Weniger Fläche, höherer Ertrag - 98.900 Tonnen Gemüse in Brandenburg geerntet

Do 27.02.25 | 13:27 Uhr
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Archivbild: Erntehelfer vom Winkelmanns Hof Klaistow arbeiten auf einem Feld und sammeln die Kürbisse in großen Kisten. (Quelle: dpa/Kalaene)
Audio: Antenne Brandenburg | 27.02.2025 | Sebastian Meerheim | Bild: dpa/Kalaene

Brandenburger Landwirte haben 2024 auf einer kleineren Fläche insgesamt mehr Gemüse geerntet als im Jahr zuvor. Mit 98.900 Tonnen Freilandgemüse lag die Erntemenge fast 900 Tonnen über dem Wert von 2023, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg [statistik-berlin-brandenburg.de] am Donnerstag mitteilte. Gleichzeitig schrumpfte die Anbaufläche den Angaben zufolge um 225 Hektar auf 5.919 Hektar.

Auf dem größten Teil dieser Fläche (3.500 Hektar) wuchs in Brandenburg Spargel. Mit 20.200 Tonnen wurden aber 2.000 Tonnen weniger gestochen und geerntet als 2023. Einlegegurken, die im Vorjahr einen Rekordwert verzeichnet hatten, fuhren die Landwirte in einer Menge von 33.600 Tonnen ein. Zwar ist das ein Rückgang um 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Wert liegt laut Statistik aber deutlich über dem sechsjährigen Durchschnitt.

Erst im Januar wurde bekannt, dass ein Hersteller von Spreewaldgurken seine Produktionsstätte in Golßen (Dahme-Spreewald) schließen wird.

Rekordbringer Kürbisse

Speisekürbisse wuchsen auf 450 Hektar - der größten Anbaufläche für das Fruchtgemüse seit 2005. Die Ernte stieg den Daten zufolge um 5.000 Tonnen auf insgesamt 12.500 Tonnen an. Noch nie wurden in Brandenburg so viele Kürbisse produziert, wie es hieß. Die größten Exemplare werden jedes Jahr in Klaistow (Potsdam-Mittelmark) bei der Kürbis-Wiegemeisterschaft präsentiert.

Die Möhrenernte stieg um 1.900 Tonnen auf 23.600 Tonnen an, die Anbaufläche um 45 Hektar auf 410 Hektar.

Insgesamt bewirtschafteten die Bauern 9,0 Prozent der landesweiten Gemüsefelder auf ökologische Weise, 20 Hektar weniger als 2023. Von den 98.900 Tonnen an Ernte stammen demnach 5.600 Tonnen aus ökologischer Landwirtschaft.

Die größten Anbauflächen gibt es den Angaben zufolge in den Landkreisen Dahme-Spreewald, Oberhavel und Potsdam-Mittelmark. Dort wurden rund 4.400 Hektar der bewirtschafteten Freilandflächen des Landes bestellt. Das entspricht etwa drei Viertel der Flächen.

Sendung: Antenne Brandneburg, 27.02.2025, 14:00 Uhr

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6 Kommentare

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  1. 6.

    Tja, einst Kleinbauern, dann Volkseigentum-Genossenschaft, dann Konzernanteil, dann weg damit. Rendite.

    Puff

  2. 5.

    Ökologischen Gemüseanbau kann man auch einfach selbst in die Hand nehmen und einer solidarischen Landwirtschaft wie zB SpeiseGut beitreten: https://www.speisegut.com/. Der Acker in den Havelmaten liegt in Berlin direkt an einer Bushaltestelle. Gemüse gibt es nach Saison einmal die Woche in Depots in ganz Berlin.

  3. 4.

    Ihr P.S.: Wenn es nicht so traurig wäre…. Und zu den Spreewaldgurken: Ich bin echt schockiert. An mir kann es nicht liegen; ich esse fast jeden Tag welche. Auch wenn es an anderem Ort weitergeht, ist es doch extrem schade.

  4. 3.

    Wenn man mir sagt wie ich helfen kann, bin ich dazu bereit. Ich bin aber unerfahren(um es nett auszudrücken).
    Es sollte aber schon an den Berliner Stadträndern sein. Ich darf leider kein Auto fahren aufgrund meiner Epilepsie. Ich weiß nämlich, daß auf dem Land i. d R. der ÖPNV dürftig ist.

  5. 2.

    Beschaffen sie uns auch das Personal? Bei uns fehlt genau das. Und Flächen, die werden nämlich gerade dringender für die Pferde der Randstädter gebraucht....
    PS: Ich liebe den Öpnv auch. Sie sind eingeladen diesen in Brandenburg zu genießen. Bringen sie bitte etwas Zeit mit.

  6. 1.

    Das hört sich sehr gut an, damit machen wir uns unabhängiger von anderen Staaten.
    Schade, das die Anbaufläche verringert wurde, gibt es gute Gründe dafür? Sonst hätten wir die 100.000 Tonnen vielleicht geknackt.
    Ich wäre dafür, daß die Anbauflächen ausgebaut werden.