AfD geht leer aus - CDU stellt Vorsitzende der SVV Frankfurt (Oder)

Fr 05.07.24 | 15:20 Uhr
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SVV FFO Schrade 24
Audio: Antenne Brandenburg | 05.07.2024 | O-Ton: Desiree Schrade | Bild: rbb

Die CDU-Kandidatin Desiree Schrade wird neue Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung (SVV) in Frankfurt (Oder). Gleich zu Beginn der ersten Sitzung am Donnerstag schlug die CDU - mit elf Sitzen zweitgrößte Fraktion – Schrade als Vorsitzende vor. Daraufhin nominierte die AfD ebenfalls einen CDU-Kandidaten, der den Vorschlag allerdings ablehnte.

Als einzige Kandidatin wurde schließlich Schrade - Rechtsanwältin und erstmals Mitglied der SVV - mehrheitlich gewählt. Ihre Aufgabe sieht sie darin, "eine Atmosphäre zu schaffen, in der eben auch sehr hart in der Sache diskutiert wird, aber wertschätzend und respektvoll".

Linke erstmals seit 2003 nicht stärkste Kraft

Nachdem die AfD bei der Kreistagswahl in Frankfurt (Oder) mit 13 von 46 Sitzen stärkste Kraft in der neuen Stadtverordnetenversammlung geworden war, wurde mit Spannung erwartet, ob sie auch Ansprüche auf den Vorsitz der SVV stellen würden.

Der bisherige Vorsitzende Wolfgang Neumann von der Linkspartei hat sich nach zwei Amtszeiten nicht mehr um den Vorsitz beworben. Die Linken wurden erstmals seit 2003 nicht mehr stärkste Kraft, sondern mit sieben Sitzen nur dritter hinter der AfD und der CDU.

Auch bei der Wahl der ersten und zweiten Stellvertreter der Vorsitzenden ging die AfD leer aus. Ein Dämpfer für die stärkste Fraktion um Wilko Möller, der dennoch auf erfolgreiche Beschlüsse hofft: "Wir werden Beschlüsse vielleicht doch durchkriegen, aufgrund der Mehrheitsverhältnisse, weil ich glaube schon, dass die Brandmauer, die heute aufgestellt worden ist, doch bricht."

Die Stellvertreterwahl des Vorsitzenden haben Uwe Henning von den Freien Wählern und Ingo Pohl von der SPD gewonnen. Der Vorsitz der Stadtverordnetenversammlung sorgt für einen ordnungsgemäßen Sitzungsablauf, die Stellvertreter haben eher symbolische Funktion.

Sendung: Antenne Brandenburg, 05.07.2024, 12:00 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    Also ihre "unterscheidbare politischen invividuellen Profile" könnten zwischen cDU und Grüne nicht größer sein. Dazu kommen noch jede Menge kleinere Parteien.

    Das politische Spektrum ist riesig, da muß man keine Rechtsextremisten wählen. Aber immerhin geben sie zu, dass die AfD keine demokratische Partei ist.

  2. 4.

    "Die Anfänge sind schon voll im Gange und nicht mehr aufzuhalten!" Vielleicht ja, vielleicht auch nein. Die große Frage für mich ist, warum sich alle anderen Partei so treiben lassen und sich sogar Themen wegnehmen lassen?

  3. 3.

    Wehret den Anfängen? Tut mir leid, aber dafür ist es zu spät! Die Anfänge sind schon voll im Gange und nicht mehr aufzuhalten! Die braune Welle rollt! Leider...

  4. 2.

    Das Problem der demokratischen Parteien ist in dem Zuge aber, daß sie an für den Wähler unterscheidbarem politischen invividuellen Profil einbüßen und immer mehr in den Argumenten austauschbar sind.

  5. 1.

    Gut so, die demokratischen Parteien müssen gegen die Gefahr für unsere Demokratie zusammenstehen! Keine Kooperation mit Kräften, die die Demokratie abschaffen wollen. Wehret den Anfängen!

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