15. März - Schwarz-Rot plant Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit in Berlin

Mo 31.03.25 | 17:04 Uhr
Archivbild: Gäste nehmen an einem gemeinsamen Fastenbrechen im Ramadan der interreligiösen Organisation House of One teil. (Quelle: dpa/Gollnow)
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Audio: rbb 88.8 | 31.03.2025 | Michael Ernst | Bild: dpa/Gollnow

Der 15. März soll in Berlin künftig jedes Jahr als Aktions- und Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit begangen werden. Das teilten die Vorsitzenden der beiden Regierungsfraktionen im Abgeordnetenhaus, Raed Saleh (SPD) und Dirk Stettner (CDU), am Montag anlässlich des muslimischen Zuckerfestes der Deutschen Presse-Agentur mit. Die schwarz-rote Koalition will in den nächsten Wochen einen entsprechenden Antrag ins Parlament einbringen.

Wie viele andere Religionen sei der Islam ein fester Bestandteil Berlin, sagte Saleh. Stettner unterstrich, dass Berlin für Vielfalt und Zusammenhalt aller Religionen stehe. "Mit der Einführung des 15. März als festem Gedenk- und Aktionstag gegen Islamfeindlichkeit stärken wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt."

Im Jahr 2022 hatten die Vereinten Nationen den 15. März zum Internationalen Tag zur Bekämpfung der Islamfeindlichkeit weltweit erklärt. Dies war eine Reaktion auf einen islamfeindlichen Terrorangriff 2019 in Christchurch in Neuseeland, bei dem ein Rechtsextremist 51 Muslime tötete und Dutzende weitere verletzte.

Sendung: rbb 88.8, 31.03.2025, 15:00 Uhr

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