Sperrkreis aufgehoben - Weltkriegsbombe in Frankfurt (Oder) erfolgreich entschärft
In der Innenstadt von Frankfurt (Oder) ist am Mittwoch eine Splitterbombe unschädlich gemacht worden. Mehr als 2.000 Menschen mussten evakuiert werden. Nun können sie wieder in ihre Wohnungen zurück.
Eine Splitterbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Mittwochmittag in der Frankfurter Innenstadt (Oder) erfolgreich entschärft worden.
Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KMBD) waren dafür im Einsatz. Der Zünder sei entfernt und anschließend gesprengt worden, sagte Jens-Marcel Ullrich, der für den Katastrophenschutz zuständige Beigeordnete der Stadt, auf Anfrage. Im Anschluss wurde die Bombe verladen. Der Sperrkreis ist seit 13 Uhr aufgehoben.
Insgesamt waren mehr als 2.000 Anwohner betroffen, die ihre Wohnungen vorübergehend nicht nutzen konnten. Für diejenigen, die nicht bei Verwandten oder Bekannten untergekommen sind, gab es eine Notunterkunft in der Brandenburg-Halle nicht weit von dem Wohngebiet entfernt. Insbesondere ältere Menschen hätten am Morgen nach Ullrichs Aussage dieses Angebot genutzt.
Auch ein Ärztehaus, mehrere Supermärkte, das Theater- und Konzerthaus Kleist-Forum und ein Mehrgenerationenhaus lagen im Sperrkreis. Mehrere Straßen wurden vorübergehend gesperrt.
Bei Bauarbeiten gefunden
Die Splitterbombe war am Montag bei Bauarbeiten in der Innenstadt von Frankfurt (Oder) gefunden worden. Bei dem Sprengkörper handele es sich um eine 250 Kilogramm schwere deutsche Splitterbombe, die mit einem russischen Zünder als Beutemunition eingesetzt worden sei, sagte Peer Bärsch vom Kampfmittelbeseitigungsdienst dem rbb. "Das war kein schwieriger Einsatz, der Zünder ging wirklich gut raus." Er sei weder verklemmt noch verkeilt gewesen.
Brandenburg hat nach Angaben des Innenministeriums bundesweit die meisten Flächen, die Kampfmittel wie Bomben und Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg enthalten könnten. Im vergangenen Jahr wurden rund 340 Tonnen entdeckt, nach etwa 570 Tonnen im Jahr vorher. Erst in der vergangenen Woche mussten rund 1.000 Menschen in Prenzlau wegen einer Entschärfung vorübergehend ihre Wohnungen verlassen.
Sendung: Antenne Brandenburg, 31.03.2025, 17:30 Uhr