A100 und BVG-Warnstreik - Berliner Verkehrschaos löst hitzige Debatte im Abgeordnetenhaus aus

Do 27.03.25 | 14:17 Uhr
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Collage: Bauarbeien A100 Ringbahnbrücke und verschlossener Eingang zur U-Bahn mit Streikhinweis Berlin. (Quelle: picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow/Rainer Keuenhof)
Video: rbb24 | 27.03.2025 | Dorte Störmann | Bild: picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow/Rainer Keuenhof

Beim Thema Verkehr hakt es in Berlin an verschiedenen Stellen. Die A100 ist teilweise gesperrt, die BVG streikt. Aber wer ist schuld daran? Und was lässt sich dagegen machen? Das Berliner Abgeordnetenhaus sucht nach Antworten.

  • Verkehrschaos beschäftigt am Donnerstag das Berliner Abgeordnetenhaus
  • Grüne werfen Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) vor, Probleme kleinzureden
  • Bonde sieht Verantwortung in der Vergangenheit
  • Opposition reicht A100-Umleitungskonzept nicht aus

Die Sperrung der Ringbahnbrücke an der A100 sorgt für Verkehrschaos im Berliner Westen - der BVG-Streik im Rest der Stadt. In einer Aktuellen Stunde beschäftigt der Verkehrkollaps am Donnerstag auch das Abgeordnetenhaus.

So stieß das Umleitungskonzept nach der Brückensperrung im Berliner Westen im Abgeordnetenhaus auf Kritik. Grüne und Linke bezeichneten es als unzureichend und forderten mehr Entlastung für Anwohner an den Ausweichstrecken in Charlottenburg.

"Der gestern vorgestellte Plan lässt die Anwohnerinnen und Anwohner im Dauerstau zurück", monierte Grünen-Fraktionschef Werner Graf. "Sie leben nun mit Lärm, schlechter Luft und der Gefahr, dass auch noch die Wasser- und Stromleitungen unter den Straßen brechen." Letzteres droht nach seiner Einschätzung durch dem Schwerlastverkehr.

Ähnlich äußerte sich der Linken-Verkehrspolitiker Kristian Ronneburg. "Tun Sie alles dafür, den Schwerlastverkehr aus den Kiezen zu verbannen", appellierte er an den Senat und Verkehrssenatorin Ute Bonde. Die Sorgen und Nöte der Anwohner müssten ernst genommen werden.

Verkehrssenatorin weist Verantwortung zurück

CDU-Senatorin Bonde wies unterdessen die Verantwortung für die marode Infrastruktur, den Verdi-Streik bei der BVG und die Dauer der S-Bahnausschreibung von sich. Sie sieht die Versäumnisse in der Vergangenheit, wie Bonde im Abgeordnetenhaus sagte.

Die Ringbahn-Brücke am Dreieck Funkturm sei in einem besorgniserregenden Zustand, so Bonde. Die Sperrung der A100 sei richtig gewesen zur Gefahrenabwehr.

Ähnlich argumentiert Tino Schopf aus den Reihen des Koalitionspartners SPD. Es sei nicht auszudenken, was geschehen wäre, wenn die Brücke unter Volllast nachgegeben hätte, sagte er. Für den Rück- und Ersatzneubau der Ringbahnbrücke müssten nun Planungs- und Genehmigungsverfahren mit Hochdruck vorangetrieben werden.

Die Opposition warf in der Debatte dagegen der Verkehrssenatorin Versagen vor. Grünen-Fraktionschef Werner Graf nannte Schwarz-Rot eine "Rückschritts-Koalition". Der AfD-Verkehrspolitiker Rolf Wiedenhaupt sprach von einem "Kabinett des Grauens".

Bonde will Neubau ohne Ausschreibung vergeben

Bonde sprach sich am Mittwoch dafür aus, den Neubau der Ringbahnbrücke ohne Ausschreibung zu vergeben, um den Prozess zu beschleunigen. "Ich habe es der Autobahn des Bundes mit an die Hand gegeben und es auch gefordert: Schaut, ob eine Direktvergabe möglich ist. Weil hier ja eine Situation eingetreten ist, für die niemand verantwortlich ist. Die ist plötzlich aufgetreten", sagte Bonde in der rbb24 Abendschau. In solchen Fällen gebe es Möglichkeiten im Vergaberecht, so die Senatorin.

