Migrationspolitik - Erstes Brandenburger "Dublin-Zentrum" in Eisenhüttenstadt startet später

Fr 28.02.25 | 16:25 Uhr
  5
Ein Gebäude, das künftig als «Dublin-Zentrum» für ausreisepflichtige Männer genutzt werden soll. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Audio: rbb Antenne Brandenburg | 28.02.2025 | Sebastian Meerheim | Bild: dpa/Patrick Pleul

Das in Brandenburg geplante sogenannte Dublin-Zentrum für Schutzsuchende ohne Asylanspruch startet später als zunächst geplant. Es gebe noch Abstimmungsbedarf mit dem Bund, sagte ein Sprecher des Innenministeriums dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Freitag in Potsdam.

Das Zentrum in Eisenhüttenstadt werde deshalb voraussichtlich Mitte März an den Start gehen. Zunächst war eine Aufnahme der Arbeit am 1. März geplant.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Brandenburgs Innenministerin Katrin Lange (beide SPD) hatten am 17. Februar eine Vereinbarung für das Dublin-Zentrum unterzeichnet. Ziel ist, die Abschiebung von Schutzsuchenden, die über andere EU-Staaten einreisen und deshalb keinen Anspruch auf Asyl in Deutschland haben, zu beschleunigen. Im Mittelpunkt der Einrichtung bei der Zentralen Ausländerbehörde in Eisenhüttenstadt sollen Rückführungen nach Polen stehen, die innerhalb von zwei Wochen vollzogen werden sollen.

Erstes Zentrum in Hamburg

Das Dublin-Zentrum in Brandenburg wird die zweite entsprechende Einrichtung in der Bundesrepublik. Das erste Dublin-Zentrum wurde in Hamburg eröffnet. Die Zentren sollen für eine schnelle Abschiebung von Menschen sorgen, für deren Asylgesuch ein anderer EU-Staat zuständig ist. Benannt sind sie nach dem Dublin-Abkommen zwischen den EU-Staaten, das die Zuständigkeiten für Asylanträge regelt.

Die Einrichtung in Eisenhüttenstadt verfügt über zwei Gebäude mit Platz für bis zu 250 Personen. Ein Gebäude ist für alleinreisende Frauen und Familien, das andere für alleinreisende Männer vorgesehen.

Sendung: rbb Antenne Brandenburg, 28.02.2025, 18:30 Uhr

Nächster Artikel

5 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 5.

    Liebe Grüße von der Oder. Mein Bildung genoss ich, bis Ende meiner Lehre 1987, in der DDR.
    Hier in der Grenzregion zum EU-Nachbarn, weiß man hat vielleicht etwas mehr über Polen. Außerdem habe ich einen polnisch stämmigen Schwiegervater, der liest immer wieder mal pol. Tageszeitungen.
    Tusk hat Deutschland wohl genug signalisiert, dass es keine Flüchtlinge, die sowieso nur nach Deutschland wollen, aufnehmen werde.
    Achso bitte nicht über die Intelligenz anderer urteilen, wenn man sie nicht kennt. Widerspiegelt eigentlich die eigene Intelligenz. Mein Kommentar war nicht als Meinung aufzunehmen, sondern stellte nur das klar, was die Polen möchten.

  2. 4.

    Im Wahlkampf hat sich unser Kanzler so gelobt und immer wieder erwänt was unter seiner Führung in Sachen Emigration und Abschiebung alles erreicht worden ist. Kaum ist die Wahl vorbei geht es weiter wie bisher. Immer wieder tauchen neu Schwierigkeiten auf, die noch "Abstimmungsbedarf" haben. Ich kann und will es nicht mehr glauben und habe den Eindruck, dass jede Ausrede willkommen ist.

  3. 3.
    Antwort auf [West] vom 28.02.2025 um 18:40

    Schade das solche Kommentare trotz Nettiquette Filter durchgehen.
    Das macht die Diskussion kaputt.
    In der Schule würde man sagen „Thema verfehlt „

    Trotz alledem vielen Dank für den Beitrag.

    Er öffnet Augen und alte Wunden!!!

  4. 2.
    Antwort auf [West] vom 28.02.2025 um 18:40

    Ihr Kommentar ist ein super Beispiel dafür, was passiert, wenn man ein gutes Bildungssytem (Ost) kaputtmacht und durch ein schlechtes (West) ersetzt.

  5. 1.

    Ob da unsere polnischen Nachbarn mitspielen?
    Sie haben aus unseren Fehlern schon gelernt, denn sie sehen die Integrationprobleme die der Westen mit den arabischen Einwanderern hat.
    Außerdem will Polen keine potentielle Attentäter, denn dann würde es der PIS Partei wieder in die Händen spielen.
    Alles nachzulesen in den Kolumnen der großen polnischen Tageszeitungen.
    Oder fragt eure polnisch stämmigen Kollegen.