Mathe und Deutsch - Bildungsniveau bei Berliner Dritt- und Achtklässlern sackt weiter ab

Mi 23.08.23 | 17:32 Uhr | Von Efthymis Angeloudis
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Symbolbild: Ein Lehrerin schreibt eine Mathematikaufgabe auf eine digitale Schultafel im Klassenraum einer 4. Klasse einer Grundschule. (Quelle: dpa/J. Stratenschulte)
Audio: rbb24 Inforadio | 23.08.2023 | Michael Ernst | Bild: dpa/J. Stratenschulte

Ein Großteil der Dritt- und Achtklässler in Berlin haben deutliche Schwächen in den Fächern Mathematik und Deutsch. Bildungssenatorin Günther-Wünsch kündigte eine Strategie an, mit der die Unterrichtsqualität verbessert werden soll. Von Efthymis Angeloudis

Berliner Dritt- und Achtklässler haben eklatante Defizite in den Kernfächern Mathematik und Deutsch. Das zeigen die Ergebnisse der Vergleichsarbeiten durch das Institut für Schulqualität, die dem rbb vorliegen. Zuerst hatte der "Tagesspiegel" [Bezahlinhalt] berichtet.

Bei der Vergleichsarbeit (VERA) handelt es sich um einen bundesweit durchgeführten Test für die Jahrgangsstufen 3 und 8, mit dem man die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler misst.

Vier von zehn Drittklässlern haben laut der Auswertung kaum aufholbare Bildungslücken in Deutsch und Mathematik. Dies ist eine Verschlechterung um fünf Prozentpunkte. Noch schlechter steht es um Berliner Achtklässler aus Sekundar- und Gemeinschaftsschulen. Hier scheitern 60 Prozent an den einfachsten Deutschaufgaben im Lesen und in der Grammatik. In Mathematik sind es sogar – je nach Stoffgebiet – 65 bis 77 Prozent.

Senatorin will Fachbereichsleitungen an Grundschulen

Die Berliner Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) nannte die Ergebnisse "nicht hinnehmbar" und kündigte Maßnahmen an den Grundschulen an. "Mir ist es ein Anliegen, die VERA-Daten künftig intensiver und auch schulscharf auszuwerten." Die Bildungssenatorin verwies dabei auf die Arbeit einer Qualitätskommission, die derzeit eine Gesamtstrategie erarbeite, mit der die Unterrichtsqualität verbessert werden soll.

"Bisher waren wir jedes Jahr entsetzt, wie die Zahlen sind", sagte Günther-Wünsch am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Pankow. "Wir haben zwei Drittel der Schüler, und es werden tendenziell mehr, die nicht die Basiskompetenzen erreichen." Günther-Wünsch kündigte an, Fachbereichsleitungen für Deutsch und Mathematik an den Grundschulen einzusetzen, um Förderstrukturen aufzubauen. "Der Fachbereichsleiter für Mathematik oder der Fachbereichsleiter für Deutsch muss sich dann überlegen, was fängt er mit den VERA-Ergebnissen in diesen zwei Hauptfächern an."

"Nett", aber "löst das Problem nicht"

"Das klingt nett", sagt Philipp Dehne, Mitinitiator der Bildungskampagne "Schule muss anders", "aber das löst doch das Problem nicht". Fachleitungen gebe es schon an weiterführenden Schulen. "Das ist Teil dieser Denke: Wir testen mehr. Aber durch mehr Tests werden Schüler nicht besser."

Für Dehne sind die Ergbenisse dramatisch, vor allem für die Bildungsbiografien der Jugendlichen, aber wenig überraschend. "Es ist weiterer Befund für die Bildungskrise, in der wir uns seit Jahren befinden." Die Bildungskampgane weise wie auch die Bildungsgewerkschaft GEW seit Jahren darauf hin, dass die Schulen mehr Unterstützung brauchen und auch über mehr Personal verfügen sollten. "Und seit Jahren werden die Warnrufe ignoriert", sagt Dehne.

Man sollte nicht alle Defizite der Pandemie zuordnen.

Andreas Schleicher, OECD-Bildungsdirektor

OECD-Bildungsdirektor: Schon vor der Pandemie große Leistungsdefizite

Die Vergleichsarbeiten waren die ersten flächendeckenden Untersuchungen für Dritt- und Achtklässler nach der Corona-Pandemie. Viele Kinder und Jugendliche sind durch die Schulausfälle in der Pandemie weiterhin im Lernrückstand.

"Ganz sicher haben die in Deutschland sehr langen Schulschließungen während der Pandemie, ebenso wie der Mangel an guten digitalen Alternativlösungen, negative Auswirkungen auf Schulleistungen gehabt, insbesondere für Schüler aus sozial ungünstigem Umfeld", sagte der OECD-Bildungsdirektor und Chef der Pisa-Studie, Andreas Schleicher dem rbb. "Auf der anderen Seite zeigen ja bereits Vergleichsstudien aus der Zeit vor der Pandemie große Leistungsdefizite auf, so dass man nicht alle Defizite der Pandemie zuordnen sollte."

Lehrkräftemangel spitzt sich zu

Auch der Vorsitzende des Landeselternausschusses Norman Heise beschreibt die Ergebnisse als "katastrophal". "Das können wir uns definitiv nicht leisten." Auch vor Corona hätte Berlin im Bundesvergleich relativ schlechte Ergebnisse gehabt. "Aber man muss differenzieren, es gibt Schulen die besser durch die Zeit gekommen sind, es gibt Schulen, die nicht so gut durch die Zeit gekommen sind", fügte Heise hinzu. Vor allem mache sich der der Lehrkräftemangel massiv bemerkbar, gerade in den Kernfächern Mathematik und Deutsch.

Seit Jahren kämpfen die Schulen in Berlin mit dem Lehrkräftemangel. Mittelfristig erwartet die Bildungsverwaltung nach eigenen Angaben, dass sich die Lage noch weiter zuspitzt. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler steigt. Bis zum Schuljahr 2031/32, so die Prognose, wird die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die öffentlich allgemeinbildende Schulen in Berlin besuchen, um etwa 25.000 auf 372.280 ansteigen. Für den Lehrkräftebedarf heißt das: Es werden rund 2.000 zusätzliche Vollzeitstellen gebraucht.

Mehr Lehrkräfte, aber auch mehr Schülerinnen und Schüler

Für das neue Schuljahr haben sich zwar mehr Lehrkräfte an den Berliner Schulen beworben als im Jahr zuvor. Bislang seien 3.225 Lehrerinnen und Lehrer neu eingestellt worden, rund 150 mehr als im vergangenen Schuljahr, teilte Günther-Wünsch mit. Es könnte sein, dass das Defizit in diesem Jahr geringer ausfalle als zuvor. Wie viele Lehrkräfte zum Beginn des Schuljahres noch fehlen würden, lasse sich erst durch eine Schnellabfrage nach Schulbeginn verlässlich sagen. Die Ergebnisse dieser Abfrage lägen dann Ende September vor. Demgegenüber stehen mit rund 395.000 Schülerinnen und Schülern jedoch so viele wie nie zuvor.

"Wir müssen den Lehrerberuf attraktiver machen und vor allem den Arbeitsort Schule wieder attraktiver machen", so die CDU-Politikerin. Sie verwies darauf, dass Schulen mehrere Möglichkeiten hätten, flexibel auf ihre jeweilige Personalsituation zu reagieren. So könnten nicht besetzte Lehrkräftestellen, wenn nötig auch nur vorübergehend, in Stellen für andere Professionen wie etwa Therapeutinnen, Sprachlernassistenten oder Erzieherinnen umgewandelt werden.

Sendung: rbb24 Abendschau, 23.08.2023, 19:30 Uhr

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135 Kommentare

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  1. 134.

    Bitte mal eine Auswertung nach Stadtbezirken.

  2. 133.

    Sie fänden es also besser, wenn Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf weiterhin ausgegrenzt würden...?

  3. 132.

    Absolut richtig, Uwe, und deswegen spricht die psychologische Wissenschaft dabei von „Bestätigungsfehler“. ;-)

  4. 131.

    Das Schulsystem der DDR war ein Leistungssystem; wer die erforderliche Leistung nicht schaffte, blieb sitzen oder wechselte in eine Sonderschule. In Sonderschulen, auch Hilfsschulen genannt, waren die Anforderungen geringer die Klassen kleiner und es gab Sonderschupädagogen. Am Ende lernte jeder Sonderschüler einen Beruf, der seinen Fähig- und Fertigkeiten entsprach, kein Kind blieb auf der Strecke und hatte Erfolgserlebnisse, wurde motiviert. Das bedeutete auch, dass diese Kinder nicht aufgegeben haben und den Unterricht derer störten, die den Lehrstoff erfassen konnten. Der Lehrer musste sich nicht permanent um das Kind kümmern, das nicht mithalten konnte. Heute heißt das Zauberwort Inklusion und das Ziel ist bekannt. Das Ziel wird selten erreicht, Wunsch und Wirklichkeit kollidieren. Das sorgt dafür, dass das Lerntempo leidet, genau wie Schüler, Lehrer und Eltern. Das Ergebnis ist bekannt. Durchschleppen um jeden Preis hat eben seinen Preis, zusätzliche Lehrer dafür sind nicht da!

