Brandenburg - Hohe Abbrecherquote bei Polizei-Azubis in Brandenburg

Do 03.04.25 | 06:53 Uhr
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Angehende Polizeibeamtinnen und -beamte stehen anlässlich ihrer Vereidigung auf dem Gelände der Hochschule der Polizei. Mehr als 330 Studierende und Auszubildende des Einstellungsjahrgangs 2020 der Brandenburger Polizei wurden vereidigt. (Foto: dpa)
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Audio: Fritz | 03.04.2025 | Britta Nothnagel | Bild: dpa

Die Polizei in Brandenburg hat in den vergangenen Jahren eine hohe Zahl an Ausbildungsabbrechern registriert. "Die Ausbildung haben in den vergangenen Semestern zumeist mehr als 30 Prozent der Auszubildenden nicht beendet", sagte ein Sprecher der Polizeihochschule in Oranienburg. Den genauen Zeitraum ließ der Sprecher offen. Auch den Bachelor-Studiengang für den Gehobenen Dienst hätten zuletzt 25 Prozent der Studierenden vorzeitig abgebrochen.

Viele Abbrecher während der Pandemie

Insbesondere während der Corona-Pandemie sei die Abbrecherquote gestiegen, führte der Sprecher aus. Er beobachte aber, wie sich die Zahlen wieder bei niedrigeren Werten einpendelten.

Polizei will Zielzahl erreichen

In diesem Jahr plant die Polizei in Brandenburg 440 neue Anwärter für den Polizeidienst einzustellen. Im April nahmen 205 ihre Ausbildung oder ihr Studium auf. Bei der Einstellungsperiode im Herbst soll erneut in etwa eine solche Zahl an Neueinstellungen erreicht werden. "Lediglich im Jahr 2023 wurde das Einstellungsziel verfehlt, was insbesondere mit einem schwächeren Einstellungsjahrgang im Frühjahr zusammenhing, dem die Auswirkungen der Pandemiefolgen noch anzumerken waren", erklärte der Sprecher.

Über die Qualität der Anwärter könne kein pauschales Urteil gefällt werden, ergänzte der Sprecher. "Es gibt immer einige, die weniger oder mehr Voraussetzungen mitbringen."

Sendung: Fritz, 03.04.2025, 10:30 Uhr

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61 Kommentare

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  1. 61.

    Zitat: "Also, wer in Berlin wohnt und bekommt die vielen Einsätze der hiesigen Polizei trotzdem nicht mit . . . der verweigert sich der Realität."

    Der Realität verweigert sich diejenige, die behauptet, dass Polizeiarbeit in Berlin hauptsächlich darin besteht, gewalttätige Demos in Schach zu halten und deshalb nicht mehr zum "Tagesgeschäft" kommt, Finii.

  2. 60.

    Von könnte kann sich niemand was kaufen. Die sind völlig unterfinanziert, das kann doch so schwer nicht zu begreifen sein. Ich könnte ein Schimmel Konzertflügel hier bei mir stehen haben, habe aber leider keine 170 Tausend Euro!!!!! Die Polizisten müssten keine Millionen Überstunden machen, wenn das Geld da wäre Polizisten einzustellen. Die Gesetzbücher stehen voll mit Vorschriften. Die meisten werden gar nicht umgesetzt, weil dafür kein Geld da ist!!

  3. 59.

    Zitat: "Ihre Sympathie für bestimmte Gruppen ist nicht das Maß der Dinge und wenn "Töpchiner" anderer Meinung ist, dann ist es eben so."

    Mal davon ab, dass Sie mir aus welchen Gründen auch immer eine Sympathie für irgendwelche Gruppen unterstellen, die sich aus meinem Beitrag überhaupt nicht herauslesen lässt und daher eine haltlose Unterstellung Ihrerseits ist, behauptet der in einem 900 Seelen Dorf wohnende Töpchiner, dass die Brandenburger Polizei, um die es im Artikel geht, ihren eigentlichen Aufgaben aufgrund der Kräftebindung im Kampf gegen "linke Randalemacher" nicht mehr nachkommen kann. Und das sieht er offenbar auch als Hauptgrund dafür an, dass die Polizei in ganz Deutschland nicht mehr effektiv gegen sog. Alltagskriminalität vorzugehen imstande ist.

