Mietpreisprüfstelle - Berliner können ab sofort ihre Mietpreise kostenlos prüfen lassen

Mo 03.03.25 | 13:20 Uhr
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Blick auf das Gropiushaus Hochhaus in der Gropiusstadt, aufgenommen am 16.01.2023. (Quelle: Picture Alliance/Jochen Eckel)
Audio: rbb 88.8 | 03.03.2025 | Ricardo Westphal | Bild: Picture Alliance/Jochen Eckel

Mieterinnen und Mieter in Berlin können ab sofort kostenlos kontrollieren lassen, ob ihre Miete überhöht ist. Dazu hat der Senat eine Mietpreisprüfstelle eingerichtet. Die schwarz-rote Koalition will damit nach eigenen Angaben den Mieterschutz erhöhen.

Wer den Verdacht hegt, dass die Mietpreisbremse nicht eingehalten wird, oder sogar Mietwucher vorliegt, kann sich demnach an die neu eingerichtete Stelle wenden. Sie ist bei der Anstalt für "Sicheres Wohnen - Beteiligung, Beratung, Prüfung" (Siwo) angesiedelt. Neben genügend bezahlbarem Wohnraum müssten Mieterinnen und Mieter auch die Sicherheit haben, dass die persönliche Miete nachvollziehbar sei und das Mietrecht eingehalten werde, sagte Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD).

Rund 280 Verdachtsfälle von Mietwucher im Jahr 2024

Die Beratung bei der Mietpreisprüfstelle ist kostenlos und an fünf Tagen in der Woche entweder vormittags oder nachmittags zu erreichen. In Berlin wurden im vergangenen Jahr rund 280 Verdachtsfälle von Mietwucher an die Bezirke gemeldet. Die meisten davon in Friedrichshain-Kreuzberg, gefolgt von Neukölln und Pankow.

Üblicherweise spricht man von einer Wuchermiete, wenn die Forderung mindestens 20 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Es drohen bis zu 50.000 Euro Strafe.

Sendung: rbb 88.8, 03.03.2025, 12:00 Uhr

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26 Kommentare

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  1. 26.

    In Guben gibt es für einen Grossstädter keine akzeptable Infrastruktur. Würden dort nicht Mal Ausländer gejagt? Gibt es mehr als nur nen netto? Nette Läden, Bars, Kino, tolerante, weltoffene Menschen? WG der Bahn musste ich letztes Jahr 6 Urlaubstage nehmen (Streik, Zug kaputt, Baustelle). Eine Großstadt Berlinistmit AfD Landnicht vergleichbar. Bin froh aus Brandenburg weg zu sein.

  2. 25.

    Ich tippe Mal eher auf über 2800 Verdachtsfälle. Verfolgen Sie ernsthaft den Wohnungsmarkt? In letzter Zeit Mal eine Mietwohnung bei Immoscout gesucht? Bsp Berlin Umkreis 50 km (!)von den über 3000 Wohnungen bleiben ca 500 bei Filter Miete max. 700 warm, nimmt man Tauschwohnungen raus bleiben unter 100, und wagt man es, einen Balkon für ein bisschen Lebensqualität mehr zu wollen bleiben ca. 50 übrig. Berlin hat einen grossen superschlecht bezahlten Dienstleistungssektors, Berlin braucht dringend die Mietpreisbremse. Der Mietspiegel wird in vielen Inseraten deutlich überschritten, gierige Eigentümer gibt es zuhauf auf Kleinanzeigen, Bruchbuden unrenoviert nur mit Estrich werden für 10 Euro pro qm angeboten. Probieren Sie Mal die Suche. Und dann gibt es noch überteuerte möblierte Wohnungen, auf Zeit, und Airbnb. Die Stelle wird überrannt werden, wenn sie bekannt ist. Das Problem ist, der Mieter muss das vertraglich durchsetzen und hat Angst um Verschlechterung des Mietverhältnisses

  3. 24.

    Angebot und Nachfrage regulieren den Preis.. nur nicht bei Wohnraum.. hier hat der Vermieter immer das Nachsehen.. Eigentum lohnt sich nur noch zur Eigennutzung. Bitte liebe Mieter hört auf zu jammern! Und zu mieten! Dann wisst ihr nämlich was es bedeutet, wenn man selbst für alles verantwortlich ist..!