  5. 130.

    Ich schließe mich "Uwe" an. Sie sollten einfach nicht Ihre persönlichen Erfahrungen auf die Allgemeinheit übertragen.

  6. 129.

    Antwort auf "Ansgar" vom Donnerstag, 24.08.2023 | 18:51 Uhr
    "Haben Sie die von Ihnen beklagte Veruntreuung innerhalb Ihres Bekanntenkreises denn zur Anzeige gebracht? " nein, ich habe sie nicht angezeigt, ich habe mit den Erwachsenen darüber gesprochen und den Kindern geholfen. Tatsächlich hat meine "Ansprache" in einer Familie etwas bewirkt, es wurde ein Haushaltsbuch geführt und das Kindergeld für die Bedürfnisse der Kids zurückgelegt. In der zweiten Familie ist der alk-abhängige Vater kurze Zeit später verstorben und die Mutter hat sich professionelle Hilfe geholt.Was hätte denn eine Anzeige bewirkt?

  7. 128.

    Haben Sie die von Ihnen beklagte Veruntreuung innerhalb Ihres Bekanntenkreises denn zur Anzeige gebracht? Oder haben Sie das lediglich achselzuckend registriert und echauffieren sich jetzt nur hier darüber?

  8. 127.

    "Klischees und Vorurteile brauche ich nicht; ich gehe mit offenen Augen durchs Leben und habe das, was ich beschrieben habe, oft im Bekanntenkreis erlebt. "

    Das ist oft so, dass man seine Vorurteile und Klischees im eigenen Umfeld bestätigt sucht.... und findet.

    Ich würde mir nie erlauben aufgrund meiner Erfahrungen aus meinen Freundes- und Bekanntenkreis Rückschlüsse auf die Allgemeinheit zu ziehen, auch wenn das sehr wünschenswert wäre.

    Alles Demokraten mit hohen Bildungsgrad aber durchaus nicht alle Akademiker. Gerade deswegen würde keiner auf die Idee kommen auf solche plumpe Manöver wie von Lindner hereinzufallen.

  9. 126.

    Antwort auf "Gamer" vom Donnerstag, 24.08.2023 | 13:58 Uhr
    "Zum Glück gabs grad die Camescom mit Präsentationen zu spielerischem Lernen..." Dafür braucht man schon seit vielen Jahren keine
    G amescom; es gibt für jedes Alter tolle Lernspiele (z. B. die LÜK-Kästen), die haben den Vorteil, dass man sich gemeinsam mit dem Kind damit beschäftigt, anstatt dem Kind nur den PC einzuschalten. Das können nämlich viele Eltern auch nicht - wie wollen Sie dann etwas vormachen?

  10. 125.

    >Es wird hier das System der DDR so gelobt, aber wenn man genau hinschaut haben wir heute im Grunde das DDR-System mit der Gesamtschule und der darauf aufbauenden Oberstufe<

    Das DDR-Bildungswesen wurde und wird zu Recht gelobt. Immerhin galten und gelten Menschen aus der DDR als hervorragend allgemeingebildet, mit sehr guten Berufsausbildungen und Studienabschlüssen. Diese waren Garantie für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang. Alle meine Erfahrungen im In-und Ausland bestätigen das, die Personaler und/oder Weiterbildner waren begeistert, besonders im Vergleich.
    Und wenn ein ganzes Land - Finnland - das Schulsystem im Grunde 1:1 übernimmt nach langer Prüfung spricht das für sich.

    Ihre Aussagen basieren wohl eher nicht auf Kenntnis der beiden Schulsysteme. Das heutige System hat nichts, aber auch gar nichts mit dem DDR-Bildungssystem zu tun. Da ich beide Systeme von innen kenne, versichere ich ihnen, da liegen Welten dazwischen.

  11. 124.

    Man muss beides vermitteln, das Schreiben ist sehr wichtig, kann man nachlesen, worin der Wert des Aufschreibens besteht! Die Zusammenhänge mit der Denkleistung u. das Verknüpfen mit dem Merken! Und e-learning v.a., allein, setzt voraus, dass ich eine exzell. Leseferigkeit/schnelles Erfassen entwickelt habe. Dabei können selbstverständlich Screan u. Lernprogramme helfen, gar keine Frage, aber zunächst muss Kindchen wissen, was ein Ball, was ein Apfel und was eine Murmel/Kugel/Perle ist. Nämlich Bilder und Begriffe zusammenzu führen. Da kann man zeitig anfangen. Auch Kreuzworträtsel füre die Alterstufe halte ich für ein sehr probates Mittel. Es gibt zig Dinge, man muss sie kennen, man muss sie einsetzen - kurz man muss sie nutzen. Ich bin auch dafür, dass gewisse Prorgrammierbasics vermittelt werden, weil es auf die exakte Kenntnis der geschriebenen Worte ankommt, u. das richtige Eingeben d. Zeichen. Sonst läuft gar nichts. Auch schnelles Kopfrechnen ist n. verkehrt (Kontrollen üben)!

  12. 123.

    Antwort auf "Uwe" vom Donnerstag, 24.08.2023 | 15:19 Uhr
    "Sie bedienen sich der gleichen Vorurteile und Stereotypen wie Lindner, direkt aus der Boulevardpresse und Stammtischen abgeschrieben." Also "abgeschrieben" hab ich höchstens in der Schule mal und das ist verjährt. Klischees und Vorurteile brauche ich nicht; ich gehe mit offenen Augen durchs Leben und habe das, was ich beschrieben habe, oft im Bekanntenkreis erlebt.
    Die Gelder, die von den Eltern nicht abgerufen werden, sollten Ihnen nicht nachgetragen, sondern für alle Kinder sinnvoll eingesetzt werden

  13. 122.

    Nee, Sie nehmen einfach nicht zur Kenntnis; dass es in den Jahren davor schon großen Nachholbedarf gab und dass die Pandemie nur noch eins drauf gesetzt hat, aber nicht die Ursache für massive Defizite bei den Schülern ist.
    Seit Jahren liest man, wie mies DE in den PISA-Studien abschneidet und genau so lange kommen aus der Wirtschaft Klagen, dass die Azubis die Mindestanforderungen in den Grundfächern nicht erfüllen!
    https://www.swr.de/swr1/swr1leute/bildungsforscher-oecd-andreas-schleicher-100.html

  14. 121.

    "Das gegliederte Schulsystem ist krachend gescheitert - siehe z.B. diesen Artikel ("Noch schlechter steht es um Berliner Achtklässler aus Sekundar- und Gemeinschaftsschulen.") "

    So ist es, trotzdem oder gerade deswegen halten die Unionsparteien und die FDP daran fest. Selektieren statt Fördern.

  15. 120.

    "Als ehemaliger langjähriger Ausbilder habe ich mir ein Bild davon machen können, welchen Wissensverlust es seit der Einführung der Gesamtschule gegeben hat."

    Nanu? Ich dachte immer sie wären in der DDR aufgewachsen? Wie wollen sie das wissen? Die erste Gesamtschule wurde 1954 eingeführt, den Durchbruch gab es in den 70ern.

    In den neuen Bundesländern gab es dieses System erst nach der Wende. Funfact am Rande. Die überwiegende Teil der DDR Schüler waren in naturwissenschaftlichen Fächern den Schülern in den alten Bundesländern überlegen.

  16. 119.

    Es gibt hier keine "Gesamtschule" wie in der DDR. Daher weiß ich nicht, von welcher "Gesamtschule" Sie reden. In der DDR wurden die Kinder nicht selektiert, es gab Sitzenbleiben. An heutigen ISS oder Gemeinschaftsschulen kann niemand sitzenbleiben. Jeder wird ohne Frage versetzt. In diesen "Restschulen" sammeln sich Kinder mit Lernschwierigkeiten. Wenn sie dann merken, dass sie mit ihren Freunden "weiterlernen" dürfen, ohne jemals eine Leistung erbracht zu haben, verlieren sie die Motivation zum Lernen. Vorbilder an diesen Schulen haben sie eh nicht.

    Das gegliederte Schulsystem ist krachend gescheitert - siehe z.B. diesen Artikel ("Noch schlechter steht es um Berliner Achtklässler aus Sekundar- und Gemeinschaftsschulen.")

