Bund korrigiert Zahlen -
Die Kosten für die Verlängerung der A100 im Berliner Osten haben sich erneut erhöht. Laut einer parlamentarischen Anfrage der Grünen rechnet der Bund für den 16. Bauabschnitt aktuell mit Ausgaben in Höhe von 720 Millionen Euro.
Das sind noch einmal 20 Millionen Euro mehr als bei der letzten Schätzung. Zuerst hatte der "Tagesspiegel" [Bezahlinhalt] berichtet. Die ursprünglich veranschlagten Kosten lagen einst bei 312 Millionen Euro.
Unklarheit über die Folgen für den Innenstadtverkehr
Laut Bundesverkehrsministerium soll der 16. Bauabschnitt bis Ende 2024 fertig sein und die neue Autobahnstrecke dann zwischen den Anschlussstellen Neukölln und Treptower Park in Betrieb genommen werden.
Der Bau ist umstritten, weil unter anderem weiterhin unklar ist, wie die umliegenden Straßen den zusätzlichen Verkehr aufnehmen sollen. Das erforderliche Konzept für die Inbetriebnahme des Bundes, auf den das Land Berlin sein Verkehrskonzept aufbauen muss, liegt noch immer nicht vor. "Weder im Land noch beim Bund scheint jemand einen Überblick über die tatsächlichen Zahlen, die erwartbaren Kosten und die vollumfänglichen Maßnahmen zu haben, die nötig sind, um den 16. Bauabschnitt der A100 abzuschließen", sagte die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen, Antje Kapek.
Sendung: rbb24 Inforadio, 07.07.2023, 12:20 Uhr