Oberspreewald-Lausitz - Ruhlander Stahlbau sucht in Ostasien nach Fachkräften

Di 18.02.25 | 10:51 Uhr
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Stahlbau in Ruhland (Symbolbild)(Bild: rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 18.02.2025 | Sebastian Schiller | Bild: rbb

Das Unternehmen Lausitzer Stahlbau Ruhland (Oberspreewald-Lausitz) setzt bei seiner Entwicklung auf die gezielte Suche von ausländischen Fachkräften. Ab Dienstag will Geschäftsführer Rüdiger Schaaf in Ostasien, genauer in Vietnam und auf den Philippinen nach neuen Mitarbeitern suchen. Das sagte Schaaf dem rbb.

Rund 13 Millionen Euro hat das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits in eine neue Halle und in neue Maschinen investiert. Hier werden beispielsweise Hochspannungsmasten gebaut. Mit den Investitionen will das Unternehmen laut Schaaf weiterhin wachsen und so zukunftsfähig sein.

Investitionen und Neueinstellungen

Dabei soll sich die Zahl der Mitarbeiter verdoppeln, von 120 auf dann 240. Ein Teil der neuen Mitarbeiter soll dabei aus Ostasien kommen. Schaaf hat die Ausbildungsstätten vor Ort nach eigenen Angaben bereits im letzten Jahr besichtigt. Die Berufe, die dort gelehrt werden, brauche er für sein Unternehmen: Konstruktionsmechaniker, Schweißer, Zerspanungsmechaniker und Mechatroniker. Außerdem hätten die Auszubildenden vor Ort bereits die deutsche Sprache gelernt und wollen laut Schaaf auch gern nach Deutschland kommen.

Andere Unternehmen hätten mit dieser Art der Fachkräftegewinnung bereits gute Erfahrungen gemacht, so Schaaf. Die größte Hürde sei aber die lange Zeit, die für die Anerkennung von Berufsabschlüssen, das Ausstellen von Visa oder das Erteilen einer Arbeitserlaubnis nötig ist.

Schaaf fordert deshalb, dass die Einwanderung von Fachkräften deutlich erleichtert werden müsse. Nach seiner Planung kann er die ersten neuen Mitarbeiter aus Vietnam oder den Philippinen im Sommer in Ruhland begrüßen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 18.02.2025, 11:30 Uhr

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14 Kommentare

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  1. 14.

    Die wesentlich energiereichere Steinkohle bleibt im Ruhrgebiet seit 2018 in der Erde, 20230 ist dort Schluss mit der Braunkohle. Im Vergleich zur Lausitz fließen wesentlich weniger Subventionen zu deutlich mehr Arbeitnehmern. Strukturwandlel ist überall: KI, Industrie 4.0, erneuerbare Energie etc. und viele Unternehmen machen dicht. Die Lausitz braucht für den Struktuwandel kein Geld mehr und sollte Milliarden zurück zahlen an die, die bisher für sie gezahlt haben.

  2. 13.

    Antwort: Strukturwandel. Wer beschließt, die Kohle muss in der Erde bleiben, der muss eben darüber Kohle hinschaffen.

  3. 12.

    Einfach nur widerlich dieser Kommentar. Also Menschen aus dem Ausland = billige Arbeitskräfte? Aber Alltagsrassismus gibt es ja natürlich angeblich nicht.

  4. 11.

    Die Unternehmen müssen sich mal von der Idee verabschieden, dass die Leute bereits hohe Deutschkenntnisse. Man verlangt ja teilweise B2 oder gar C1. Völlig utopisch. Deutsch ist nicht Englisch. Ich würde Deutsch auch nicht lernen wollen. Keine schöne Sprache zum Lernen.
    Auch im Ausland weiß man übrigens über den Osten Bescheid. Das ist mir schon oft untergekommen.

  5. 10.