Die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen, Hassepaß, widersprach im rbb24 Inforadio am Donnerstag. So ein Bau werde sicher nicht ohne Ausschreibung gehen. Richtig sei aber, die Verfahren zu beschleunigen.

Aktuell versuche man, den Neubau der Ringbahnbrücke aus dem bereits laufenden Planfeststellungsverfahren für den Umbau des gesamten Autobahndreiecks herauszulösen, sagte Bonde. Nur so sei ein schnellerer Ersatzbau möglich. Die Verkehrssenatorin nannte weitere Ideen, um den Neubau zu beschleunigen. Man müsse im Bauvertrag schauen, ob nicht eine sogenannte Bonus-Malus-Regelung Sinn mache. "Also wenn ich schneller bin mit dem Bauvorhaben, dann bekomme ich noch etwas Geld mehr." Und sie könne sich eine modulare Bauweise gut vorstellen. Dabei würden die Brückenteile bereits vorgefertigt angeliefert, um dann vor Ort zusammengebaut zu werden.

Warnstreik bei der BVG geht weiter

Auch über die Einschränkungen bei Bussen und U-Bahnen wegen des Warnstreiks bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und die möglicherweise noch zu erwartenden Einschränkungen bei einem unbefristeten Streik soll auf Antrag der Grünen im Abgeordnetenhaus gesprochen werden.

Der Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) wird am Donnerstag unterdessen fortgesetzt. Erneut müssen Pendlerinnen und Pendler im Berufsverkehr mit vollen Straßen, S-Bahnen und Regionalzügen rechnen. Die Busse, Trams und U-Bahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bleiben im Depot.

Bis Freitagfrüh um 3 Uhr fahren weder U- noch Straßenbahnen und nur wenige Busse. Die Gewerkschaft Verdi hat die Tarifverhandlungen am vergangenen Freitag für gescheitert erklärt. Sie lässt ihre Mitglieder jetzt bis zum 4. April über einen unbefristeten Streik abstimmen.

Gleichzeitig bemühem sich beide Seiten um ein Schlichtungsverfahren. Von Verdi hieß es, so lange es keine Schlichtungsvereinbarung gebe, werde man am eingeschlagenen Kurs festhalten. Die Gewerkschaft fordert für die etwa 16.000 Beschäftigten 750 Euro mehr im Monat; die Arbeitgeber bieten bisher 375 Euro monatlich mehr.

Sendung: rbb24, 27.03.2025, 13:30 Uhr

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99 Kommentare

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  1. 98.

    Sorry. War eher als Antwort auf 85. CykeliDonnerstag, 27.03.2025 | 21:57 Uhr gemeint.

  2. 97.

    Die Öffentlichen leiden genauso unter "Verstopfung". Noch öfter kann der Ring nicht fahren als er schon fährt und die U-Bahnen im Berufsverkehr auch nicht. Ich weiß ja nicht, wann und wo sie unterwegs sind aber so lange ich es vermeiden kann, tue ich mir das nicht an. Erstmal in den ÖPNV investieren- davor können die Autofahrer gar nicht umsteigen, selbst wenn sie wollten.

  3. 96.

    Genau - Bin Pendler aus dem Umland. Mit den Öffi´s bin ich 1,5 bis 2 Stunden unterwegs. Mit dem Auto 45 Minuten.

  4. 94.

    Das kommt immer auf das Auge des Betrachters an:

    Das Erste: vorher in der Kälte stehen, Gedrängel und keinen Sitzplatz, unangehme Gerüche,
    event. Viren/Bakterien Übernahme, die Chance angebettelt, belästigt, angegriffen oder verletzt zu werden!

    Dagegen: beheizter, bequemer Sitz, leise Musik oder Infos, die Kinder abholen, in Anschluß noch den Einkauf erledigen und der bequeme Transport aller Personen und Waren.

    Sie sehen, es gibt immer 2 Seiten, ich bevorzuge die zweite Variante !

  5. 93.

    Verplempern Sie nicht im ersten Fall die Lebenszeit von anderen, denen Sie die Last aufs Auge drücken, indem sie diese für sich arbeiten lassen um gefahren zu werden ?

  6. 92.

    Das erste… wenn es warm ist… schön stickig
    Das zweite… Cabrio mit offenem Dach.

    Spaß/Wohlfühlfaktor
    Das erste gleich 0
    Das zweite die ganze Fahrt über

    Sie merken solche Vergleiche auf nur einen Punkt zu reduzieren ist schwierig und eigentlich sinnlos.

  7. 91.

    Das Erste: Gefahren-Werden. Mit Glück bei Zeitung-Lesen oder Infos durch das Smartphone, Hin & Wieder aus dem Fenster schauen oder mehr neu als gierig Menschen einfach zuschauen.

    Das Zweite: Jede Sekunde Fokussieren auf den Verkehr, das Verhalten anderer fokussiert beobachten, eine "Konditionierung" bis hin zum Letzten, um Schaden für sich selbst, für andere und für das Fahrzeug abzuwenden. Das muss nichts Dramatisches sein, doch es ist immer da.

    Verplemperte Lebenszeit im Ersten = 0.
    Verplemperte Lebenszeit im Zweiten = 35 - 40 Min.

    ;-

  8. 90.

    8 Jahre Bauzeit ? Da muss doch der gebeutelte Steuerzahler und Bürger herzhaft lachen. Hoffentlich bleibt da nicht dem einen oder anderen das Lachen im Halse stecken. 18 Jahre sind da schon realistischer, wenn man jetzt anfängt die Fachkräfte auszubilden. Noch verfehlter kann Politik nicht sein. Anstatt in Infrastruktur zu investierten, hat man lieber in Heimen und Hotels das Geld versenkt. Nun wird die Rechnung knallhart serviert, und zwar in allen Bereichen, bis hin zur inneren Sicherheit.

  9. 89.

    „ Berlin leidet an einem Verstopfungsproblem - Unmengen an Autos, dass dann keiner mehr vorwärts kommt hat nur mit diesen Platz raubenden Autos zu tun. Autofahrende sind dem riesen Irrtum aufgesessen, Autos seien das schnellste Verkehrsmittel“

    Irrtum Deinerseits.
    Mein Weg zur Arbeit mit Öffis: 65 Minuten, wenn ich Platz in der ersten Tram finde.
    Mit Auto: 35-40 Minuten

  10. 88.

    "Es war einfach ein Fehler die CDU in die Regierung zu wählen. Nur Chaos!"

    So ein Unsinn!
    Keine Partei hätte es besser oder schlechter managen können.
    Es ist einfach der Zahn der Zeit der am Mauerwerk nagt, die hohe Belastung kommt hinzu.
    Darum gibt es ja auch die Planung das Autobahnkreuz Funkturm umzubauen und Teile zu ersetzen.
    Wahrscheinlich muss diese Projekt jetzt beschleunigt angegangen werden aber die Vorarbeiten sollten eh noch 2025 beginnen.
    Bauzeit voraussichtlich: 8 Jahre

  11. 87.

    “ Autofahrende sind dem riesen Irrtum aufgesessen, Autos seien das schnellste Verkehrsmittel, ….“
    Das merkt doch jeder selbst… von A nach B mit ÖPNV dauert 15 Minuten… mit dem Auto 30 Minuten also nimmt man das Auto weil man nicht schnell sein will.
    Oder von Tempelhofer Feld zum Botanischen Garten Dahlem… mit dem Auto 15 Minuten mit dem ÖPNV lt. Auskunft 43 Minuten.
    Scheint wohl ab und an zu stimmen mit dem Auto geht es am schnellsten.

  12. 86.

    Es war einfach ein Fehler die CDU in die Regierung zu wählen. Nur Chaos!

  13. 85.

    Berlin leidet an einem Verstopfungsproblem - Unmengen an Autos, dass dann keiner mehr vorwärts kommt hat nur mit diesen Platz raubenden Autos zu tun. Autofahrende sind dem riesen Irrtum aufgesessen, Autos seien das schnellste Verkehrsmittel, aber die Staus entstehen, weil es zu viele Menschen gibt, die zu bequem sind auf Alternativen umzusteigen oder diese kaputt gespart werden. Wenn Autofahren ein Privilig jener wäre, die wirklich drauf angewiesen sind, dann würde es auch flutschen ;) Radfahren im Winter ist kein Ding ;) Es gibt viele die gern Rad fahren wollen, aber Fahrradfahren in Berlin ist nichts für Feiglinge. Mehr Platz für Autos bringt leider keinen Verkehrsfluss - mit Vollgas aufs Stauende bleibt trotzdem traurige Realität, weil Autos einfach Barrieren für Alle bilden. Da muss eigentlich mal knallhart nach unten reguliert werden. Das machen nur Politiker:innen die nicht nur an die nächste Wiederwahl denken ;) Stadt ist nicht nur Verkehrs- sondern(lebenswerte)Aufenthaltsfläche

  14. 84.

    Mit dem Kaputtsparen gebe ich Dir recht.
    Aber mit deiner Meinung zum BER nicht.
    Ich bin beruflich sehr viel per Flug unterwegs und bin froh, dass es jetzt den BER gibt.
    TXL war eine Katastrophe, und der BER ist doch quasi das ausgebaute Schönefeld.

    Und zeige mir den Flughafen, der nach Eröffnung wirtschaftlich ist. Das wird noch Jahre dauern. Und das sind auch die Folgen der deutschen Teilung.
    Und als Dauernutzer muss ich sagen: Einer der besten Airports, die ich kenne. Hell, durchdacht, praktisch., zuverlässig

  15. 83.

    Ach ja, eines habe ich natürlich im Zusammenhang mit den Fahrradstreifen der verehrten Frau Jarrasch noch vergessen. Im Winter sind diese schönen, oftmals grünen Streifen natürlich komplett verwaist. Kein Wunder welcher Fahrradfahrer friert sich schon gern bei Kälte den A…. ab. Tolle Sache , kann man nur noch bitter lachen!

  16. 82.

    Raten Sie mal wer unter anderen für diese Katastrophe mitverantwortlich ist? Ich sage es Ihnen :Eine grüne Senatorin namens Bettina Jarasch. Geboren in Augsburg (Bayern) kam sie in eine Metropole um die Einwohner vom Autoverkehr zu befreien. Sie behinderte und verhinderte wo sie konnte.Sie ließ die Friedrichstraße für den Autoverkehr sperren als wäre die eine Nebenstraße in ihrer Kleinstadt. Und sie ließ Fahrradstreifen von 2,5 m Breite auf Hauptverkehrsstraßen einrichten auf denen nachweislich 10 Radfahrer in der Stunde fahren , die PKWs nebenan , da nur noch eine Spur , ca. 500-600m im Stau stehen . Sie nannte sich Senatorin für Mobilität! Heute ist Sie abgetaucht der RBB sollte bei ihr mal nachhaken wie sie ihre damalige Verantwortlichkeit sieht. Wäre mal einen Beitrag wert.

  17. 81.

    Das Verkehrsproblem liegt nicht im hier und jetzt, sondern in der Vergangenheit. Konkret: In der Regierungszeit Wowereit. Sparen bis es quietscht war das Motto.
    Für den Image-Bau BER war dann aber doch Geld vorhanden.
    Der BER war nicht notwendig! Es hätte genügt Tegel und Schönefeld zu sanieren! Dies wäre günstiger als ein neuer BER gewesen! Aber dann kam ein "schlauer" Professor der die Handwerksveträge gestutzt hat. Von dem Professor hört man nichts mehr. Weg ist er.
    Nur der BER ist noch da, der mit dem Nachtflug-Verbot unwirtschaftlich ist. DHL hat seine Logistik mal besser nach Leipzig verlegt. So schwinden Berlin Einnahmen. So ähnlich verhält es sich mit Tempelhof TXL. Ein Medizin-Unternehmen wollte den TXL nutzen. Aber Berlin hat abgelehnt und wundert sich um hohe Unterhaltskosten die es mit dem Medizin-Unternehmen nicht gegeben hätte.
    Fazit: Wowereit hat gespart, Wegner spart, somit wird Berlin kaputt-gespart. Das Ergebnis sieht man an der A100 und an ???

  18. 80.

    Mit einer Brandmauer ! Mauern haben sich doch bewehrt. Die DDR ist doch das Beste Beispiel. Nicht schön, aber wirkungsvoll, und zwar nach beiden Seiten !

  19. 79.

    Der massive Bevölkerungsanstieg in den betreffenden Ländern ist schlichtweg eine Folge der eingetretenen Armut mit den Ursachen, die hier trefflich benannt wurden. Mit der Einführung sozialer Absicherung und neuen Fertigungsverfahren hält sich das dann später die Waage. Meine Großeltern, kurz vor der vorvorletzten Jh. wende geboren, wuchsen mit 7 und 12 Geschwistern auf dem Land auf. Die beginnende Sozialversicherung sorgte dann zu Weimarer Zeiten dafür, dass 1 bis 2 Kinder pro Familie da waren.

    Eklante asymmetrische Handelsbeziehungen stehen diesen sinnvollen Veränderungen immer noch im Weg und es gibt zu Viele, die daran auch noch Gefallen finden. Auch hierzulande.

  20. 78.

    Die wichtigste Fluchtursache ist meiner Ansicht nach der massive Bevölkerungsanstieg. Und wie bekämpfen wir den?

  21. 77.

    Wie kann es sein, das Bondeblonde hier und in anderen Artikeln Leute beleidigen darf. Ist die Zensur hier nur einseitig?

  22. 76.

    Auch wenn es HIER eigentlich nicht Gegenstand ist:

    Es kann nicht oft genug betont werden, dass die Fluchtursachen keineswegs "vom Himmel fallen", auch nicht ausschließl. bei irgendwelche Autokraten liegen, die "mit uns" nichts zu tun hätten; vielmehr liegen die Hauptfluchtursachen in den asymmetrischen Wirtschaftsbeziehungen zw. den Ländern der sich so bezeichnenden Ersten Welt und der von ihnen so bezeichneten Dritten Welt. Mit den zig-Mrd.-Gewinnen, die entweder in private Taschen gehen o. aber dazu dienen, diesen verhängnisvollen Kreislauf weiter zu befördern, haben Sie das treffend benannt.

    Motto: "Kollateralschäden" sind immer dabei.

    Je stärker das einseitig ausgelegte Schwungrad, umso mehr werden kommen und, in der Tat, keine noch so hohe Mauer u. kein noch so ausgeprägtes Sicherheitssystem werden Menschen daran hindern - nur symmetrisch angelegte Wirtschaftsbeziehungen sind dazu in der Lage.

    Gerd Müller u. Horst Köhler haben ein klein wenig in diese Ri. getan.

  23. 75.

    Genau so ist es.
    Wir leben immer noch und stärker als je zuvor auf Kosten der sog. Dritten Welt und wundern uns, dass dies Konsequenzen hat. Alle Mauern dieser Welt helfen nichts, wenn nicht Fluchtursachen da bekämpft werden, wo sie entstehen.

  24. 73.

    Über den Mobilitätsplan mit fester Zielsetzung und Zuordnung von Personal bezüglich der Bereiche ÖPNV, speziell Straßenbahn, dann den Radverkehr, den Fußverkehr und den Autoverkehr, ist ausführlich genug berichtet worden. Aus dieser geschaffenen Organisation schöpft auch der gegenwärtige Senat, auch wenn er politisch Vieles mit anderer Priorität sieht.

    Dass erst einmal eine Grundstruktur geschaffen werden muss, damit es nicht zu einem unkoordinierten Durcheinander kommt, ist das Verdienst des vorherigen Senats. Dass sich in der Umsetzung Probleme ergeben, weil in einer Demokratie noch mehr mitzureden haben als eine gewählte Stadtregierung, ist der Normalzustand der Demokratie. Allerdings hat die gebrauchte Lautstärke darüber deutlich zugenommen, sodass eine grundsätzliche Infragestellung angenommen wird, wo keine ist.

  25. 72.

    Nur 1 Milliarde FolgeKosten von X-milliarden Gewinn bei der Erzeugung von FluchtUrsachen.

  26. 71.

    Prioritäten sind halt andere, siehe 1 Milliarde für Flüchtlinge z.b.

  27. 70.

    *13.Sebastian.

