Schwertransporte auf dem Wasserweg nun schneller möglich - Neues Schiffshebewerk Niederfinow befördert 400-Tonnen-Gastrubine

Di 11.10.22 | 13:47 Uhr
Neues Schiffshebewerk Niederfinow
Audio: Antenne Brandenburg | 11.10.2022 | Logistiker Andreas Häfner | Bild: Neues Schiffshebewerk Niederfinow

Erst vor Kurzem eingeweiht, befördert das neue Schiffshebewerk bereits die ersten schwerer Frachten. So ist eine tonnenschwere Gasturbine auf dem Weg nach Polen. Mit der Anlage geht das nun schneller und günstiger.

Durch das in der vergangenen Woche neu eröffnete Schiffshebewerk Niederfinow (Barnim) ist am Montag eine große Gasturbine geschleust worden. Sie wiegt etwa 390 Tonnen, ist über fünf Meter hoch und zwölf Meter lang.

Transport schwerer Lasten schneller möglich

Mit dem neuen Hebewerk sei das schnell und unproblematisch möglich gewesen, erklärte Andreas Häfner von "Best Logistics" aus dem polnischen Szczecin - eigenen Angaben zufolge ein Fachunternehmen für Schwertransporte. Ihm zufolge seien Transporte wie diese nur auf dem Wasserweg möglich. Das neue Hebewerk würde nun die Lieferung großer Frachten erleichtern.

"Natürlich haben auch meine Kollegen von der konventionellen Schifffahrt einen großen Vorteil von dem Hebewerk, da eben die Kammer größer geworden ist und damit größere Schub-Verbände eingesetzt werden können, ohne diese vorher auseinanderzukoppeln", sagte Häfner dem rbb. "Das Auseinanderkoppeln so eines Verbandes, Einzel-Schleusen der Behälter und wieder Zusammenbauen im alten Hebewerk hat mehrere Stunden in Anspruch genommen, was jetzt innerhalb von 20 bis 30 Minuten erledigt sein kann. Das ist auch ein Kostenvorteil für die Schifffahrt."

Die Gasturbine war insgesamt elf Tage unterwegs und soll am Dienstag im polnischen Gryfino mit einem Kran vom Schiff abgeladen und dann in ein Kraftwerk eingebaut werden. Dem Logistiker zufolge seien in den kommenden Monaten weitere Schwertransporte durch das Hebewerk geplant. "Das sind insbesondere Industriegüter, Kraftwerksanlagen und Transformatoren aus Polen in Richtung Westeuropa und Gasturbinen beziehungsweise Generatoren in die Gegenrichtung."

Sendung: Antenne Brandenburg, 11.10.2022, 11:30 Uhr

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