    Habe selbst an solchen Schulen lange unterrichtet, kenne die Zustände. Niemand in der Politik ist bestrebt, die Verhältnisse zu ändern. Lehrkräfte an diesen Schulen haben sich ebenfalls "eingerichtet", schließlich müsste man an Gymnasien mehr arbeiten.

  17. 118.

    Sie haben es einfach nicht verstanden, nicht wahr? Es geht hier nicht nur darum mit den Kindern zusätzlich zu üben. Meine Kinder konnten schon beide bei der Einschulung lesen. Es geht darum das wir Eltern während der Pandemie den kompletten Unterricht übernehmen mussten. Von den Schulen kam außer schlecht kopierten Zetteln in der Pandemie gar nicchts. Und nach der Pandemie besteht der Unterricht in Klassenaufteilung, Vertretungsunterricht oder einfach kompletten Ausfall. So etwas mussten SIE nicht auffangen.

  18. 117.

    Als ehemaliger langjähriger Ausbilder habe ich mir ein Bild davon machen können, welchen Wissensverlust es seit der Einführung der Gesamtschule gegeben hat. Dieser ist enorm, insbesondere in Mathe musst zusätzlich zum Ausbildungsinhalte noch die Grundlage dafür geschaffen werden, dass überhaupt die elementaren Bestandteile der Ausbildung gelernt wurden. Dieses hätte in Ihrer vielgerühmten Gesamtschule erfolgen müssen, aber das Niveau verschlechterte sich von Jahr zu Jahr!

  19. 116.

    "Es wäre für Sie wohl sehr informativ, wenn Sie sich einmal die Lehrbücher für die Meisterprüfung von Handwerkern anschauen, die einen Hauptschulabschluss hatten." Ja, genau, weil man ja auch nach der vierten Klasse (da ist man ca. 10 Jahre alt) schon weiß, dass das Kind ein Handwerkermeister wird! Die "Wahl" der weiterführenden Schule wurde vom Zeugnis und auf Rat der Grundschullehrer bestimmt.
    Andersrum wird ein Schuh draus: viele Handwerker suchten Azubis mit Abi, weil sie wussten, dass andere Schüler die Berufsschule nicht geschafft hätten.

  20. 115.

    Bei Ihnen scheint es an einem objektiven Vergleich zu fehlen. Ihre Antwort ist nicht ernst zu nehmen. Ich gehöre einer Generation an, die die Förderung in diesem dreigliedrigen Schulsystem genossen hat. Und wenn Sie sich einen eigenen Eindruck von der Wissensvermittlung in der Hauptschule vor den sog. „Reformen“ machen wollen empfehle ich Ihnen sich einmal die Lehrbücher für die Meisterprüfung anzusehen. Etwa 50% besteht aus Mathe und die zeigt komplexe Berechnungen auf.

  21. 114.

    Lindner ist nicht unbedingt mein Fall ... jedoch im Bezug auf die Kindergrundsicherung kann ich ihm sogar folgen.
    Was bringt es das Kindergeld zu erhöhen, damit es dann "wer für was" ausgeben kann?
    Geld in Kita/Schulen/Freizeiteinrichtungen zu stecken, kommt allen Kindern zu gute.
    Mit den Anträgen auf Teilhabe haben viele Eltern Schwierigkeiten und durch den bürokratischen Aufwand eher etwas "für die Tonne".

  22. 113.

    "Er hat doch nicht unrecht: da gibt's die neuesten Klamotten und Smartphones, riesige Fernseher, Alk und Zigaretten usw. und für Lebensmittel wird zur Arche oder zur Tafel gegangen."

    Sie bedienen sich der gleichen Vorurteile und Stereotypen wie Lindner, direkt aus der Boulevardpresse und Stammtischen abgeschrieben. Und genau diese Leute will Lindner erreichen.

    Divide et impera.

  23. 112.

    "Es wird hier das System der DDR so gelobt, aber wenn man genau hinschaut haben wir heute im Grunde das DDR-System mit der Gesamtschule und der darauf aufbauenden Oberstufe und was gibt es nichts als Klagen und stetig sinkende Leistungen!"

    Sie schreiben riesigen Blödsinn. In der DDR gingen (fast) alle gemeinsam 10 Jahre zur Schule. In keinem Bundesland ist das heute der Fall. Ihr Loblied auf das Schulsystem aus der Kaiserzeit ist nur eines: unfreiwillig lustig.

  24. 111.

    Seltsam - ich hab mir früher trotz 5 x 8 Stunden Arbeitszeit, einmal die Woche Elternaktiv, Einkaufen, Haushalt, Wäsche etc. täglich Zeit genommen, um mit meinen Kindern, Lesen, Schreiben und Rechnen zu üben. Fernseher blieb aus und Telefon jab et nich. Kommt halt drauf an, wat einem wichtiger is: Die Entwicklung der Kinder oder all around the clock am Handy daddeln!

  25. 110.

    Die Durchökonomisierung aller Lebensbereiche. Bewerten. Aussortieren. Natürlich wollen gerade junge Menschen möglichst oben schwimmen, das wird ihnen doch beigebracht. Nach unten treten, bloß nicht unten sein. Da sind die …, die ja nicht mit dem Kopf arbeiten usw. – und dann wundern, wenn keiner mehr diese – ordentlichen und benötigten – Berufe machen will, sie wurden ja auch schlecht gemacht.
    Und auch heute tönen Parteien: Studierte hätten es sich verdient, so viel besser vergütet zu werden als der "Rest". Die Sache mit A und B, dann gibt es eben auch viele "Köpfe" und wenig "helfende Hände". Stattdessen Spaltung der Gesellschaft.
    Seit den schwarzen 80ern. Hm.

  26. 108.

    Zum Glück gabs grad die Camescom mit Präsentationen zu spielerischem Lernen, das eben echt intrinsisch motiviert und Nebenbei-Aha-Lerneffekte bietet. Das schließt direkt an die Lebenswirklichkeit der digitalen Generationen an und könnte auch wieder Lust auf die Arbeitswelt machen, diese könnte sich anpassen.

  27. 107.

    Genau, es ist ein krankes System, da können abhängige Lehrer auch nichts rumreißen. Daher: System* wie in Skandinavien einrichten, das alte ad acta legen.

    *das also Schüler als Menschen/deren unteilbares Wesen insgesamt begreift und nicht als
    Stückwerk – wie hierzulande ja auch in der Medizin umgesetzt, ein ebenso dysfunktionales System, das komplett erneuert gehört

  28. 106.

    Es wird hier das System der DDR so gelobt, aber wenn man genau hinschaut haben wir heute im Grunde das DDR-System mit der Gesamtschule und der darauf aufbauenden Oberstufe und was gibt es nichts als Klagen und stetig sinkende Leistungen! Im alten dreigliedrigen Schulsystem im Westen waren die Schulen bis zu den Reformen in den achtziger Jahren an der Begabung der Schüler ausgerichtet. In der Hauptschule, die nach den Reformen zur Resterampe verkam wurde den handwerklich begabten Schülern das erforderliche Wissen für eine Ausbildung im Handwerk Schwerpunktmäßig beigebracht. Und wer meint Mathe wäre hier nicht erforderlich sollte sich einmal die Lehrbücher für die Ausbildung zum Handwerksmeister ansehen! Die Realschule war für kaufmännisch begabte Schüler und das Gymnasium für jene die nach dem Abitur an den Fachhochschuluen oder Hochschulen studieren wollten. In diesem System wurden die Schüler entsprechend ihren Begabungen gefördert!

  29. 105.

    Das Problem ist, diese Schüler hätten gar nicht in die 3. oder 8. Klasse versetzt werden dürfen.
    Aber das traut sich keiner. Kein Lehrer , kein Schulleiter u.s.w. Weil nicht sein kann was nicht sein darf.

  30. 104.

    Das Problem ist, diese Schüler hätten gar nicht in die 3. oder 8. Klasse versetzt werden dürfen.
    Aber das traut sich keiner. Kein Lehrer , kein Schulleiter u.s.w. Weil nicht sein kann was nicht sein darf.

  31. 103.

    Da irren Sie sich. Es wäre für Sie wohl sehr informativ, wenn Sie sich einmal die Lehrbücher für die Meisterprüfung von Handwerkern anschauen, die einen Hauptschulabschluss hatten. Der Mathematikteil dort hat es in sich. Das die Hauptschule zur Resterampe verkam begann etwa ab den achtziger Jahren, weil man meinte die Gesamtschule durchsetzen zu müssen und jeder das Ziel hatte, ob dafür begabt oder nicht zu studieren. Von diesem Zeitpunkt verkam das dreigliedrige Schulsystem, weil sogenannte selbsternannte Reformer sich nicht mehr an der Begabung der Schüler ausrichteten, sondern alle in einen Topf warfen. Was war die Folge, die ich als ehemaliger Ausbilder sehr deutlich wahrgenommen habe? Mit jedem Auszubildendenjahrgang ließen die Leistungen deutlich nach und immer weniger hatten im Grund den Wissensstand, der für eine Ausbildung erforderlich ist. Als Ausbilder hatte man diese schulischen Versäumnisse noch zusätzlich zur Ausbildung nachzuholen!

