Oberspreewald-Lausitz -

Das Unternehmen Lausitzer Stahlbau Ruhland (Oberspreewald-Lausitz) setzt bei seiner Entwicklung auf die gezielte Suche von ausländischen Fachkräften. Ab Dienstag will Geschäftsführer Rüdiger Schaaf in Ostasien, genauer in Vietnam und auf den Philippinen nach neuen Mitarbeitern suchen. Das sagte Schaaf dem rbb.
Rund 13 Millionen Euro hat das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits in eine neue Halle und in neue Maschinen investiert. Hier werden beispielsweise Hochspannungsmasten gebaut. Mit den Investitionen will das Unternehmen laut Schaaf weiterhin wachsen und so zukunftsfähig sein.
Investitionen und Neueinstellungen
Dabei soll sich die Zahl der Mitarbeiter verdoppeln, von 120 auf dann 240. Ein Teil der neuen Mitarbeiter soll dabei aus Ostasien kommen. Schaaf hat die Ausbildungsstätten vor Ort nach eigenen Angaben bereits im letzten Jahr besichtigt. Die Berufe, die dort gelehrt werden, brauche er für sein Unternehmen: Konstruktionsmechaniker, Schweißer, Zerspanungsmechaniker und Mechatroniker. Außerdem hätten die Auszubildenden vor Ort bereits die deutsche Sprache gelernt und wollen laut Schaaf auch gern nach Deutschland kommen.
Andere Unternehmen hätten mit dieser Art der Fachkräftegewinnung bereits gute Erfahrungen gemacht, so Schaaf. Die größte Hürde sei aber die lange Zeit, die für die Anerkennung von Berufsabschlüssen, das Ausstellen von Visa oder das Erteilen einer Arbeitserlaubnis nötig ist.
Schaaf fordert deshalb, dass die Einwanderung von Fachkräften deutlich erleichtert werden müsse. Nach seiner Planung kann er die ersten neuen Mitarbeiter aus Vietnam oder den Philippinen im Sommer in Ruhland begrüßen.
Sendung: Antenne Brandenburg, 18.02.2025, 11:30 Uhr