Weitreichender Verzicht - Islamischer Fastenmonat Ramadan beginnt

Fr 28.02.25 | 09:55 Uhr
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Archivbild: Minarett der Moschee in der Brienner Straße, Berlin Wilmersdorf. (Quelle: dpa/Schoening)
Video: rbb24 Brandenburg aktuell | 28.02.2025 | Charlotte Gerling | Bild: dpa/Schoening

Für die rund 1,9 Milliarden Muslime auf der Welt beginnt am Freitagabend der traditionelle Fastenmonat Ramadan - rund 300.000 von ihnen leben Schätzungen zufolge in Berlin, etwa 30.000 in Brandenburg.

Gläubige Muslime verzichten währenddessen 30 Tage lang von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Genussmittel und Geschlechtsverkehr. Mit dem sogenannten Iftar, dem gemeinsamen Abendessen, wird das Fasten täglich beendet. Meist findet es im Kreis der Familie statt. Oft folgen spezielle Gebete in den Moscheen.

Der erste Fastentag ist der Samstag.

Ramadan endet mit Zuckerfest

Ihre Enthaltsamkeit soll die Gläubigen daran erinnern, dass die spirituellen und ethischen Lehren des Islams einen höheren Stellenwert haben als die eigenen Bedürfnisse.

Vom Fasten ausgenommen sind alle, die körperlich dazu nicht in der Lage sind, beispielsweise Schwangere oder kranke und ältere Menschen. Auch jüngere Kinder sind nicht zum Fasten aufgerufen, für ältere ist es freiwillig.

Der Ramadan endet in diesem Jahr am 30. März. An diesem Tag wird auch das Fest des Fastenbrechens, auch bekannt als Zuckerfest, gefeiert. Die Bräuche, etwa Geschenke für die Kinder und Besuche bei Verwandten, erinnern teils an das Weihnachtsfest.

Das Fasten gehört wie das Glaubensbekenntnis, die täglichen Gebete, die Armensteuer und die Pilgerfahrt nach Mekka zu den fünf Säulen des Islam.

Christen fasten von Aschermittwoch bis Ostern

Der Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender und verschiebt sich pro Jahr um elf Tage. Der genaue Beginn hängt von der Sichtbarkeit der Neumond-Sichel ab, die in der Nacht vor dem ersten Fastentag gesichtet werden muss.

Die meisten Religionen kennen Fastenzeiten. Christen fasten von Aschermittwoch bis Ostern.

Sendung: rbb24 Brandenburg aktuell, 28.02.2025, 19:30 Uhr

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27 Kommentare

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  1. 26.

    Zuerst fragst du ‚Wer will das wissen?‘ und dann beschwerst du dich darüber, dass darüber berichtet wird. Offensichtlich gibt es ein Interesse daran, sonst wäre es kein Thema. Wenn dich solche Nachrichten nicht interessieren, steht es dir frei, sie zu ignorieren – anstatt dich darüber aufzuregen, dass andere sich damit beschäftigen. Sowieso wissen wir beide das es solche Schlagzeilen auch zu christlichen festen geben wird. Ist es zu viel verlangt das Menschen wie sie einfach leise ihre Frustration odrr sonst irgendwas für sich behalten?

  2. 25.

    Du scheinst nicht wirklich zu verstehen, worum es beim Fasten geht. Es ist nicht dazu da, das weltweite Leid zu lösen – genauso wenig wie Weihnachten oder andere religiöse Feste. Es geht um die Religion, Selbstdisziplin und Gemeinschaft. Dass du es nicht nachvollziehen kannst, ist dein gutes Recht. Aber Religionsfreiheit bedeutet auch, dass du anderen nicht vorschreiben musst, wie sie ihre Überzeugungen leben. Wenn dich das Thema so stört, steht es dir frei, es einfach zu ignorieren. statt darüber herzuziehen, ohne wirklich Ahnung zu haben sollte man am besten lieber gar nichts sagen

  3. 24.

    Wenn irgendwelche Leuchter oder "Happy Ramadan" Botschaften im öffentlichen Raum Sie so dermaßen verunsichern, dass Sie sich fragen, in welchem Land Sie eigentlich leben und sich nicht mehr getrauen, zu Weihnachten einen Christbaum aufzustellen, scheinen Sie entgegen Ihres Nicknames nicht "Frei", sondern eine überängstliche Person zu sein.

    Das religiöse Fasten ist eine uralte Tradition, die von Anhängern aller großen Glaubensrichtungen praktiziert wird und vor der man sich wirklich nicht fürchten muss, Herr/Frau "Frei".

  4. 23.

    Genau so wie es Christen vom Fundamentalisten bis zum Kirchenvonaußenkenner gibt, findet man diese auch bei den Menschen muslimischen Glaubens. Alle vereint, das sie sich nach dem "Brimborium", wie immer dies auch heisst, den "Wanst" vollschlagen - vom Schweinebraten bis Baklava. Jeder betet, oder auch nicht, zu seinem Gott. Für alle, oder sehr viele, hat das Fastenbrechen auch einen Eventchrakter. Der historische Hintergrund des Fastens liegt in den Lebensgeschichten von Jesus und Mohamed, die jeweils eine Phase des Verzichts durchlebten.
    Ich bin zwar nicht getauft, eher ein Kirchenzaunvonaußenkenner, finde aber, man sollte solche Sitten und Gebräuche nicht schlechtreden. Sie haben auch was verbindendes. Jeder nach seiner Facon.

  5. 22.

    Hier leben viele Menschen die den Ramadan feiern oder zelebrieren. Das respektiere ich vollkommen, solange ich mich als Christ im eigenen Land nicht dafür entschuldigen muss, Weihnachten, Ostern und so weiter zu feiern.
    Auf die göttlichen Süßigkeiten meiner Nachbarin zum Zuckerfest, freue ich mich jetzt schon.

  6. 21.

    Ich denke, die Fastenzeit gab es schon vor den aktuellen Religionen, weil zu dieser Zeit meistens die Ernte des vorherigen Jahres aufgegessen war und noch nichts Neues gewachsen ist. Das lässt sich vielleicht besser ertragen, wenn man glaubt, dass irgendein höheres Wesen will, dass man fastet. Menschen sind super darin, sich etwas vorzumachen. Und da man damit offenbar bis jetzt nicht ausstirbt, läuft das zunächst so weiter.

  7. 20.

    Da diese Sitte aus dem Orient stammt, mussten sich die Erfinder natürliche keine Gedanken über die Tageslängen abhängig vom Breitengrad machen. Aktuell dürfte das mit der Fasterei unproblematisch sein. Ich frage mich aber, was gläubige Moslems nördlich des Polarkreises tun, wenn der Ramadan auf den 20. Juni fällt.

  8. 19.

    Schluss mit dem Konsum -Terror an Weihnachten ! Lieber echten Terror, den die Deutschen anscheinend mittlerweile als normal ansehen. Da gab's auch noch keine Demonstrationen von zig Hunderttausenden im ganzen Land. Warum eigentlich nicht ? Zu faul ?

  9. 18.

    Schluss mit dem Konsum -Terror an Weihnachten ! Lieber echten Terror, den die Deutschen anscheinend mittlerweile als normal ansehen. Da gab's auch noch keine Demonstrationen von zig Hunderttausenden im ganzen Land. Warum eigentlich nicht ? Zu faul ?

  10. 17.

    Die Schlagzeile kommt. Spätestens mit der Debatte, warum an Karfreitag ein Tanzverbot gilt.

  11. 16.

    auch auf Messer?

  12. 15.

    Komisch, musste ich noch nie. Muss dafür alle Jahre wieder auf's Neue erklären, warum ich Weihnachten hasse. Und zum Dank darf ich dann trotzdem gefälligst den ganzen Weihnachtsterror ertragen.

  13. 13.

    Geht mir genauso, deshalb Danke rbb für die Infos zu Ramadan. Bildungsauftrag für heute erfüllt.

  14. 12.

    Fasten ja. Warum? Um das Leid derjenigen mit zu ertragen, die davon nicht nur während dieser Periode betroffen sind? Die Menschen, die auch nach Sonnenuntergang nix zum Essen haben Gedenken? Und nach dem ganzen Brimborium haut man sich den Wanst voll mit jede Menge Süßkram. Ganz toll. Damit ist allen geholfen.

  15. 10.

    Na dann , hoffe auf die gleiche Schlagzeile an Ostern .....Weihnachten...... Fronleichnam....ect.

  16. 9.

    Wer will das wissen?

  17. 8.

    Und der Grünen geleitete Bezirk Friedrichshain Kreuzberg stellt auch Leuchter auf. Ich frag mich manchmal, in welchem Land ich als Bürger Deutschlands noch lebe. Muss mich rechtfertigen, wenn ich zum Weihnachtsfest einen Weihnachtsbaum aufstelle. Bin kein AFD Wähler.