  32. 102.

    Wer nicht schreiben und lesen kann, kann auch keine Matheaufgabe lesen und beantworten.
    Bitte in den 1. Klassen das größte Augenmerk auf Lesen + Schreiben lenken.
    Musik, Kunst ect. kann auch später folgen ...
    Und bitte keine Schüler "mitziehen", die zum Ende der 2. Klasse noch nicht lesen/schreiben können, sonst kann alles andere nur schiefgehen.

  33. 101.

    Ich habe Schule mitgemacht, auf der Arbeit fast in die Verzweiflung getriebene Eltern wieder aufgebaut u. erlebe das nun noch bei einem Schulkind in einer Familie im Haus.
    Was ziemlich oft wechselte, waren die Anforderungen/regelrechte Experimente! Meine Arbeitskollegen waren sehr tough aufgestellte Personen, die an der Unverbindlichkeit verzweifelten. Mit "du hast noch Zeit..., das kommt schon noch,/immer wieder mal üben..." das sind keine Lösungen! Wer Kinder mag, muss Forderungen stellen, aber nicht die am untersten Level, sondern das, was mit Anstrengung, neuen Aha-Effekten/Wissen, muss ich mir merken/will ich wissen/klar kann ich u. Mühe, das muss doch nun klappen! - Diese blöde-Diskussion, keine Noten, bloß kein Wettbewerb, zieht sich hin bis zur Ausbildung. Ist ein Werkstück/Einbauteil falsch berechnet/bemessen/ zu kurz gearbeitet, passt nicht! - dann kommt der Regress. Jeder Schritt muss sitzen, das muss man lernen.Verantwortung!

  34. 100.

    Ist das ein Wunder, bei diesem Chaos was an unseren Schulen herrscht, viel zuviele Kinder, marode Schulen und vor allem keine Lehrer und Schüler die von zu Hause keinerlei Vorbildung mitbringen. Von dem sprachlichen Durcheinander erst gar nicht zu reden.
    Da kann kaum was Vernünftiges bei raus kommen.
    Deutschland verblödet.

  35. 99.

    "Corona-Maßnahmen. Weiß jeder mit Kindern im Grundschulalter, der nebenbei noch arbeiten musste. Und zwar in einem nicht "systemrelevanten" Beruf. Wie bestellt, so bekommen." Wo sind denn die großen Aufholmaßnahmen dafür? Zeitweise wieder Samstag Unterricht war in der Diskussion, Teile der Ferien nutzen war in der Diskission, spezielle Förderung bei Defiziten war in der Diskussion. Also an unserer Schule (in Ffo) war im Endeffekt nichts davon - und entsprechende Auswirkung auf die Leistungen und das Wissen.

  36. 98.

    Antwort auf "Pudel" vom Donnerstag, 24.08.2023 | 10:42 Uhr
    Mein Kommentar war ja die Antwort auf einen anderen, daher sehe ich den Zusammenhang nicht so richtig, aber:
    "Leistung ist, wenn ein Kind sich anstrengt." Nur, dass das nicht mit Noten bewertet werden kann, im Zeugnis müsste dann stehen" hat sich (sehr / stets / nicht...)bemüht...." über tatsächlich erworbene Fähigkeiten sagt das nichts aus. Schule "biegt nicht zurecht", sondern ist nach und mit dem Elternhaus eine Vorbereitung auf das weitere Leben, das u. a. aus Regeln und Leistungsdruck besteht. Wie sollen Lehrkräfte bei 30 Kindern das "Wesen" jedes einzelnen berücksichtigen?

  37. 97.

    Und? Wie haben die Eltern ihre schulpflichtigen Kinder vor Corona gefördert, damit sie das Bildungsziel erreichen?
    Die Pandemie ist doch nur ne faule Ausrede für das Totalversagen vieler Eltern. Seit 20 Jahren hängt DE bei der PISA-Studie hinterher!
    https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/die-zehn-wichtigsten-ergebnisse-der-pisa-studie/
    https://www.news4teachers.de/2022/11/internationaler-vergleich-fast-ein-viertel-der-schueler-in-deutschland-erreicht-die-mindeststandards-nicht-mehr-als-in-russland/
    https://www.swr.de/swr1/swr1leute/bildungsforscher-oecd-andreas-schleicher-100.html

  38. 96.

    Eben, wie man sieht, mit mehr "Kindergeld" ändert sich nichts zum positiven, die Bildungslücken steigen stetig, und das trotz eines so hohen Kindergeldes, welches inzwischen gezahlt wird..
    Wenn in Berlin an die 60% der Achtklässler betroffen sind, dann liegt Herr Lindner mit seinem Vorhaben richtig, Das Geld ist nicht an die Eltern zu zahlen, sondern gezielt für die Bildung der Kids zu verwenden.

  39. 95.

    In Skandinavien ist es das Gegenteil: Feste Klassenverbände samt Lehrern, spielerisches anregendes anschauliches Lernen mit regelmäßiger Bewegung, talentorientiertes Fördern statt Zurechtbiegen der Kinder, das schafft Motivation und Vertrauen, auch für später.
    vs
    "Unterricht fällt häufig ersatzlos aus,ständiger Lehrkräftewechsel,wenig Konstante,Verbindlichkeiten,Forderungen und Konsequenzen."

  40. 94.

    Wo denn bitte rechtsextrem? Dazu auch: Nur weil Rechte oder andere Ungebetene bei manchen Demos mitlaufen usw. – sollen die Nicht-Rechten aufgeben und nach Hause gehen?
    Ohne Austausch von Argumenten und Miteinander-Reden, wie soll Demokratie dann gelebt werden?

  41. 93.

    Wenn ich bei der Schule gleich nebenan sehe das da gefühlt selbst die jüngsten Schulgänger mit Handys ausgestattet sind wird da sicher auch schon ne App für Mathe, Deutsch und Pornos (= Biologie) installiert sein.
    Entsperrt werden die Handy ausschließlich mit Gesichtserkennung, ein Zahlencode wäre unzumutbar.

  42. 92.

    Kindergrundsicherung soll vor allem die bis jetzt nicht abgerufenen Mittel (riesiger Papierkrieg, Bürokratie pur) als Bringschuld des Staates etablieren, statt wie bis jetzt als Holschuld per Antrag der Eltern.
    Es geht nicht so sehr um – wie von Lindner gern dargestellt – Überweisungen an Eltern (außer vllt. Geld für Klassenfahrten). Kindergrundsicherung soll den Kindern Teilhabe ermöglichen, bis jetzt verbringen arme Kinder ihre Freizeit und Ferien eben oft nicht mit den anderen, sondern im Milieu.

  43. 91.

    Leistung ist, wenn ein Kind sich anstrengt. Leistung ist nicht das Ergebnis, sondern der Weg.
    Das wird in diesem Land systematisch verbogen.

    Und hier ist des Pudels Kern: "Auch Büromenschen werden an ihren Leistungen gemessen und ggf. gemaßregelt!" Schule dient heute als Vorbereitungsinstitut für die Wirtschaftswelt, Leistung, Leistung, Leistung.
    In diesem System werden bereits Schüler/Kinder nicht mehr in ihrem Wesen wahrgenommen, sondern als künftige Leistungserbringer, die hier schon einmal zurechtgebogen werden. Oder rausfallen.
    Und dann ist das Geschrei groß, von wegen "kein Bock", womit doch auch nur wieder "keine Leistung" gemeint ist. Woher soll die Motivation denn auch kommen? Aus diesem System?

  44. 90.

    So ein Quatsch. Die Anforderungen an die Kinder sind heute um ein Vielfaches höher.

  45. 89.

    Ist das ein Wunder, wenn die Lehrer alle Nase lang streiken. Von nichts kommt nichts.

  46. 88.

