Raumfahrt - Berlinerin Rabea Rogge startet als erste deutsche Frau ins Weltall

Mo 31.03.25 | 13:54 Uhr
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Die deutsche Forscherin Rabea Rogge. (Quelle: dpa/Peter Balicki)
dpa/Peter Balicki
Berlinerin als erste deutsche Astronautin im All

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Video: rbb24 Abendschau | 31.03.2025 | Arndt Breitfeld | Bild: dpa/Peter Balicki

Fast fünf Jahrzehnte nach dem ersten deutschen Mann im Weltall soll in der Nacht auf Dienstag mit Rabea Rogge die erste deutsche Frau folgen. Dabei kam die Berliner Doktorandin eher durch Zufall zu der Ehre. Ein Talisman aus Berlin geht mit auf die Reise.

"Jede Raummission baut auf den Schultern von Riesen auf, auf den Schultern von solchen Pionieren wie Otto Lilienthal", sagte Rabea Rogge in einem Gespräch mit der ARD in der vergangenen Woche. Die 29-jährige Berlinerin wird die erste deutsche Frau im Weltraum sein.

In der Nacht von Montag auf Dienstag, um 3:46 Uhr deutscher Zeit, startet die Elektroingenieurin von Florida aus als Pilotin der Mission "Fram2" in die Erdumlaufbahn. Die "Fram2" ist die erste bemannte Raumfahrtmission, die die Erde von einer polaren Umlaufbahn aus erkunden und die Polarregionen der Erde überfliegen soll.

Das Berliner Technikmuseum hat ihr für ihre Mission eine Medaille von Otto Lilienthal mitgegeben. Lilienthal gilt als einer der Pioniere in der Flugforschung. Sie nehme die Medaille mit, um Lilienthal zu ehren, sagte Rogge. Außerdem habe sie viele Gegenstände von Freunden und Familie auf ihrer knapp viertägigen Mission dabei. "Man kommt im Leben nie weit, denke ich, wenn man nicht ein super unterstützendes und inspirierendes und starkes Umfeld hat."

Astronautin ab 100 Kilometer über der Erde

Joachim Breuninger, Direktor des Technikmuseums, ist sich sicher, dass Rogge durch ihre zahlreichen Museumsbesuche in Kindheit und Jugend Fan von Otto Lilienthal geworden sei. Deshalb habe man ihr auch etwas mitgeben wollen. "Wir haben dann nach einem Objekt gesucht, das mit kann, was auch die Sicherheitsanforderungen erfüllt. Das darf natürlich nicht zerbrechlich sein", so Breuninger. Die Inschrift "Non Omnis Moriar" (deutsch: "Nicht alles von mir wird vergehen") steht auch für Rogges Wunsch, die Visionen früherer Pioniere in eine neue Ära der Raumfahrt zu tragen.

Die Elektoingenieurin und Polarforscherin forscht im Rahmen ihrer Doktorarbeit zu Robotik an einer Universität in Trondheim in Norwegen. Wenn sie nicht gerade ins All fliegt. Offiziell darf sie sich erst dann Astronautin nennen, wenn sie über 100 Kilometer hoch geflogen ist, so erklärt es Luft- und Raumfahrtingenieurin Claudia Kessler dem rbb.

Privat finanzierte Raumfahrtmission

Es sei ein historischer Moment, dass Rabea Rogge nun als erste Frau ins Weltraum fliege, so Kessler. Die größte Hürde für einen Weltraumflug sind ihr zufolge ganz klar die Finanzen. "Die Kosten eines Weltraumflugs sind in der Größenordnung von 50 Millionen Euro", sagt Kessler.

Sie sei stolz und froh darüber, dass Rogge als erste Frau ins All fliege. Das eigne sich gut, um das Interesse von Mädchen und jungen Frauen auf die Raumfahrt zu lenken. Aber es sei schwierig, ein Rolemodel bei Rogge zu kreieren, da sie nur deshalb ins All fliege, weil sie in Norwegen bei einem Training einen Multimilliardär kennengelernt habe, so die Raumfahrtingenieurin. Das sei ein Karriereweg, den man einem Schulkind nicht gut erklären könne.

Für die Mission bezahlt der mit Kryptowährung reich gewordene Malteser Chun Wang das Unternehmen SpaceX für die private Raumfahrt. Rogge hat Wang eigenen Angaben zufolge bei einer Expedition in Spitzbergen [tagesschau.de] kennengelernt, bei dem die Teilnehmer lernten, bei minus 20 Grad zu überleben.

Die "Fram2" ist die erste bemannte Raumfahrtmission, die die Erde von einer polaren Umlaufbahn aus erkunden und die Polarregionen der Erde überfliegen soll. Die Crew besteht neben Rabea Rogge aus drei weiteren Forschern: dem Missions-Leiter und auch Geldgeber Chun Wang aus Malta, Fahrzeugkommandantin Jannicke Mikkelsen aus Norwegen und Forscher und Amtsarzt Eric Philips aus Australien.

Sendung: rbb24 Abendschau, 31.03.2025, 19:30 Uhr

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12 Kommentare

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  1. 10.

    Genau, stark würde ich finden wenn die Dame es ablehnt für starlink in den Weltraum zu fliegen. Dieser Mann und sein Imperium muss boykottiert werden!

  2. 9.

    In der Brunnenstr 135 ist eine Gedenktafel für den Astronauten Reinhard Furrer aufgehangen, der dort gewohnt hat. Siehe Wikipedia Artikel

  3. 8.

    Na endlich, das wurde aber auch langsam mal Zeit!

  4. 7.

    Fein, sehr schön, guten Flug und gute Rückkehr!

    Hoffentlich sind die Muskgegner nicht zur Stelle und versuchen das zu sabotieren. In dieser Welt ist heute alles möglich.

  5. 6.

    Ich bin begeistert, dass es noch intelligente Frauen gibt, die sich ergeizige Ziele stecken!
    Ich wünsche ihr ganz viel Erfolg!

  6. 3.

    Glückwunsch! Endlich mal ne Frau! Bitte mehr davon!

  7. 2.

    Guten Start und Glückwunsch!

  8. 1.

    Als Berliner würde mich eher interessieren, ob sie der erste Berliner im Weltraum wird?
    Guten Flug!