    Wenn Sie das nicht für eine seehr steile Bauchgefühl-These halten, was denn dann, "Gurkenbrause"?

  4. 58.

    In allen Bundesländern könnte die Polizei in der Lage sein ihren Pflichten nachzukommen, da diese eine freie Hand haben.

    Die AfD, die ist so überflüssig wie ein Kropf, es gibt wirklich keinen einzigen Grund diese Partei zu wählen!
    Nun, diesen Bogen zu der AfD zu spannen, das ist ebenso überflüssig wie der besagte Kropf, also was soll das mit dem "muss"?

  5. 57.

    Das heißt dann, wenn Demokraten dazu nicht in der Lage sind die Polizei so auszustatten das sie ihren Aufgaben nachkommen kann, dann muss man die AfD wählen, die zeigen denen dann wie das funktioniert?

  6. 56.

    Sie sind einer der größten Scherzkekse die sich hier zu Wort melden!!

  7. 55.

    Jeder Berliner der informiert ist der weiß doch was in dieser Stadt abgeht. Das Paradies für Vorstandsvorsitzende, Vorstände und solche Typen die hier ihr schnelles Geld machen. Jeder Architekt von den 8 oder 10 am BER der musste sich nach seinem Ausscheiden nie wieder finanzielle Sorgen um seine Zukunft machen! Das System Lewandowski ist immer und überall!

  8. 54.

    Das ist eine Pflichte, und diese ist grundsätzlich zu erfüllen, so schreibt es die Verfassung vor..

    Das föderale System ist so gestaltet , dass die Polizei zur eigener Hoheitsaugabe jedes Bundeslandes gehört, so wie die Bildung auch.
    Ergo, Berlin hat da für zu sorgen, dass genügend Personal zur Verfügung steht, da das Demonstrationsrecht nicht zu Beschneiden ist.

  9. 53.

    Die MPi ist aber inzwischen schon Standard bei der Berlin/Brandenburger Polizei. Nicht immer und ständig aber sehr oft.

  10. 52.

    Das sind gut gemeinte Forderungen, nur geht es den Polizisten nicht allein darum überall da die Bürger zu schützen wo es nötig ist, was sie auch als ihre Aufgabe ansehen. Bei der Polizei haben sich Millionen von Überstunden angehäuft. MILLIONEN!!! Die Frage steht im Raum, wie sollen die das noch schaffen uns so zu schützen wie wir das gerne hätten? Viele wünschten sich Kietz-Streifen in ihrem Bezirk. Der ganze Laden läuft seit vielen Jahren auf Notstrom!

  11. 51.

    Da wird Eins mit Anderen vermischt. Die NGOs, und deren Unterstützung mit Steuergeldern, das ist ein Thema für sich!.

    Die Verantworung des Staates für reibungslose Durchführung von angemeldeten Demos gilt grundsätzlich, sowie gilt auch, dass unangemeldete Demos von der Polizei unverzüglich aufzulösen sind

  12. 50.

    Sorgen nicht Ordnungskräfte die durch die Vereine finanziert werden im Stadion für "Ordnung ".Und dort greift die Polizei nur im Notfall ein. Die meisten Randale passieren aber vor so einem Spiel weit vorher und danach .Da braucht man keine Ordner ,die dürften auch garnicht eingreifen sondern nur unterstützen .

  13. 49.

    Das ganze Polizeisystem muss bei ständig steigender schwer Kriminalität völlig anders ausgerichtet werden. Wenn ich überlege wie ich 1986 in Barcelona war, da sind die Ordnungshüter mit Maschinenpistolen in manchen Regionen Patrouille gelaufen. Das flößt Respekt ein! In allen Brennpunkten würde ich das veranlassen. Frau Faeser hat sich für Ihre Arbeit bei der Kriminalitätsbekämpfung selbst gelobt. Unvorstellbar!? Was hier an Sicherheit für die Bürger unternommen wird ist nicht mehr zeitgemäß.