    Ich habe 2 Kinder,welche auf verschiedene OS gehen.Nach Jahren intensiven Beistandes,ist man aus der Materie raus,auch wenn man selbstverständlich die Kinder weiter unterstützt.Ich selbst,Kind aus Ostdeutschland,habe das Schulsystem als hervorragend erlebt.Ich erinnere mich nicht,dass meine Eltern mit mir gelernt hätten.V.a.nicht in solchem,schulergänzendem Ausmaß,wie ich es jahrelang bei meinen Ki (nicht nur in Coronaz.)praktizierte.Bei dem älteren Kind sind Unterricht/Lehrkräfte fordernd,positiv zugewandt.Beim jüngeren Kind,welches die Coronaz. im Übergang zur OS,schon als schwierig erlebte,läuft es schlecht.Siehe VERA Test.Unterricht fällt häufig ersatzlos aus,ständiger Lehrkräftewechsel,wenig Konstante,Verbindlichkeiten,Forderungen und Konsequenzen.Die Schule rät mir,mich,auch politisch,zu engagieren,damit es Veränderungen gibt. Als AN ist man jedoch stark eingebunden u es fehlen überschüssige Energien etwas zu bewegen.Es bleibt also die„Schuld“bei sich selbst zu suchen. Ironie!

  47. 87.

    Extraunterricht/Arbeitszwang sind bereits grundgrechtlich aus gutem Grund ausgeschlossen. Die Kinder müssen nicht durch ein falsches System ihre Zeit hineinbuttern – das System muss funktionieren! S. DDR, s. Skandinavien.

  48. 86.

    PS Viele Erwachsene können auch gar nicht am Erwerbsleben teilnehmen. Da hilft Lindners Wirtschaftsgedankenkarusell gar nicht weiter. Ohne Teilhabe sind die Kinder arm und bleiben es.

  49. 85.

    Ähm.... also bei uns war die Arbeitszeit im Home Office länger als zu Vor Corona Zeiten. Und mit Home Office war eben nicht Kinder bespaßen angesagt sondern Tür zu und Arbeiten! Wer verwechselt Home Office eigentlich mit Joggingsanzug die Geschirrspülmaschine ausräumen? Das Pensum ist ja trotzdem zu schaffen, fertig aus. Bei und war es durch viele Personalausfälle deutlich höher als sonst. Wir konnten glücklicherweise durch die Flexibilität des AG etwas zeitlich versetzt arbeiten und so das Lernen unterstützen. Sonst wäre das auch nichts geworden. Unser Kind 2 kannte vom 1. Schuljahr nur Pandemie lernen. Und das funktioniert nur mit massiver Elternunterstützung.

  50. 84.

    Der Staat hat für gleichwertige Lebensverhältnisse und gute Bildungsinfrastruktur sowie Chancengleichheit zu sorgen. So oder so, GG. Bürgergeld/KiGrundsicherung hingegen stehen jeder und jedem als Gewährleistungsanspruch zu (BVerfG 2010), ebenfalls GG.
    Das sind zwei Paar Schuhe. Denn von KiGrundsicherung, ausgezahlt an Schulen/Firmen, die erwerbslosen Eltern (mal wieder auf Antrag) gegen Bezahlung eine Einstieg verschaffen sollen, hat noch immer kein armes Kind einen Laptop wie schon in Pandemiezeiten. Kann noch immer kein armes Kind am kulturellen Leben teilnehmen oder mit einem kl. Geschenk mit zum KiGeburtstag oder in den Ferien mal in die Berge.
    Beides muss geschehen. Die Misere stammt aus dem Versäumten der GroKos. 30 J. D-Abbau. Der muss behoben werden, und zwar NICHT mit dem Geld der Kinder/zukünftigen Generation, wie auch grundsätzlich die Armut in diesem Lande.

  51. 83.

    Nein, Ihre subjektive Wahrnehmung teilt nicht jede/r mit Kindern in Grundschulalter...

  52. 82.

    Kann ich Ihnen ganz genau sagen: weil der dann auch stattfinden müsste. Der jetzt theoretisch vorhandene Förderunterricht fällt zu ca. 85% immer aus. Wäre es nun Pflicht müssten die Schulen wahrscheinlich mal wirklich versuchen den auch stattfinden zu lassen... Und dazu fehlen wieder die Lehrer

  53. 81.

    volle Zustimmung, sofern Sie "Schule" mit "u" meinen ;-)
    Ersthaft: ich hoffe, dass die Verantwortlichen der Kampagne "Schule muss anders" diese Diskussion verfolgen und ihren sprachlichen Murks hier im Forum schlüssig erklären (was schwerfallen dürfte) oder besser noch korrigieren!


  54. 80.

    Nicht berechnet oder im Artikel angegeben wurde offenbar die Zahl der Lehrkräfte, die bis 2030/31 jedes Jahr aus dem System aussteigt. Mit der Generation der Babyboomer geht ein riesiger Teil an Lehrkräften demnächst in Pension. Allein in der Berliner Verwaltung werden bis 2029 ein Drittel der Landesbediensteten pensioniert. Wie sieht das bei den Lehrern aus? Die Lücke wird wohl eher noch größer?

  55. 79.

    Es fängt doch schon mit schlechten Arbeitsbedingungen in der Lehrkräfteausbildung an den Unis an: Man schmeißt auf Basis des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZVG) die am besten ausgebildeten Postdocs nach max. 6 Jahren raus, wenn diese nicht eine der raren Professuren ergattern, und ersetzt sie durch frische Masterabsolventen, die dann die Lehrkräfte ausbilden. Was ein Witz: Wer macht denn eine gute Lehrkräfteausbildung an der Uni, wenn er/sie weiß, dass nach 6 Jahren Schluss ist mit der Karriere? Die paar Menschen, die das noch interessiert, hängen sich mit 150% ihrer Zeit in die Forschung im Kampf um eine Professur; gute Lehre kann sich in diesem Up-or-Out-Sytem keiner leisten. - Gute Arbeitsbedingungen und entfristete Arbeitsplätze an den Unis wären ein wichtiger Baustein für mehr Ausbildungsqualität, bessere Betreuung und weniger Studienabbrecher.

  56. 78.

    Mit dieser Meinung stehen sie aber ziemlich alleine da.

    "Ich halte es für unsäglich, wenn der Finanzminister nun anfängt, arme Kinder aus Deutschland auszuspielen gegen die Kinder, die mit ihren Familien aus der Ukraine zu uns flüchten mussten", sagte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Ulrich Schneider, der "Stuttgarter Zeitung".

    Ich kann bei meinen ukrainischen Freunden keine Bildungsferne feststellen, im Gegenteil.

  57. 77.

    Mit dieser Meinung stehen sie aber ziemlich alleine da.

    "Ich halte es für unsäglich, wenn der Finanzminister nun anfängt, arme Kinder aus Deutschland auszuspielen gegen die Kinder, die mit ihren Familien aus der Ukraine zu uns flüchten mussten", sagte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Ulrich Schneider, der "Stuttgarter Zeitung".

    Ich kann bei meinen ukrainischen Freunden keine Bildungsferne feststellen, im Gegenteil.

  58. 76.

    "Schule muss anders": Wenn solche unsäglichen Slogans tatsächlich eine 'Bildungskampagne' beschreiben sollten, dann ist hier das erste Problem sichtbar. Wir PraktikerInnen haben schon vor Jahrzehnten auf alle immer noch nicht gelösten Probleme hingewiesen - hat nie jemanden interessiert. Stattdessen mußten wir erleben, daß die Bertelsmann-Gesellschaft zur führenden Beratungsinstitution der Regierung wurde. Seitdem wurde der Bildungsbegriff umgeformt, um nicht zu sagen entkernt. Die ehemals anspruchsvollen Bildungsziele und Lehrinhalte wurden ersetzt, gestrichen und durch geschickte Sprache getarnt einfach weggespart. (siehe 'Inklusion' als Sparmodell zu Lasten aller Kinder). Ich könnte hier noch detailreich die Ursachen und Folgen benennen, aber es ist leider so gekommen wie die Bundesbildungspolitik es gewollt hat.

  59. 75.

    Wenn ich bei der Schule gleich nebenan sehe das da gefühlt selbst die jüngsten Schulgänger mit Handys ausgestattet sind wird da sicher auch schon ne App für Mathe, Deutsch und Pornos (= Biologie) installiert sein.
    Entsperrt werden die Handy ausschließlich mit Gesichtserkennung, ein Zahlencode wäre unzumutbar.

  60. 73.

    Antwort auf "Sissi" vom Donnerstag, 24.08.2023 | 04:04 Uhr
    "Antwort auf [Lothar ] vom 23.08.2023 um 22:30
    Der war gut!" Finde ich nicht: unsachlich und themenfremd zieht er (wie noch 2-3 andere)das Problem ins lächerliche - das sagt auch etwas über das Bildungsniveau....

  61. 72.

    Defizite in Mathe und Deutsch? Das macht doch nichts, das können die Kinder mit guten Noten in Kunst, LER, "Schwerpunkt" und Musik kompensieren. Wer Sarkasmus findet darf ihn behalten.

  62. 71.