    " Es wurde ein gutes Angebot gemacht, wem das immer noch nicht reicht sollte sich vielleicht einen anderen Job suchen!"
    Aber genau das ist ja das Problem. Es wurde eben für die BVG KEIN vernünftiges Angebot gemacht, das den gefährlichen und anstrengenden Beruf des Busfahrers gerecht wird. Es gibt viele BVGler, die nur noch warten, wie das Schlichtungsurteil ausfällt. Wenn es nicht genug ist, gehen sie eben ein Haus weiter und werden dort für 100te € mehr in Brandenburg Busfahrer, oder gehen völlig aus dem kräftezehrenden, schlecht bezahlten Beruf raus. Die werden überall als gut ausgebildete AN händeringend gesucht. Der schwarz/rote Senat wird die BVG NACHHALTIG ausbluten lassen. Ich habe bei Ihnen den Eindruck, dass das genau Ihr Wunsch ist. Ihre Meinungen und Kommentare zum ÖPNV in diesem Forum habe ich nicht vergessen.

  28. 69.

    Sie haben sich gerade vertippt.
    Verdi könnte den Streik sofort abwenden, meinte Sie vermutlich…

  29. 68.

    Genau das habe ich mir auch gedacht. Kein Plan, kein Konzept, keine Rechtssicherheit, egal, ob Busspur, Ragwegenetz oder Nahverkehr. Straßenbahn am Ostkreuz oder Verlängerung über Warschauer Brücke, seit Jahren nicht, Busspur in Zehlendorf, vom Gerich wieder eingesammelt. Im Autoverkehr Geld gestrichen, wo es geht und nun einen auf dicke Hose machen, genau mein Humor.

  30. 66.

    Auch, wenn ich gar nicht angesprochen und kein Rentner bin:
    Das ist eine ganz schöne Frechheit, Rentern mit Nichtstun zu kommen.
    Sie sollten sich mal fragen, wer die Gesellsvhaft aufgebaut hat, in der sie trotz aller Probleme und Ungechtigkeiten in sozialer Sicherheit leben.
    Gearbeitet haben die Rentner ihr ganzes Leben, sonst würde es Ihnen nicht so gut gehen, dass Sie hier solchen Stuß schreiben. Und falls Sie des Rechnens kundig sind können Sie ja mal nachrechnen, wieviel die „fette Erhöhung fürs Nichtstun“ in Euro ausmacht,
    Bin auf ihr R3vhenergebnis gespannt.

  31. 65.

    Versuchen Sie jetzt tatsächlich, mit Renter-Bashing Ihre Position zu stärken? Da trifft das genannte Sprichwort wohl tatsächlich auf Sie zu. Mir scheint, Sie haben sich mit immer dünneren Argumenten in die Höhe katapultiert. Und nun gehen Ihnen auch diese aus. Ich hoffe, die Schlichtung bringt Sie wieder auf den Boden der Tatsachen. Sie sind nämlich nicht der Einzige, der unter Stress in Schichten arbeitet und unter der Inflation immer größere Abstriche machen muss. Niemand erhält leider einen kompletten Ausgleich für die Inflation.

  32. 64.

    Es ist völlig ausgeschlossen, dass die LKW dort entlangfahren. Damit ist eine Straßensanierung bereits vorprogrammiert. Ist doch alles marode. Wie sollen die Straßen das aushalten?

  33. 63.

    Daß der Verkehr wegen der Brückenmalaise umgeleitet werden muß und sich leider nicht in Luft auflösen kann, dürfte jedem klar sein. In diesem Zusammenhang stellen sich mir die Fragen, ob es schon Pläne für die Verkehrsführung während des Komplettumbaus des AD Funkturm gibt, und wie es mit der Ringbahn aussieht, wenn demnächst die schadhafte Brücke abgerissen wird und der Neubau erfolgt. Mit Sicherheit muß die S-Bahn zwischen Westkreuz und Witzleben unterbrochen und ein SEV eingerichtet werden. Der dann den schon vorhandenen Stau zusätzlich verschlimmern wird. Leider wurde auf diese Punkte in der gestrigen RBB-Sendung nicht eingegangen, stattdessen erfolgten die üblichen Plattitüden und Schuldzuweisungen seitens der Politiker (eine Ausnahme hiervon machte teilweise noch Herr Schruoffenegger).

