Weniger Fläche, höherer Ertrag -

Brandenburger Landwirte haben 2024 auf einer kleineren Fläche insgesamt mehr Gemüse geerntet als im Jahr zuvor. Mit 98.900 Tonnen Freilandgemüse lag die Erntemenge fast 900 Tonnen über dem Wert von 2023, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg [statistik-berlin-brandenburg.de] am Donnerstag mitteilte. Gleichzeitig schrumpfte die Anbaufläche den Angaben zufolge um 225 Hektar auf 5.919 Hektar.
Auf dem größten Teil dieser Fläche (3.500 Hektar) wuchs in Brandenburg Spargel. Mit 20.200 Tonnen wurden aber 2.000 Tonnen weniger gestochen und geerntet als 2023. Einlegegurken, die im Vorjahr einen Rekordwert verzeichnet hatten, fuhren die Landwirte in einer Menge von 33.600 Tonnen ein. Zwar ist das ein Rückgang um 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Wert liegt laut Statistik aber deutlich über dem sechsjährigen Durchschnitt.
Erst im Januar wurde bekannt, dass ein Hersteller von Spreewaldgurken seine Produktionsstätte in Golßen (Dahme-Spreewald) schließen wird.
Rekordbringer Kürbisse
Speisekürbisse wuchsen auf 450 Hektar - der größten Anbaufläche für das Fruchtgemüse seit 2005. Die Ernte stieg den Daten zufolge um 5.000 Tonnen auf insgesamt 12.500 Tonnen an. Noch nie wurden in Brandenburg so viele Kürbisse produziert, wie es hieß. Die größten Exemplare werden jedes Jahr in Klaistow (Potsdam-Mittelmark) bei der Kürbis-Wiegemeisterschaft präsentiert.
Die Möhrenernte stieg um 1.900 Tonnen auf 23.600 Tonnen an, die Anbaufläche um 45 Hektar auf 410 Hektar.
Insgesamt bewirtschafteten die Bauern 9,0 Prozent der landesweiten Gemüsefelder auf ökologische Weise, 20 Hektar weniger als 2023. Von den 98.900 Tonnen an Ernte stammen demnach 5.600 Tonnen aus ökologischer Landwirtschaft.
Die größten Anbauflächen gibt es den Angaben zufolge in den Landkreisen Dahme-Spreewald, Oberhavel und Potsdam-Mittelmark. Dort wurden rund 4.400 Hektar der bewirtschafteten Freilandflächen des Landes bestellt. Das entspricht etwa drei Viertel der Flächen.
Sendung: Antenne Brandneburg, 27.02.2025, 14:00 Uhr