Fußball-Bundesliga - Turbine Potsdam geht chancenlos gegen Hoffenheim unter

Sa 29.03.25 | 17:32 Uhr
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Turbine Potsdam - TSG 1899 Hoffenheim, 18. Spieltag, Karl-Liebknecht-Stadion Alina Gnädig (l., Turbine Potsdam) in Aktion gegen Jamilla Rankin (TSG Hoffenheim). (Quelle: dpa-Bildfunk/Matthias Koch)
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Audio: rbb24 Inforadio | 30.03.2025 | Lars Becker | Bild: dpa-Bildfunk/Matthias Koch

Für Turbine Potsdam wird der Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga immer aussichtsloser. Nach dem 0:7 (0:3) gegen die TSG 1899 Hoffenheim, der 17. Niederlage im 18. Spiel, ist das rettende Ufer für den sechsmaligen deutschen Meister nach dem überraschenden 1:0-Sieg von Carl Zeiss Jena beim 1. FC Köln bereits sechs Punkte plus die Tordifferenz entfernt.

Hattrick besiegelt Potsdams bittere Pleite

Einmal mehr war das Team von Trainer Kurt Russ nicht nur unterlegen, sondern sah sich de facto einem Klassenunterschied gegenüber. Bereits in der zehnten Minute erzielte Ereleta Memeti das erste Tor für die Hoffenheimerinnen, die im Mittelfeld der Bundesliga angesiedelt sind. In der 20. Minute erhöhte die ehemalige Turbine-Stürmerin Selina Cerci auf 2:0 für die Gäste, ehe Jill Janssens kurz darauf den 3:0-Halbzeitstand perfekt machte (32.).

Auch in der zweiten Hälfte änderte sich am gewohnten Bild nichts. Zwar versuchte Trainer Russ mit insgesamt fünf Auswechselungen alles, um seiner Mannschaft Stabilität und neues Leben einzuhauchen, dies gelang ihm allerdings nicht. Selina Cerci bescherte mit ihrem zweiten Treffer das 4:0 für die Gäste (58.) und machte die metaphorische Bühne anschließend frei für Feli Delacauw. Die Belgierin krönte den Hoffenheimer Nachmittag mit einem perfekten Hattrick und machte mit ihren drei Treffern (60.; 82.; 87.) die 0:7-Pleite der Potsdamerinnen perfekt.

Turbine steht somit nach 18 Spielen mit nur einem Punkt und einem Torverhältnis von -57 weiterhin abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz der Frauen-Bundesliga.

Sendung: rbb24 Inforadio, 29.03.2025, 17:15 Uhr

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7 Kommentare

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  1. 7.

    Die Mannschaft schafft es immer wieder, knapp 900 bis 1.000 Zuschauer nach Babelsberg zu locken. Was Turbine Potsdam in diesen Zeiten braucht, sind verlässliche Partner. Die politisch Verantwortlichen in Potsdam und Berlin waren in den letzten Monaten nicht in der Lage, die An- und Abreise der treuen Fans mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu moderaten Zeiten zu gewährleisten.

    Ergo muss auch dem ignorantesten Selbstdarsteller klar sein, dass ca. 500 bis 800 Zuschauer mit Familien und treuen Fans trotz minimalen Sicherheitsaufwandes vor Ort wegbleiben müssen. Zum aktuellen Vergleich: Heute fand im Frankfurter Stadion am Brentanobad bei freiem Eintritt das Zweitligaspiel der U 20 von Eintracht Frankfurt gegen die erste Mannschaft des 1. FC Union Berlin statt. In einem chancenarmen Spiel war Elena Mühlemann die einzige Torschützin. Die Eisernen Ladies unterlagen vor nur 269 Zuschauern in der 2. Bundesliga der U 20 von Eintracht Frankfurt mit 0:1.

  2. 6.

    Es gehört mittlerweile zur Tradition des 1. FFC Turbine Potsdam, renommierte sportafine Politikerinnen aus Land und Bund einzuladen. Diesmal saß die neue Ministerin für Gesundheit und Soziales des Landes Brandenburg, Britta Müller, auf der Ehrentribüne Britta Müller ist parteilos und wurde von der Partei „Bündnis Sahra Wagenknecht - Vernunft und Gerechtigkeit“ (BSW) für dieses Amt nominiert

    Vor dem Spiel gab es eine Schweigeminute für die kürzlich verstorbene Nationalspielerin Doris Fitschen. Der DFB hatte am Vortag bekannt gegeben, dass am 11. April in Frankfurt am Main im Stadion am Brentanobad eine öffentliche Trauerfeier für Doris Fitschen stattfinden wird.

    Wie schon im Hinspiel waren die Frauen der TSG Hoffenheim eine Nummer zu groß. Turbine Potsdam spielte weitgehend unter seinem möglichen Limit. Am Sonntag, den 12. April wird es in Jena bei einem Gegner auf qualitativer Augenhöhe zur letztmöglichen Chance zu einem Punkt Dreier kommen.

  3. 5.

    Ich sehe das anders. Die Vorreiter wie z.b.Turbine werden einer Entwicklung geopfert, welche ich im Männerbereich schon mehr als nur kritisch sehe. Das Schlachten des goldenen Kalbs. Brot & Spiele? Opium fürs Volk? Die persönlich bekannten Ultras im sozialen Umfeld sind da noch extrem kritischer gegenüber der aktuellen Entwicklung im Fußball. Aber jut, ist halt ne Minderheitenmeinung.

  4. 4.

    Ist es nicht eine Region? Berlin und Brandenburg?

    Und ich kritisiere keine Entwicklung, aber bedauere, dass reine Frauenvereine ins Abseits geraten.
    Aber gleichzeitig freue ich mich, wenn Erfolgsklubs in den Frauenfußball investieren. Und befürworte das.
    Das ist doch logo. Alles andere wäre Schwarz-Weiß-Denken.

    Sehen Sie das anders?

  5. 3.

    Mir ist es völlig egal, ob es sich um reine Frauenclubs handelt oder nicht. Wichtig ist doch das sich der Frauenfußball an sich weiterentwickelt. Und wenn durch die Männerclubs hier deutlich mehr Geld investiert werden kann, dann ist das aus meiner Sicht der richtige Weg. Den Spielerinnen wird es auch nur recht sein, wenn Sie deutlich besser entlohnt werden.


  6. 2.

    Das war m.M.n.schon am Anfang der Saison absehbar, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
    Sie kritisieren die Entwicklung aber freuen sich, daß die Union-Damen ins Oberhaus gehen. Versteh ich nicht. Die Region repräsentiert der 1.FC Union allerdings nicht. Oder liegt Köpenick jetzt in Brandenburg?

  7. 1.

    Schade um Turbine, aber reine Frauenclubs scheinen keine Chance mehr zu haben gegenüber Clubs, wo die Männermannschaften das nötige Geld einspielen. Eine bedauerliche Entwicklung.

    Wenigstens wird die Region durch die Eisernen Ladies in der nächsten Saison ganz oben vertreten sein.