Berlin - Polizistin wegen rassistischer Äußerungen verurteilt

Di 09.07.24 | 14:35 Uhr
Symbolbild: Das Wort Polizei ist auf einem Fahrzeug der Polizei zu sehen. (Quelle: dpa/Marijan Murat)
Audio: rbb24 Inforadio | 09.07.2024 | Ulf Morling | Bild: dpa/Marijan Murat

Eine Berliner Polizistin ist wegen Beleidigung und Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 8.400 Euro verurteilt worden. Das Amtsgericht Tiergarten sah es am Dienstag als erwiesen an, dass die 35-jährige während ihrer Ausbildung einen anderen Polizeianwärter in zwei Fällen beleidigt und in einem Fall ihm gegenüber eine volksverhetzende Meinungsäußerung getätigt hatte.

Aussagen und Gesten gegenüber schwarzem Mitschüler

Die Fälle spielten sich alle im vergangenen Sommer ab und richteten sich gegen einen schwarzen Mitschüler der Angeklagten. Damals besuchte die Angeklagte wie der Geschädigte die Polizeiakademie.

Die Angeklagte beteuerte, die getätigten Aussagen oder Gesten seien missverstanden worden. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft waren die Aussagen jedoch rassistisch - auch wenn die Frau vermutlich keine gefestigte Rassistin sei.

Mittlerweile ist die Frau Polizeibeamtin auf Probe. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, dürfte sie voraussichtlich aus dem Polizeidienst entlassen werden.

Sendung: rbb24 Inforadio, 09.07.2024, 16:40 Uhr

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