Berlin und Brandenburg - Mehr als 20 Prozent: Lebenshaltungskosten deutlich gestiegen

Waren und Dienstleistungen sind seit 2020 teurer geworden. Dabei variieren die Preisunterschiede teils stark. So sind die Preise für Brötchen und Lieferessen besonders stark gestiegen, während zum Beispiel Fernseher günstiger wurden.
Die Preise für Waren und Dienstleistungen sind in Berlin und Brandenburg in den letzten fünf Jahren spürbar gestiegen. Das teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Dienstag mit.
Im Dezember 2024 waren die Preise in Berlin demnach um 19,8 Prozent und in Brandenburg um 22 Prozent höher als im Januar 2020. Überdurchschnittlich mehr kosten Lebensmittel und Dienstleistungen.
Corona-Pandemie und Lieferketten ursächlich
So sind zum Beispiel Brötchen in Berlin in diesem Zeitraum um etwa 33 Prozent teurer geworden, in Brandenburg um etwa 43 Prozent. Für Mahlzeiten von Lieferdiensten musste in der Region etwa ein Drittel mehr gezahlt werden als fünf Jahre zuvor. Weniger stark gestiegen sind die Preise für Konsumgüter. So sind Staubsauger beispielsweise um sieben bis neun Prozent teurer geworden.
Das Amt für Statistik führt die gestiegenen Preise unter anderem auf die Folgen der Corona-Pandemie und Störungen in globalen Lieferketten zurück. Der Krieg gegen die Ukraine trug auch zur Preissteigerung bei. So wurden beispielsweise Speiseöl, Mehl und Gas spürbar teurer.
Einige Waren und Dienstleistungen sind im Fünf-Jahresvergleich in Berlin und Brandenburg auch günstiger geworden. Dazu gehören Laptops, Fernsehgeräte, Akkuschrauber und die private Haftpflichtversicherung.
Methodik
Das Preisbarometer vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (statistik-berlin-brandenburg.de) enthält Fünf-Jahres-Preisveränderungen von mehr als 300 Einzelpositionen sowie Preisverläufe von ausgewählten Waren und Dienstleistungen.
Preisveränderungen zeigen die prozentuale Differenz der Preise zwischen zwei Zeitpunkten – in diesem Fall von Januar 2020 zu Dezember 2024. Preisverläufe hingegen bieten einen detaillierten Blick auf die monatliche Entwicklung der Preise und zeigen Schwankungen und Trends über den gesamten Zeitraum.
Sendung: Antenne Brandenburg, 19.02.2025, 11:15 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde am 19.02.2025 um 18:27 Uhr geschlossen. Die Kommentare dienen zum Austausch der Nutzerinnen und Nutzer und der Redaktion über die berichteten Themen. Wir schließen die Kommentarfunktion unter anderem, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt.