Cottbus-Senftenberg - Fortbestand des "Creative-Open-Labs" an der BTU vorerst gesichert

Mo 31.03.25 | 16:41 Uhr
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Archivbild: Hendrik Schulz, Zimmermann und Ausbildungsexperte der Berufsorientierung der Handwerkskammer Cottbus, zeigt einer 14-jährigen Schülerin den Umgang mit einer Kreissäge im CreativeOpenLab (COLab) an der Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). (Quelle: dpa/Pleul)
Bild: dpa/Pleul

Das "Creative-Open-Lab" (Colab) der BTU Cottbus-Senftenberg (Spree-Neiße) bleibt auch nach dem Auslaufen der bisherigen Fördergelder bestehen – wenn auch zunächst eingeschränkt. Das teilte der Vize-Präsident für Forschung und Transfer der BTU, Michael Hübner, dem rbb am Montag mit.

"Wir haben verschiedene Optionen geprüft, darunter die Übernahme durch einen wirtschaftlichen Partner oder eine vorläufige eingeschränkte Weiterführung durch die Fachabteilung der BTU", erklärte Hübner. Um den Betrieb des "Colab" fortzuführen, übernehme die BTU nun vorerst die Finanzierung und sichert so zunächst den Zugang für Startups und mittelständische Unternehmen. In der Zwischenzeit will die BTU eine Lösung für die Finanzierung finden, um den Zugang zum Makerspace auch langfristig wieder erweitern zu können, wie es hieß.

Innovationsraum für Bildung, Forschung und Startups

Das "Colab", das 2021 als Teil eines Strukturwandelprojekts gegründet wurde, gehört zum Gründungszentrum der Universität und hat sich laut Hübner zu einem wichtigen Innovations- und Experimentierraum entwickelt. "Der Impact, was Ansiedlungen aber auch die Wirtschaft betrifft, ist in der Region wirklich enorm", sagte Hübner.

Auf 600 Quadratmetern und in fünf Werkstätten können Studierende, Schüler und interessierte Cottbuser in Intensiv-Workshops und Praxismodulen Grundlagen im 3D-Druck, Schweißen, Lasern und Tischlern lernen. Innerhalb der letzten vier Jahre wurden im "Colab" Prototypen von über 300 Projekten aus der Forschung und Industrie umgesetzt, unter anderem ein Speziallenker für die Paralympics.

Förderprojekt Startup "Revier EAST" endet

Das "Colab" wurde bisher aus Strukturmitteln im Zuge des Startup "Revier EAST"-Projekts finanziert. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sowie dem Europäischen Sozialfonds (ESF) vergeben und endet am 1. April 2025.

Das Förderprojekt wurde vom BMWK initiiert, um Start-ups und Gründer in der Region zu unterstützen, Innovationen zu fördern und die lokale Wirtschaft zu stärken.

Sendung: rbb24 Inforadio, 31.03.2025, 13:30 Uhr

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5 Kommentare

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  1. 5.

    Ich lese hier nur Nebelkerzen die absolut nichts Konkretes aussagen: welche genauen Optionen wurden denn geprüft und an welchen Stellen war ein Zusammenkommen nicht möglich (und hätte man da nicht einen Spielraum gehabt)?
    Ebenso mit der "vorläufige eingeschränkte Weiterführung". Was genau ist vorläufig (und wovon hängt die Dauer ab) und an welcher Stelle gibt es Einschränkungen (mit welchen Auswirkungen)?
    Der Artikel und Herr Hübner sagen absolut nichts aus, mit dem ein Ansatz für eine mögliche Weiterführung deutlich wird.
    Viele Worte, aber es wird nichts gesagt und das, nachdem hier vier Jahre Geld gefloßen ist. Aus meiner Sicht sagt dieses "Nichtssagende" wohl aus, dass es hier keine (positive) Ergebnisse gibt.

  2. 4.

    Steht doch ganz klar da, dass man diese Optionen geprüft hat, nun aber selber die Finanzierung der Fortführung übernimmt. Also man konnte das mit den "geprüften Optionen" nicht umsetzen und muss es jetzt erst mal selber machen.

    und "in der Zwischenzeit will die BTU Lösungen für die Finanzierung finden" heißt eigentlich man hat nur kurzfristig Geld und langfristig nicht.

    Zumindest lese ich das so raus.

  3. 3.

    ""Der Impact, was Ansiedlungen aber auch die Wirtschaft betrifft, ist in der Region wirklich enorm", sagte Hübner." Blumige Worte, aber konkrete Zahlen kommen nicht. Die Förderung lief vier Jahre, weil 17 Jahre später der Braunkohleabbau gestoppt werden soll. Kann man vorausschauend nennen, mir fallen auch andere Begriffe ein. Was es aber nicht sein kann ist eine Dauerfinanzierung durch Steuerzahler aus anderen Regionen. Die Übernahme durch einen wirtschaftlichen Partner wird erwähnt, aber auch ohne Nennung von Ergebnissen. Insgesamt hört es sich sehr nach "Ziel verfehlt" an. Wenn diese Einschätzung falsch ist, können doch Erfolgsnennungen angefügt werden.

  4. 2.

    Findet es noch jemand komisch wenn der "Innovations- und Experimentieraum" mit dem "Impact der Region" einfach "vorübergehend" eingeschränkt nutzbar ist ? Klingt für mich nach verbrannten Fördermitteln und man versucht es zu beschönigen, damit man nicht doof dasteht.

    300 Prototypen aber man kann nur ein Beispiel nennen? Schlecht recherchiert liebes rbb24 Team oder einfach keine Lust ?

  5. 1.

    Es ist schon etwas verwunderlich, warum hier nicht etwas mehr Kontext gegeben wird. Was bedeutet zum Beispiel "zunächst eingeschränkt"?

    Die Uni hat den Mitarbeiten gekündigt, aber die Räume nicht - muss die Miete also noch ein paar Monate bezahlen. Das jetzt als "sichert so zunächst den Zugang" zu verkaufen, ist schon dreist. Die Uni übernimmt jetzt die Finanzierung und will eine Lösung für die Finanzierung finden. Kleine Frage: wer hätte genau dies denn die letzten Jahre schon tun müssen? Richtig, die Uni. Passiert ist nichts. Ein tragfähiges Konzept hätte schon vor langer Zeit stehen müssen. Die Uni scheint sich jetzt nochmal als Retter hinzustellen, um dann Ende des Jahres sagen zu können "Hachja, wir haben es probiert, aber geklappt hat es nicht." Eine Farce.