Ausweitung des Einsatzgebiets - BVG-Rufbusse Muva fahren ab März stadtweit

Fr 28.02.25 | 19:24 Uhr
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Fahrzeuge des On-Demand-Service BVG Muva stehen auf dem Betriebshof Lichtenberg der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). (Quelle: dpa/Fabian Sommer)
Audio: rbb 88.8 | 01.03.2025 | Martin Grunwald | Bild: dpa/Fabian Sommer

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) weiten ihr Angebot für Fahrgäste aus, die in der Mobilität eingeschränkt sind.

Ab dem 1. März können die Rufbusse berlinweit im Tarifgebiet A/B genutzt werden, wie die BVG am Mittwoch mitteilte. Bislang konnten die sogenannten Muva-Busse nur bestellt werden, wenn an einem Bahnhof ein Aufzug fehlte oder defekt war und die Betroffenen die Züge nicht erreichen konnten. Künftig kann der Bus in einem Radius von fünf Kilometern auch für Direktfahrten gebucht werden, wenn etwa ein langer Fußweg nötig wäre oder es auf einer Buslinie gerade sehr voll ist.

Buchbar per Telefon oder App

Der barrierefreie Rufbus ist per Telefon oder App bis zu sieben Tage im Voraus oder spontan für alle Menschen mit Mobilitätseinschränkungen buchbar - beispielsweise Menschen mit Schwerbehinderungen, ältere Menschen, Personen mit Rollatoren, Kinderwagen oder Kleinkindern. Zur Mitfahrt reicht ein gültiges VBB-Ticket.

Dagegen wird ein anderer Muva-Service zum März eingestellt: Die Kleinbusse, die bislang im Osten der Stadt in weniger gut angebundenen Gebieten unterwegs waren, fahren dann nicht mehr. Das Angebot sei zu wenig genutzt worden, so die BVG.

Sendung: rbb 88.8, 01.03.2025, 09:00 Uhr

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8 Kommentare

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  1. 7.

    Sie haben bestimmt Recht. Leider konnte ich Ihren Beitrag nicht ganz verstehen. Was bedeuten die englischsprachigen Worte? Achso, halte jede Unterstützung für mobilitätseingeschränkte Menschen als Grundversorgung für notwendig.

  2. 6.

    Rufbusse mögen auf den ersten Blick eine gute Idee sein, doch es gibt wesentliche Gründe, warum sie ineffizient und problematisch sein könnten. Das Angebot richtet sich primär an Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, was prinzipiell löblich ist. Allerdings verursacht der flächendeckende Einsatz hohe Kosten und logistische Herausforderungen. Die Planung und Verfügbarkeit von Rufbussen erfordert eine aufwendige Koordination und kann zu längeren Wartezeiten für die Nutzer führen. Zudem wird der Service möglicherweise von Personen missbraucht, die ihn eigentlich nicht dringend benötigen, wodurch die wirklich Bedürftigen benachteiligt werden. Schließlich stellt der Einsatz von Kleinbussen eine zusätzliche Verkehrsbelastung dar und könnte den ohnehin stockenden Verkehr in der Stadt weiter verschärfen. Es ist daher fraglich, ob Rufbusse tatsächlich die beste Lösung für die Mobilitätsprobleme in Berlin sind.

  3. 5.

    Können wir uns hier nicht erst einmal finanziell auf die Grundversorgung fokussieren? Es ist ja ein nett-gemeintes Angebot, aber nur ein Nice2Have. Solange jedoch die Grundstandards sog. Musthaves noch nicht in der Stadt funktionieren, ist es absolut nicht angebracht hier derartige "Zusatzleistungen" zu launchen. Ich kann an dieser Stelle nur auf die 2. größte Stadt Hamburg verweisen. Die bekommen vieles besser hin - einige Beispiele: Z.B. eine APP, die durch einen 7% Rabatt zum Umstieg motiviert oder auch eine 09h 5-Personen-Gruppentageskarte, die ebenfalls zum Stehenlassen des eigenen Kfz Für Berlin wäre eine Verknüpfung von Übernachtungsabgabe in Kombination mit einem ÖPNV-Ticket wichtig, damit weniger Touristen mit dem eigenen Auto durch unsere Straßen fahren. Berlin verpasst hier, wichtige Anreize für alle zu schaffen und arbeitet mit Verboten und hohen Kosten, das ist ein sehr großer Fehler. Zeit zum Umdenken! Positiv-Anreize funktionieren einfach viel besser.

  4. 4.

    Das Angebot gilt für mobilitätseingeschränkte Menschen. Nicht für jeden dem der Bus zuvoll ist oder der nicht 1 km oder ähnliches laufen möchte.

  5. 3.

    Wie definiert sich "langer Fußweg" ubd "zu voll"? Und wenn das die Kriterien sind, müssen die Kleinbusse in den bisherigen Bereichen ja weiter fahren. Denn schlechte Anbindung bedeutet ja lange Laufwege und im Stadtgebiet ist es auch.
    Der Artikeln lässt mehr Fragen offen als er beantwortet.

  6. 2.

    „Wenn es auf einer Buslinie gerade voll ist“.

    Dann dürften die Nutzungszahlen des muva steigen, denn wenn ich sehe wie voll einige Buslinien sind bei mir in der Nähe, sollte das keine Grundlage sein für die Benutzung.

    Wie ist es bei Streik?

  7. 1.

    Na endlich, das wurde aber auch langsam Zeit!