Krankenhausreform -
Mehr als 2.000 Menschen haben am Sonntag in Hennigsdorf (Oberhavel) gegen die Teilschließung des ansässigen Klinikums protestiert. Dazu bildeten sie eine Menschenkette vom Zentrum zum Krankenhaus.
Die Aktion wurde von der Stadtverwaltung geplant. Bürgermeister Thomas Günther (SPD) sagte dem rbb, dass das ein sehr starkes Zeichen sei, das von den Menschen aus Hennigsdorf an einem Sonntagnachmittag gesetzt werde.
Bereits mehr als 20.000 Unterschriften gesammelt
"Wir hatten noch relativ wenig Vorbereitungszeit", so Günther, "aber man merkt, dass es den Menschen am Herzen liegt, dass die medizinische Versorgung mit dem Krankenhaus, den stationären Betten und der Rettungsstelle hier erhalten bleibt." Die Menschen seien bei so etwas sehr sensibel und gingen auch deshalb auf die Straße.
"Es gibt genügend ältere Leute, die auf die Öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind und dass die Busse hier nicht all zu oft fahren, ist ja auch bekannt", sagte der Veltener Stadtverordnete Frank Steinburg (SPD). Auch deshalb sei es "ganz wichtig", den Standort des Krankenhauses in Hennigsdorf zu erhalten.

Es seien auch Unterschriften für das Krankenhaus gesammelt worden, berichtete die Stadtverordnete Petra Winkel (Die Unabhängigen - Bürger für Hennigsdorf) im Gespräch mit dem rbb. Mittlerweile seien fast 23.000 Unterschriften zusammengekommen.
Im Rahmen der Krankenhausreform plant der Landkreis, die stationäre Behandlung nach Oranienburg zu verlegen. Die endgültige Entscheidung trifft ein Sonderkreistag am 9. April.
Sendung: Antenne Brandenburg, 30.03.2025, 15:00 Uhr