Kein Sprengstoff gefunden - Mutmaßliche Anschlagspläne: Fünf in Potsdam in Gewahrsam genommene Syrer wieder frei

Fünf Syrer, die wegen des Verdachts einen mutmaßlichen Anschlag in Berlin geplant zu haben am Samstag in Gewahrsam genommen wurden, sind wieder auf freiem Fuß. In einer in dem Zusammenhang durchsuchten Wohnung wurde kein Sprengstoff gefunden.
Fünf Syrer, die am Samstag in Potsdam wegen eines möglichen Anschlags in Berlin in Gewahrsam genommen wurden, sind wieder frei.
Das Polizeipräsidium Brandenburg hat dem rbb am Sonntagnachmittag mitgeteilt, dass in einer verdächtigen Wohnung in Potsdam kein Sprengstoff gefunden worden sei. Spezialkräfte hatten die Wohnung am Samstag durchsucht und dabei einen verdächtigen Gegenstand abtransportiert, um ihn gegebenenfalls zu entschärfen. Die Wohnung gehörte einer der vorübergehend in Gewahrsam genommenenen Personen.
Bei dem verdächtigen Gegenstand handelte es sich um ein Handy, wie der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Gernot Bantleon, der dpa am Montag sagte. Nach Untersuchungen sei vermutet worden, dass sich darin eine Sprengkapsel befinde, was sich nicht bewahrheitet habe.
Tschetschene in Haft
Ein Tschetschene mit russischer Staatsangehörigkeit war am Donnerstag am Flughafen BER festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, in Berlin einen Anschlag geplant zu haben. Das Ziel könnte die israelische Botschaft gewesen sein. Der 18-Jährige ist in Untersuchungshaft.
Er wohnte laut Ermittlungsbehörde nicht in der durchsuchten Wohnung. Die fünf Personen, die vorübergehend in Polizeigewahrsam kamen, waren im Kontext der Wohnungsdurchsuchung am Samstag in Potsdam dort festgestellt worden. Den Gewahrsam konnten sie am Wochenende einem Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft wieder verlassen, nachdem dort kein Sprengstoff gefunden worden war.
Hinweis von ausländischem Nachrichtendienst
Zwei weitere Verdächtige sind offenbar nach Somalia ausgereist, wo Kontakte zur Terrorgruppe Islamischer Staat bestehen sollen. Dabei handelt es sich um einen Deutschen und einen Russen. Der 18-jährige Tschetschene, der am Flughafen BER festgenommen worden ist, wollte mutmaßlich auch dorthin.
Wie konkret der mutmaßliche Anschlagsplan des 18-Jährigen war, sagte die Generalstaatsanwaltschaft am Montag nicht. Ihre Ermittlungen zu dem Fall dauerten an, hieß es. Gegen den 18-Jährigen wird wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt.
Der Hinweis auf die Anschlagsplanung soll von einem ausländischen Nachrichtendienst gekommen sein.
Korrekturhinweis: In einer ersten Fassung dieses Texts war fälschlicherweise die Rede von fünf Festnahmen. Das ist nicht korrekt. Richtig ist, dass die fünf Männer vorübergehend in Gewahrsam waren. Wir bitten um Entschuldigung.
Sendung: Antenne Brandenburg, 24.02.25, 12:30 Uhr