    Der wichtigste Faktor bei dem sich stetig verschlechterndem staatlichen Schulsystem ist das kümmernde Elternhaus. Denn der Zugang zu Privatschulen ist aus vielerlei Gründen nicht Jedermann möglich.

  63. 70.

    Antwort auf "Saskia" vom Mittwoch, 23.08.2023 | 23:18 Uhr
    "Mir fällt da nämlich nichts ein, außer due ewige Forderung nach mehr Gehalt für Lehrkräfte" Gleichwertig oder noch drüber steht aktuell immer die Forderung nach kleineren Klassen, die sich aber im Kreislauf "zu wenig Räume, zu wenig Lehrkräfte" als nicht-realisierbar erweist.

  64. 69.

    Ach lassen Sie ihn doch, ich finde ihn höchst amüsant, außer wenn er seine rechtsextreme Propaganda absondert.

    Ich könnte mich jedes Mal beömmeln wenn er mit seinen frei erfundenen Geschichten durcheinander kommt.

    Zwinkernde Grüße.

  65. 68.

    Antwort auf "Horst" vom Mittwoch, 23.08.2023 | 23:32 Uhr
    "Diesen Vorschlag gab es?!" Ja, den gibt es aktuell zum Thema "Kinder-Grundsicherung". Sie haben allerdings die Aussage aus dem Zusammenhang gerissen.....

  66. 66.

    Antwort auf "Lincoln " vom Mittwoch, 23.08.2023 | 21:11 Uhr
    "Uns hat vor rund fünfzig Jahren der Bildungsföderlismus im Westen nichts geschadet." Doch: wenn das Bundesland gewechselt wurde, wäre die Kinder entweder der neuen Schule weit voraus und haben sich gelangweilt oder sie haben so hinterher gehinkt, dass sie eine Klasse wiederholen mussten!
    Ihre Klassifizierung zwischen Haupt- & Realschule und Gymnasium war nicht fach- sondern leistungsbezogen, schlechtes Zeugnis - Hauptschule usw.

  67. 65.

    Wo ist das Problem? Bald ist doch "künstliche Intelligenz" für alle und zu allen Themen verfügbar. Dann reicht es doch, fit im Umgang mit Handy, Tablet und Notebook zu sein. Wozu noch Mathe und Deutsch lernen? (Sarkasmus Ende).
    Ich befürchte, mit unserer heutigen "Kopf runter"-Generation, den Kindern und Jugendlichen wird der Prozeß einer gewissen (vielleicht sogar politisch gewollten) geistigen Rückbildung offensichtlich. Ob es irgendwann nochmal ohne Internet (!) solche hervorragenden Geistes-Leistungen wie von Archimedes, Leonardo Da Vinci, Isaac Newton, Albert Einstein geben wird? Ich bezweifele es!

  68. 64.

    Aber heute verbreiten Sie in den rbb-Kommentarspalten regelmäßig in sehr gebrochenem Deutsch rechtsextreme Positionen. Also zum Thema Bildungsniveau sollten Sie sich vielleicht zurückhalten...

  69. 63.

    Antwort auf "Uwe" vom Mittwoch, 23.08.2023 | 18:45 Uhr
    "Lindner und das alte Credo der FDP, den Ärmsten zu nehmen um es Begüterten zu geben." Sie haben, glaube ich, Lindners Aussage bezgl. der Kindergrundsicherung falsch interpretiert... Er hat doch nicht unrecht: da gibt's die neuesten Klamotten und Smartphones, riesige Fernseher, Alk und Zigaretten usw. und für Lebensmittel wird zur Arche oder zur Tafel gegangen. Es ändert sich für die Kinder nichts, wenn den Eltern mehr Geld gegeben wird. Nachhilfe in Mathe brauchen auch viele Eltern, damit am Ende des Geldes nicht so viel Monat übrig ist!

  70. 62.

    Lieber Horst, Karriere kann man auch bei den anderen Parteien machen. Sogar ohne hiesigen Bildungsabschluss. Mach dich einfach etwas sachkundiger!

  71. 61.

    Bei einer 4-Tage-Woche kein Wunder, Freitags war FFF-Frei. Wir gingen noch Samstags zur Schule=6 Tage. Wenn man das hochrechnet (ca 10h/ 6+4 Unterrichtsstunden pro Woche) auf 40 Stunden/Mon und das x 8 Monate (Ferien, Feiertage abziehen) wären 320 Unterrichtsstunden im Jahr weniger. Das erklärt vieles.

  72. 59.

    Corona-Maßnahmen. Weiß jeder mit Kindern im Grundschulalter, der nebenbei noch arbeiten musste. Und zwar in einem nicht "systemrelevanten" Beruf. Wie bestellt, so bekommen.

  73. 58.

    Antwort auf "Lieschen M." vom Mittwoch, 23.08.2023 | 22:45 Uhr
    "Oder wollen Sie mir ernsthaft erzählen, dass Leute zu Hause genau so lange am PC saßen, wie auf Arbeit im Büro?" Ja, das haben sie! Auch Büromenschen werden an ihren Leistungen gemessen und ggf. gemaßregelt! Homeoffice mit kleinen Kindern ist eine besondere Herausforderung; meine Kolleginnen haben, als die Kita geschlossen waren, teilweise nachts gearbeitet!

  74. 57.

    Es ist hinlänglich bekannt. Die staatlichen Schulen befinden sich im Niedergang. Und wenn dann auch von den Eltern nichts kommt, ist leider das im Beitrag beklagte Ergebnis da.

  75. 56.

    Sicher gibt es Kritik am Bildungssystem!
    Den Stoff muss man in die Jugendlichen hämmern.
    Nein! Der Stoff kann langsamer! Verträglicher vermittelt werden.
    Dann schreien die Lehrer: Dann fehlt am Ende was. Und? So bleibt was für die nächste Klasse über.
    Kleine Klassen, viele Lehrer/-innen ist die Lösung! Dafür ist der Staat verantwortlich!
    An diesem Punkt setzt Verantwortung seitens der Politik ein dies zu realisieren. Geht nicht? Geht doch!
    Sonst bleibt nur Privat-Schule.

  76. 55.

    Man könnte auch einfach mal probieren sich von anderen Ländern was abzukucken. Aber es ist in Deutschland mit der Kleinstaaterei ja schon unmöglich sich etwas von anderen Bundesländern abzukucken.

  77. 54.

    Die Couch Potato-Generation (Y), hat das aus den Schulkindern (X) gemacht: Dumme Kinder, alleingelassen vor TV und Konsole - aber bald hilft ihnen ChatGPT auf alle die Fragen und Aufgabenstellungen. Sie brauchen bald keine Schule mehr.

  78. 52.

    Ach lassen Sie ihn doch, ich finde ihn höchst amüsant, außer wenn er seine rechtsextreme Propaganda absondert.

    Ich könnte mich jedes Mal beömmeln wenn er mit seinen frei erfundenen Geschichten durcheinander kommt.

    Zwinkernde Grüße.

  79. 51.

    Weil die Muttersprache Türkisch, Arabisch, ggf. Persisch ist.

  80. 50.

    Diese Vera-Tests sollten nicht überbewertet werden. Sie werden jetzt an PCs mit fraglichem System durchgeführt und natürlich schneiden die Kinder besser ab, die ähnliche Fragemodule bereits am PC bearbeitet haben. Das hat nichts mit Wissen oder Fähigkeiten zu tun, reines Training am PC, Algorithmen ausführen. Hilft nicht fürs Leben und ist nicht aussagekräftig, außer man wünschst sich Kinder die nicht denken können.

  81. 49.

    Naja, da sollte man die Ruhe bewahren. Für den Beruf des Influencer‘s reicht‘s.

  82. 48.

    Wenn eine Kampagne "Schüle muss anders" heißt müssen Defizite schon länger bestehen.

  83. 47.

    Antwort auf Thorsten
    Jetzt haben Sie schon Problem damit ,daß einer des öfteren umgezogen ist.
    Ist nicht verboten bei seinen Eltern auszuziehen eine Familie zu gründen und entsprechend dann eine gemeinsame größere Wohnung usw. Kinder kommen dazu ,das nennt lernt man bei der Mengenlehre.

  84. 46.

    Gibt es, ist jedoch mit 15 lernunwilligen Kindern nachmittags um drei nicht sehr effektiv.

  85. 45.

    Nein, Sie haben falsch verstanden. Denn Lehrkräfte sollen tw. fördern, wozu sie nicht ausgebildet sind, weil Eltern keine Therapie wünschen oder finden. Denn die Kids brauchen ja trotzdem Förderung. Und da ist es nicht doof, die Förderstunden an entsprechende Fachkräfte zu geben, zumal diese noch billiger sind, also bekommt man für eine Lehrerstellemehr als einen Therapeuten/Sozialarbeiter/Erzieher (m/w/d). Der Stundenplan bleibt davon unberührt, das wird überwacht.
    Also ganz umsonst aufgeregt

  86. 44.