  4. 23.

    Hä? Wenn ich in Berlin arbeite, soll ich in Guben eine Wohnung mieten?
    ....

  5. 22.

    Es geht um die Grundmiete. Die Kosten, die Sie genannt haben werden in der Nebenkostenabrechnung erhoben. Und sind diese berechtigt, müssen diese unabhängig einer Mietpreisbremse gezahlt werden.
    Ich hoffe, ich habe es richtig verstanden.

  6. 21.

    Wie viele Personalstellen wurden in der Siwo geschaffen um evtl. 280 Verdachtsfälle zu überprüfen?
    Wahrscheinlich werden die Kosten aus den Ruder laufen!

  7. 20.

    Miete zu hoch für eine 1 Zimmer Wohnung Berlin

  8. 19.

    Miete zu hoch für eine 1 Zimmer Wohnung Berlin

  9. 18.

    Da wird über zu hohe Miete geklagt und an mehreren Stellen sorgt Verdi dafür, dass die Kosten weiterhin steigen. Merkt es noch wer?

  10. 17.

    Als Kleinstvermieter kann man nur schnell verkaufen… alles andere ist Harakiri…

  11. 15.

    Aber wofür bedarf es da eine staatliche Stelle. Jeder kann mit dem öffentlichen Mietspiegel seine Miete überprüfen. Oder geht es hier um Denunziantentum? Achso, die über ein halbe Million Kleinvermieter, bringen ihre Wohnungen gar nicht mehr auf den Markt, sondern vermieten nur noch auf Empfehlung und an Vertrauenswürde, die sie nicht denunzieren. Es wird keinen Mietmarkt mehr geben, außer die ein paar Handvoll Angebote mit Wahnsinnsmieten, aber auch die finden Menschen die das gerne zahlen. Die Städtischen verlosen nur noch, mit kleinen Einkommen weisen die Interessenten zurück (30% Regelung).
    Bald gibt es keine einzige Wohnung mehr auf dem Markt!

  12. 14.

    Wie oft wollen sie den immer gleichen Blödsinn eigentlich noch wiederholen?

  13. 13.

    Wuchermieten sind für Vermieter attraktiv. Da haben sie leider recht.

  14. 12.

    Wuchermieten sind für Vermieter attraktiv. Da haben sie leider recht.

  15. 11.

    Wuchermieten sind für Vermieter attraktiv. Da haben sie leider recht.

  16. 10.

    Wuchermieten sind für Vermieter attraktiv. Da haben sie leider recht.

  17. 9.

    Ja, gut - dann sind es meinetwegen rund 2 Mio. Haushalte - von denen über die Hälfte 1 Personen-Haushalte sind. Zugang zu rechtlicher Beratung hat JEDER (Anwälte gibts nun wahrlich genug) und die Mietervereine haben ganz sicher auch mehr als 280 Mitglieder und für die kostet es nichtmal was extra.

  18. 8.

    Mein Körper = meine Entscheidung. Mein Eigentum = auch meine Entscheidung. Kauft/baut euch selber etwas auf. Bildet Genossenschaften. Mietkauf. Ich will da keine Ausreden hören, es gibt immer einen Weg. Wer 800 Miete im Monat zahlt, kann auch 800 Kreditraten bezahlen. Macht nach 30 Jahren 288.000 ohne Zinsen. Niemand ist verpflichtet in Friedrichshain XBerg zu wohnen. Guben ist (neben unzähligen anderen Städten/Dörfern)noch viel frei zu günstigen Preisen. Das Problem sind nicht zu wenig Wohnungen sondern mangelnder Wille günstige Wohnungen zu mieten. In einem anderen Artikel berichtet der rbb es sind schon wieder mehr Berliner geworden. Und das obwohl es Wohnungsnot gibt, ziehen immer mehr Menschen in die Großstädte wie Berlin. Das muss aufhören.

  19. 7.

    Sehr attraktiv für Vermieter. Deswegen gibt es auch immer weniger Mietwohnungen. Manche raffen gar nix mehr.