    Wofür fließen seit Jahrzehnten zig Milliarden an Subventionen in die Lausitz, wenn dort gar keine Leute leben, die einen neuen Job suchen (werden)? Es müssten doch keine Menschen aus dem Ausland angeworben werden, wenn es in der Lausitz genug Arbeitnehmer geben würde. Da stimmen viele Dinge nicht und ab solort sollten keine Subentionen mehr fließen, denn es werden ja wohl keine Arbeitslose geben.
    Zugleich werden die politischen Verhältnisse dafür sorgen, dass die Leute aus dem Ausland nicht lange bleiben werden.

  6. 9.

    Immer dasselbe. Menschen, die keinen blassen Schimmer haben ,hetzen gegen ganze Regionen und deren Einwohner. Vom Verstehen wirtschaftlicher Zusammenhänge, warum Unternehmen keine Mitarbeiter finden, ganz zu schweigen.

  7. 8.

    Ach ja, die alte Leier. Fragen Sie doch lieber den Arbeitsminister nach seinen Erfolgen bezüglich der großspurig angekündigten Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive. Wo ist er eigentlich, der Herr Heil? Steckt bis über den Kopf in Arbeit, oder was?
    Bei 3 Millionen Arbeitslosen, die wohl nach seiner Aussage fast alle arbeiten wollen, wird er sicher fündig. Merz macht schon Vorschläge, wie er das Auffinden von Arbeit erleichtern will und dazu gehört, dass einer Leistung eine Leistung gegenübersteht. Merz ist aus dem Zeitalter der Boomer, da gab's nichts umsonst. Genau dahin muss dieses Land, Schluss mit wokem Quatsch.

  8. 7.

    Als Ausländer im tiefsten Brandenburg arbeiten/leben, was soll da schon schief gehen. Die müssen nur die Ausländerfeindlichkeit und die Rechtsextremen ignorieren, abends nicht rausgehen, nicht auffallen und natürlich keinem Einheimischen die Arbeit wegnehmen.

  9. 6.

    Das ist offenkundig nicht erwünscht. Wer schon hier ist, soll ja wieder verschwinden, wenn es nach Blau, Schwarz und Gelb geht.

    Man wird es auch diesen Fachleuten so schwer machen, dass sie nach kurzer Zeit entnervt woandershin gehen - nicht ohne auf LinkedIn und Xing ihre Landsleute zu warnen, dass sie nicht den Fehler machen sollten, in Deutschland so etwas wie Gastfreundschaft, Aufgeschlossenheit und kollegiale Zusammenarbeit zu erwarten. Oder gar so etwas Verrücktes wie Digitalisierung der Behörden.

  10. 5.

    seit 2015 strömen unzählige fachkräfte ins land......
    die sind vielleicht überqualifiziert, wer weiss.
    die firmen sollten sich vieleicht darum kümmern selbst auszubilden

  11. 4.

    Wäre doch ne alternative für geflüchtete, die nach d gekommen sind. Da muß man doch niemand aus dem Ausland hohlen, bei den vielen Arbeitslosen.

  12. 3.

    Schön wäre gewesen,zu erfahren ,was hat der Unternehmer unternommen, um Fachkräfte in Deutschland zu finden. Wieviel Menschen werden vor Ort ausgebildet ? Was zahlt er den Leuten hier vor Ort oder geht es um billige Arbeitskräfte aus dem Ausland. Warum sucht er keine Arbeitskräfte aus dem Kreis der Flüchtlinge, die hier bereits sind.... Viele Fragen, die nicht beantwortet sind.

  13. 2.

    Möglich schon, aber nicht erwünscht von CDU, AfD und den zurückgebliebenen Wählern

  14. 1.

    Da werden für Geflüchtete jede Menge Hürden errichtet um sie von der Arbeit fernzuhalten und der Unternehmer muss in Asien nach Fachkräften suchen. Eine Ausbildung derjenigen, die ohnehin hier sind, ist nicht möglich?