    "Der Vorschlag von Bundesfinanzminister Lindner, mehr Geld in Bildung und Ausbildung zu stecken"

    Diesen Vorschlag gab es?! Also weniger Eigenverantwortung der Eltern; mehr Staat?!

  87. 43.

    Da wären Hintergrundinfos wichtig: Jede Schule bekommt zu den Stunden zur Abdeckung des Stundenplans (gerechnet wird immer auf proppevolle Klassen, bei weniger Kids pro Klasse muss die Schule selbst ausgleichen) noch Stunden für Sprachförderung, Inklusion etc. Diese sollen dann durch andere Fachkräfte geleistet werden, was im Einzelfall sinnvoll sein kann, weil z.B. Lehrer nicht das Fachwissen von Lerntherapeuten haben, welche zudem noch billiger sind. Man bekommt also mehr als nur eine Stelle

  88. 42.

    "Na ja, für einen Job beim rbb24 dürfte es doch aber noch reichen "

    Oder in die Politik gehen. Bei der AfD kann man gerade einfach Karriere machen. Dank der ganzen "Protestwähler".

  89. 41.

    Beenden Sie bitte den Satz sinnvoll: "man soll azf due GEW hören, weil ... " Mir fällt da nämlich nichts ein, außer due ewige Forderung nach mehr Gehalt für Lehrkräfte. Aber das hat noch keinen Menschen zu einem besseren Lehrer gemacht.

  90. 40.

    So ein Unfug! Lindner zielt darauf ab, dass in vielen bildungsfernen Familien (und davon gibt es leider nicht wenige) die Förderung der Kinder nicht geschieht. Ehe das Geld in unkontrollierbaren Kanälen verschwindet und wichtige Förderung nicht in Anspruch genommen wird, soll es besser über die entsprechenden Institutionen an die Kids gelangen.
    Wer jetzt ungläubig staunt, ist eingeladen, sich das Ganze an unserer Grundschule anzusehen. Dann versteht er/sie ganz sicher, was ich meine.

  91. 39.

    Über grundlegende Themen kommen doch die Klassen mir den verheerenden Ergebnissen gar nicht hinaus. Leider wird verkannt, dass die Grundlagen bereits im Kleinkindalter gelegt werden. Wenn gänzlich ungeförderte Kinder in den ersten Schuljahren auf Menschen treffen, die zwar rechnen können aber von der Didaktik des Anfangsunterrichtes in Mathe keine Ahnung haben (und als Studienräte auch nicht brauchen, sie haben ja einen Abschluss!), dann kommen solche Ergebnisse zustande.

  92. 38.

    Hey "Forest Gump", was haben Sie nicht alles schon gemacht? Na dann sind ja Ihre letzten 10 Jahre als Taxifahrer ja eher traurig. Immerhin haben Sie ja allein im Jahr 2022 Ihren Job, wegen den Grünen, verloren, eine Umschulung zum Fahrgastbegleiter, einen neuen Job mit und ohne Dienstwagen, Kein Arbeitslosengeld wegen Krankheit, erlebt. Gleichzeitig wohnen Sie in Marzahn, Reinickendorf und Köpenick. Etc, etc, etc.

  93. 37.

    Das stimmt ja nicht "jede Gemeinde hat es anders gemacht"! Corona-Maßnahmen (Lockdowns etc.) galten immer für ein ganzes Bundesland. Und bei Home Office war auch mehr Zeit, mit den eigenen Kindern zu üben. Oder wollen Sie mir ernsthaft erzählen, dass Leute zu Hause genau so lange am PC saßen, wie auf Arbeit im Büro?

  94. 36.

    Mit dieser Meinung steht der Mann ziemlich alleine da. 3 Jahre nur digitale Anwesenheit haben die Schüler noch dümmer gemacht.

  95. 35.

    Na ja, für einen Job beim rbb24 dürfte es doch aber noch reichen

  96. 34.

    Sie verstehen es nicht. Jedes Bundesland, jeder Landkreis, jede Geneibde hat es anders gemacht. Jede Schule hatte andere technische Möglichkeiten. Und es gab KEINE Pflicht für Videounterricht. Die Lehrer Konten tun wie sie es wollten. So gab es eben Schulen mit besonders engagierten Lehrern die sich wirklich rein gehangen haben. Und dann gab es Schulen mit Unterricht der eine Mail pro Woche mit Aufgabenblättern beinhaltete. Man kann da eben nichts vergleichen. gerade in Berlin, mit seinen vielen Familien unterschiedlicher Muttersprachen… waren die Schulschließungen das schlimmste was man mit den Kindern tun konnte.
    Förderunterricht gibt es ab Klasse 3 nicht mehr in Berlin. Denn es gibt keine Lehrkräfte und kein Geld!!! Toll!!!
    Man kann nicht so tun als wäre nichts gewesen. Man muss eigentlich ordentlich Förderunterricht anbieten.

  97. 32.

    Vielleicht sollte man die Methodik mal überdenken! Seit vielen Jahren wird besonderen Wert auf Freiarbeit gelegt. Das ist des Übels Kern! Fester Unterrichtsstoff und nicht frei arbeiten, wozu man gerade Lust hat! Das können Grundschulkinder nicht und den „Erfolg“ sieht man seit Jahren!
    Nebenbei: Frontalunterricht steigerte seinerzeit die Aufmerksamkeit!

  98. 31.

    Die Drittklässler wurden 2020, in mitten der Coronazeit eingeschult. Mein Sohn hatte ab Tag 1 gezwungenermaßen Maske auf, so wie alle Schüler und Lehrer und Erzieher. Da ist eine tolle Sache beim Lautieren wenn man den Mund der Lehrkraft nicht sieht. Nach 6 Wochen folgte die erste Quarantäne der gesamten Klasse. Nacht 14 Tagen Homeschooling (mit arbeitenden Eltern oder eben Eltern ohne Deutschkenntnissen) folgte eine Woche Schule mit Maske und dann wurden die Schulen komplett geschlossen. Das Ganze war eine riesige Katastrophe… wenn die Eltern nicht konnten, ging zu Hause nichts. Videounterricht? Ja… 45 Minuten am Tag. Der Rest war selbst zu leisten. Und das beim alphabetisieren und rechnen lernen.
    Es zog sich bis ins Frühjahr. Und dann gabs erst Teilzeituntericht und dann natürlich weiter mit Masken. Die ersten zwei Schuljahre waren für den Jahrgang von Masken und Schulschließungen und Quarantäne geprägt. VERA wurde getestet als wäre nichts gewesen. Und jetzt ???

  99. 30.

    Und wie sieht es bei den Erwachsenen aus?

  100. 29.

    Es gehört zum Föderalismus, dass es zwischen Bund und Ländern eine Aufgabenteilung gibt. Uns hat vor rund fünfzig Jahren der Bildungsföderlismus im Westen nichts geschadet. Erst als das Experimentieren mit der Bildung begann und man die Gesamtschule einführte anstatt das dreigliedrige Schulsystem beizubehalten. Die Hauptschule war für handwerklich Begabte, die Realschule für kaufmännische Begabte und das Gymnasium fürs Studium. Mathe u Deutsch hatten in der Hauptschule einen hohen Stellenwert.

  101. 28.

    Ja, wahrscheinlich ist damit Rollentausch gemeint. Die Erzieherin unterrichtet in der 3. Klasse Rechnen und der einzige Mathelehrer der unterrichtet nur in den oberen Klassen Mathe.
    Sprachlernassistenten kann man sich für Deutschunterricht vorstellen, aber Therapeuten - weil et die ja auch soo reichlich gibt, dass Monate bis zu nem Termin vergehen? Logopäden sollen dann wahrscheinlich Deutsch unterrichten.

  102. 27.

    Warum gibt es keinen VERPFLICHTENDEN Förderunterricht? Hier muss investiert werden. Doch mit Freiwilligkeit kann man mehr sparen.

  103. 26.

    " Verstehe ich wirklich nicht so richtig. "

    doch, Sie haben schon richtig verstanden , die CDU-Politikerin schlägt absoluten Unsinn vor , nur um wegen Lehrermangel keinen Stundenausfall zu haben , total absurd

  104. 25.

    Man ist also Ihrer Meinung nach ein Rassist, wenn man fordert, mehr Geld in Schulen und Bildung zu stecken, statt mit der Giesskanne Bargeld an Eltern auszuzahlen?

  105. 24.

