Hertha-Legende und einem Hertha-Super-Star stehen, neben einer Hertha-Ultra-Legende den Berliner Weg betreiten, der seit diesem Wochende in Richtung 3.Liga zeigt?
    Vielleicht kramt der Verein zum X-mal diesen Abstiegstrainer Dardái aus.

  15. 11.

    Ein Job für Pal, ahne ich.
    Magath hat zufällig auch Zeit …

  16. 9.

    Das Grundübel sind doch Zecke und Weber. Die haben die Sache gegen die Wand gefahren, sind inkompetent und denen ist umgehend die Verantwortung zu entziehen. Die sportliche Leitung und der Präsident werden den Verein ziemlich schnell in den Amateurbereich führen. Ein neues Stadion brauchen sie auf gar keinen Fall.

  17. 8.

    Falsche Entscheidung, die Spielweise war nicht katastrophal, die Ergebnisse schon. So sprunghafte Politik mit dauerhaften Fluktuation wird keine Erfolge bringen, höchstens Mittelmaß in der 2. Liga.

  18. 7.

    Lieber rechtzeitig die Reißleine ziehen. Andere stellen lieber rekordreife Klatschenserien auf, werfen dann den Trainer raus und überwintern -hauptstadtgemäß und erstligawürdig- mit 33 Punkten auf Platz 15.