  14. 48.

    Angesichts der staatlich subventionierten NGOs, die Demos organisieren und wohl auch anmelden, sehee ich da keinen Unterschied zur Freizeitebene.
    Leider haben wir Steuerzahler ja keine Auskunft über die Zahlungen erhalten, na vielleicht klappt's nächstes Mal.

  15. 47.

    Alle angemeldeten Demonstrationen sind von der Polzei zu begleiten. Punkt.
    Zu demonstrieren, das ist ein verfassungsverbrieftes Grundrecht, und für die sichere Durchführung ist der Staat verantwortlich!

    Ein Fußballstadion ist eine ist eine Freizeitebene mit Eintrittsgeldern, da könnte über selbstfinanzierte Ordnungskräfte nachgedacht werden.

  16. 46.

    Also, wer in Berlin wohnt und bekommt die vielen Einsätze der hiesigen Polizei trotzdem nicht mit, obwohl diese mit gewaltbereiten Gruppen, ob bei Demos oder sonst wo zu tun haben,, der verweigert sich der Realität.
    Tja, bestimmte Realitäten zu negieren, das Manko einer gespaltener Gesellschaft!

  17. 45.

    Ist insgesamt schwierig. Sieht offenbar jeder anders. Ich glaube von Berlin wurde im Artikel "Gewalt gegen Polizeibeamte Es kann jeden Tag eskalieren" jedenfalls im letzten Absatz abgeraten. Aber vielleicht auch nur, weil es um die eigene Familie geht.

  18. 44.

    Anscheinend nehmen Sie die Realität anders wahr als "Töpchiner", das liegt nicht am Bauchgefühl, nicht an Hirnleistung, nur an subjektiver Wahrnehmung und dem Zugehörigkeitsgefühl zu Gruppen. Ihre Sympathie für bestimmte Gruppen ist nicht das Maß der Dinge und wenn "Töpchiner" anderer Meinung ist, dann ist es eben so. Ich bin übrigens der Meinung, dass Demonstranten mittels eigenfinanzierter Ordner selbst für ihre Sicherheit sorgen müssen und das sollte auch bei Fußballveranstaltungen so sein. Ansonsten gibt's eine Rechnung an die Organisatoren und fertig. Es handelt sich um erwachsene Menschen. Brauchen die wirklich Polizei als Babysitter?

  19. 43.

    Diese 30% erinnern mich doch sehr an meine Ausbildungszeit. Im Schnitt wurden die Ausbildungszüge und Lehrbereitschaften über die Zeit doch etwas "ausgedünnt". Mancher brach ab, mancher wurde abgebrochen und einige haben nach dem ersten Jahr "in freier Wildbahn" das Handtuch geworfen. Das war auch völlig unpandemisch. Einige kamen mit den fachlichen Anforderungen nicht klar, Andere nicht mit dem "damals" doch deutlich rauheren Ton. Eine "Abbrecherwelle" war auch nach dem Besuch in der Gerichtsmedizin zu verzeichnen und bei manchem keimte im Laufe der Ausbildung die Erkenntnis das der Beruf doch nichts für ihm ist. Persönliche Defizite traten zu Tage und persönliche Entscheidungen wurden getroffen. Das ist völlig in Ordnung. Die damalige Berufsberatung sprach eher wenig über die unangenehmen Seiten des Berufes - ob das heute noch so ist, weiß ich nicht. Mitunter braucht man ein verdammt dickes Fell - und das ist nicht jedem gegeben. Es kann ein interessanter Beruf sein.

  20. 42.

    Natürlich, von irgendwelchen Menschen mit Dienstgrad die nebenberuflich als Ausbilder ihr Einkommen erhöhen wollen. Als Beamter verdient ja recht wenig.