    "so könnten nicht besetzte Lehrkräftestellen in andere Stellen umgewandelt werden..." Ich versteh den Satz nicht. Es gibt keinen Lehrer für eine bestimmte Stelle, dann kann ein Erzieher mehr eingestellt werden? was haben diese beiden Berufe miteinander zu tun? Oder statt fehlendem Mathelehrer stellt die Schule einen Therapeuten ein??? Weiß da jemand, wie das gemeint ist? Verstehe ich wirklich nicht so richtig.

  106. 23.

    "...10 Jahre Polytechnische Schulbildung in der Zone."

    Meinen Sie mit "Zone" die DDR? Dann hatten Sie in der Tat ein gutes Bildungssystem.
    Es hat nur den Anschein, als würden Sie sich dessen irgendwie schämen, weil Sie "Zone" schreiben.
    Aber eigentlich sind Sie doch stolz darauf, dass aus Ihnen scheinbar was geworden ist, oder?

  107. 22.

    Ich finde ja die Diskussion in der Abendschau dazu so lustig, als würde man die Moderatorin zwingen bei RTL zu arbeiten. Würde mich mal interessieren, ob die das lustig fände.
    Ansonsten, wir haben immer mehr Schüler aber am Ende immer weniger Fachkräfte.

  108. 21.

    "Ein riesiges Problem sind 16 "Bildungssysteme".
    Sie haben völlig recht, dieses System gehört in die Mülltonne. Aber sagen sie das mal den Politikern in den einzelnen Ländern, die werden ihnen das genaue Gegenteil erzählen. Und so dümpeln wir im Vergleich mit anderen Ländern so vor uns her. Leider ist das weder zum Wohle des Landes, der Schüler und Lehrer!! :-(

  109. 20.

    " Was ist nur aus meiner SPD geworden? "

    Ihre Enttäuschung in Ehren , aber was ist nur aus der Schulbildung geworden finde ich wichtiger

  110. 19.

    Ein riesiges Problem sind 16 "Bildungssysteme". Diesen Blödsinn leistet sich kein anderes Land. Ich hatte 10 Jahre Polytechnische Schulbildung in der Zone. Das Rotlicht konnte ich gut ausblenden. Auch bei 31 Mitschüler war Bildung möglich. Lehrer waren noch Respektpersonen. In Physik/Chemie hat man noch was gelernt.
    Offensichtlich war das Bildungssystem gut genug um in Skandinavien weiter zu existieren.

  111. 17.

    " Aber durch mehr Tests werden Schüler nicht besser."

    wie wahr , mehr Tests offenbaren und bestätigen nur die Defizite

  112. 16.

    Bin auch sehr enttäuscht, dass die gute alte SPD in der Bildung quasi den Träumereien von Linken und Grünen ständig nachgegeben hat und mehr oder weniger Stück für Stück übernimmt.
    Was ist nur aus meiner SPD geworden?

  113. 15.

    Wenn man die nackten Zahlen tatsächlich ernst nimmt, dann KÖNNEN 77 Prozent mit gravierenden Mathematikdefiziten, NICHT NUR AUS BILDUNGSFERNEN Schichten stammen. Das ist auch das Versagen der "Normalos" und auch ein Teil der Akademiker-Eltern. Die müssen sich rein rechnerisch auch dort wiederfinden. Das zeigt mehr als deutlich, das Abladen der Kinder in Kitas und darauf hoffen, "die machen das schon", reicht eben einfach nicht. Erziehung ist mehr als gebären, ab in den Kindergarten, Handy schenken und zwei Urlaubsreisen nach Malle. Da kann man noch soviel Geld drauf schmeissen. Die Eltern sind in der Pflicht. Niemad anderes.

  114. 14.

    stimme Ihnen zu , zu meiner Schulzeit ( in Berlin ) galt die 6 Tage Woche, 6 Unterrichtsstunden täglich, nur Samstags 5 Std. und täglich Hausaufgaben. Burn out hatte niemand , der Begriff war noch nicht existent, Freizeit war auch genug.

  115. 13.

    Und schon wieder wird kein Geld in Personal und Räumlichkeiten gesteckt (was Bildungsdefizite wirklich ausgleichen würde) sondern eine "Qualitätskommission" soll es richten... Wird nix bringen, wer wirklich etwas verändern will, sollte auf die GEW hören...

  116. 12.

    "Der Vorschlag von Bundesfinanzminister Lindner, mehr Geld in Bildung und Ausbildung zu stecken, anstatt es als ständig steigende "Kindergrundsicherung" an die Eltern zu zahlen, die davon ihre Ausgaben bestreiten, sollte nicht einfach abgetan werden."

    Lindner und das alte Credo der FDP, den Ärmsten zu nehmen um es Begüterten zu geben. Das sollte man tatsächlich nicht so einfach abtun. Jetzt noch mit Rassismus erweitert.

  117. 11.

    1964 im September geboren, als ich zur Schule kam konnte ich schon einfache Dinge schreiben, daß einmal eins kein Problem, später selber Vater von drei Mädchen wurden Sie auch so erzogen und spielerisch alles beigebracht.
    Ich habe es dann zum Industriemeister Metall Bereich Kraftwerke, meine Töchter haben auch akademische Abschlüsse wovon eine erfolgreich in Detroit arbeitet.
    Aber es war nicht meine Entscheidung alles freiwillig ohne Zwang aber mit Unterstützung.

  118. 10.

    Ihr Ernst? „Burnout“ verhindern durch noch mehr Niveauabsenkung als bisher schon? Eher sind Eltern da gefordert.

  119. 9.

    Eine zu erwartende Entwicklung. Jeder der kann, wird seine Kinder auf private Schulen schicken.

  120. 8.

    -Die Bildungssenatorin verwies dabei auf die Arbeit einer Qualitätskommission, die derzeit eine Gesamtstrategie erarbeite, mit der die Unterrichtsqualität verbessert werden soll.

    Also wieder die typische 'Wir bilden einen Arbeitskreis'-Haltung, die auch bisher erfolglos war. Das wird leider nichts mehr.

  121. 7.

    "Vielleicht sollte man sich einfach auf die grundlegenden Inhalte konzentrieren und den Lehrplan Entschlacken." Prinzipiell ja. Allerdings sehe ich bei den eigenen Kindern im Vergleich zu meiner Schulziet de facto viel Freizeit und fast keine Hausaufgaben. Wenn die Kinder heute damit einen Burnout bekommen, hätten wir den früher mehrfach haben müssen. Könnte es sein, daß das Zeitproblem und damit die scheinbare Überforderung eher aus den elektronischen Zeitfressern kommt (Smartphon etc) und weniger von der Schule?

  122. 6.

    "Bildungssenatorin Günther-Wünsch kündigte eine Strategie an, mit der die Unterrichtsqualität verbessert werden soll."
    Ah, eine neue Strategie, die wievielte ist das schon?
    Wie wäre es denn mit etwas Nachhilfeunterricht bei den Bundesländern die auf Platz 1 und 2 liegen?
    Einfach mal von den besten Ländern Hilfe holen.
    Lehrkräftemangel ist überall in Deutschland vorhanden und überfüllte Klassen sind auch nix neues, das wird übrigens in Zukunft nicht besser werden.

  123. 5.

    "Bei der Vergleichsarbeit (VERA) handelt es sich um einen bundesweit durchgeführten Test für die Jahrgangsstufen 3 und 8, mit dem man die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler misst." Kompetenzen sind ein Anfang, aber Wissen wäre wichtiger.

  124. 4.

    "Berliner Dritt- und Achtklässler haben eklatante Defizite in den Kernfächern Mathematik und Deutsch. Das zeigen die Ergebnisse der Vergleichsarbeiten durch das Institut für Schulqualität, die dem rbb vorliegen." Allgemein oder betrifft das bestimmte benachteiligte Gruppen, die dann den Mittelwert mit nach unten ziehen? Wird das in der Studie differenziert oder wenigstens die Varianz angegeben?

  125. 3.

    Man kann nicht alles auf die Lehrkräfte abwelzen auch mehr Lehrkräfte werden das nicht ausbügeln. Wenn in Familien die schon in zweiter oder Dritter Generation zu Hause mit den Kinder nicht Deutsch gesprochen wird.

  126. 2.

    Sämtliche zurückliegende Tests hätten das gleiche Ergebnis. Das Bildungsniveau wird immer schlechter. Der Vorschlag von Bundesfinanzminister Lindner, mehr Geld in Bildung und Ausbildung zu stecken, anstatt es als ständig steigende "Kindergrundsicherung" an die Eltern zu zahlen, die davon ihre Ausgaben bestreiten, sollte nicht einfach abgetan werden.

  127. 1.

    Vielleicht sollte man sich einfach auf die grundlegenden Inhalte konzentrieren und den Lehrplan Entschlacken.

    Dann kann man auch das Sozialverhalten besser fördern und Burnout bei Kindern verhindern.