Baumodell vorgestellt - So soll die Uniklinik in Cottbus einmal aussehen

Di 25.03.25 | 17:41 Uhr
Baumodell der Uniklinik in Cottbus (MUL CT).
Wörner, Traxler, Richter/Staab Architekten
Audio: Antenne Brandenburg | 25.03.2025 | Nachrichten | Bild: Wörner, Traxler, Richter/Staab Architekten

Die Cottbuser Uniklinik ist ein Vorzeige-Projekt in der Lausitz. 2026 soll der erste Mediziner-Jahrgang ausgebildet werden. Über 1.300 Stellen sind dafür ausgeschrieben - aber die Gebäude fehlen. Jetzt wurde ein Baumodell vorgelegt.

Die Medizinische Universität Lausitz Carl Thiem (MUL CT) hat am Dienstag erstmals Pläne zum Bau der Uniklinik vorgelegt. Demnach soll künftig auf gut 40.000 Quadratmetern Forschung und Lehre in Cottbus stattfinden.

Oberste Priorität habe der Bau der Lehrgebäude, hieß es. Geplant seien einmal das "Medical Education Center", ein zentrales Lehrgebäude mit Hörsälen, OP-Simulatoren und Virtual-Reality-Laboren. Außerdem sollen drei Gebäude für die Forschung, das sogenannte "Science Center", entstehen.

In einem weiteren neuen Gebäude soll unter anderem auf 5 Ebenen die Krankenversorgung erweitert werden. Auch eine Kita ist geplant. Auf dem Campus werden künftig nicht nur Studierende, Lehr- und Klinikpersonal ihre Pausen verbringen. Auch für die Cottbuser Bürger sollen der Campus geöffnet werden. Er bietet neben zwei großen Grünanlagen auch Möglichkeiten, Sport zu treiben.

Und so soll das Gelände der Unimedizin einmal aussehen

Baumodell der Uniklinik in Cottbus (MUL CT). (Quelle: Wörner, Traxler, Richter/Staab Architekten)
Bildquelle: Wörner, Traxler, Richter/Staab Architekten | Bild: Wörner, Traxler, Richter/Staab Architekten)

Mittelstand soll beim Bau mitwirken

Die gezeigten Pläne bieten zunächst eine Grundlage und sollen weiter konkretisiert werden. Das sagte Eckhard Nagel, der Vorsitzende des Gründungsvorstandes der Universitätsmedizin, dem rbb. "Wir haben noch keine Vorstellung darüber, was für Baumaterialen verwendet werden." Auch, wer die Bauplanung übernimmt, sei noch unklar. Er spricht von einer "sehr vorläufigen Visualisierung" des Geländes.

Fest steht aber schon jetzt: Vom Bau der Uniklinik sollen auch mittelständische Unternehmen aus der Region profitieren. Sie sollen möglichst viele Aufträge erhalten. Dazu stehe man auch in Kontakt mit der Industrie- und Handels- sowie der Handwerkskammer vor Ort.

Beide Kammern haben dem Klinikum sogar ein eigenes Konzept zur regionalen Vergabe von Aufträgen vorgelegt, wie Jens Krause, der Generalmanager der Industrie- und Handelskammer Cottbus, dem rbb sagte.

Hauptbauzeit wohl zwischen 2029 und 2033

Die Klinik rechnet damit, bestenfalls 2027 mit dem Neubau zu beginnen. Viele der Baumaßnahmen werden sich nach ersten Schätzungen in den Jahren 2029 bis 2033 bündeln - dann ist auch mit Einschränkungen rund um die Klinik zu rechnen. Wie diese gut abgefedert werden können, soll noch entschieden werden. Im Sommer 2034 sollen laut Zeitplan dann alle Maßnahmen abgeschlossen sein - die wichtigsten Gebäude sollen schon 2031 stehen.

Weil für den Neubau teilweise auch alte Bauten weichen müssen, beginnen die ersten vorbereitenden Arbeiten planmäßig 2026 - dann, wenn auch die ersten Medizin-Studierenden nach Cottbus kommen sollen. Sie werden in der Zwischenzeit provisorisch untergebracht, wie Ulrike Gutheil vom Gründungsvorstand der Universitätsmedizin sagte. Die alte Notaufnahme werde dann zum Beispiel zu einem Lehrraum umfunktioniert.

Der Uniklinik-Neubau wird mit rund 47 Millionen Euro Strukturförderung von Bund und Land unterstützt. Die Gesamtkosten für den Aufbau der Universitätsmedizin belaufen sich aber auf rund 3,7 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte davon übernimmt der Bund.

Sendung: Antenne Brandenburg, 25.03.2025, 15:40 Uhr

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