  34. 62.

    #57- Bondeblonde: "Bevor Sie empört mit Ihrem Flüsschen aufstampfen". Mehr braucht man von Ihnen gar nicht gelesen zu haben, um den Eindruck zu gewinnen, dass hier in erster Linie Selbstgefälligkeit, Überheblichkeit und Unsachlichkeit die Feder führen. Den Rest kann man schon deshalb nicht mehr ernst nehmen.

  35. 61.

    Die Grünen wissen es in der Opposition immer alles besser, als in Regierungsverantwortung.
    Jahrelang wurde unter ihrer Verkehrssenatorin jede Baumassnahme für Autos verhindert oder zumindest verschleppt.
    Und jetzt darüber klagen, dass wegen Sanierungen Umleitungsverkehr von LKWs entsteht.
    Sollen die Logistikunternehmen den Tofu und die Sojasprossen mit Lastenfahrrädern in die Supermärkte bringen?

  36. 60.

    Sie sind derjenige, der empört mit seinem Füßchen aufstampft. Ich bin diejenige, die ihr Ehrenamt in einem Pflegeheim nicht wahrnehmen kann, wenn die BVG nicht fährt. Denn von meiner üppigen Rente kann ich mir keines der „vielen anderen Angebote“ leisten.

  37. 59.

    Ja, Klatschen für das BVG Personal. Gute Idee. Wir in der Pflege haben während der Pandemie auch Beifall bekommen. Es hat gut getan. Besser wie Lohnerhöhungen.

  38. 58.

    Erste Risse in der Brücke sind bereits 2015 festgestellt worden. Seit 2016 läuft das Verfahren für einen Ersatzneubau. Wenn der Grüne Graf Bonde eine Versagen bei Umleitungskonzept vorwirft, schließt das somit auch Günther und Jarasch ein. Schließlich haben die auch nichts vorbereitet habt. Dass er eh keine Autos in der Innenstadt mag, ist altbekannt und dürfte mit zum Erfolg der CDU bei der Weiderholungswahl beigetragen haben.

  39. 57.

    Sie haben für Ihr Nichtstun jedes Jahr eine fette Erhöhung bekommen. Im Gegensatz zur pensionierten und arztpendelnden Bevölkerung ohne CDU-Lobby müssen wir zwischendurch noch arbeiten. Und hatten seit 2021 MINUS 12 Prozent.
    Bevor Sie empört mit Ihrem Füsschen aufstampfen:
    ICH gönne Ihnen Ihre Rente.
    Meine Träume gehen Sie herzlich wenig an.

  40. 56.

    Frau Bonde hat wohl vergessen wer für die Autobahnen zuständig ist und welche Parteien das zuständige Ministerium besetzten.

  41. 55.

    Aha, wir haben wie die Maden im Speck gelebt. Auf uns "Boomer" hat keiner gewartet. Wegen uns haben sie den Numerus Clausus eingeführt. Ganze Fachbereiche wurden für ganze Jahrgänge für Neuaufnahmen gesperrt. Ebenso z.B für Lehrberufe, wie Krankenschwestern, zumindest in einigen öffentlich rechtlichen Kliniken. Bis vor 10-15 Jahren haben uns viele Arbeitgeber behandelt wie Dreck und ständig nach staatlichen Hilfen für die Gnade überhaupt Lehrstellen anzubieten. Auch das war ein Grund überhaupt einen Mindestlohn einzuführen. Nein ewiges Wachstum wird es nicht geben, aber sich nicht alles gefallen lassen zu müssen sollte genutzt werden um wieder einen Ausgleich zu schaffen.

  42. 54.

    Es sind nicht meine 17,2%, sondern Ihre. Ich gehöre zur Gruppe der Rentner und damit derer, die von einem solchen Inflationsausgleich nur träumt. Ein altes Sprichwort lautet „Hochmut kommt vor dem Fall“. Ich hoffe, der aus Ihren Träumen wieder auf die Erde wird nicht zu tief.

  43. 53.

    Langfristig dürfte nur mit einer neuen Verkehrsführung von Auto- und Eisenbahnstrecken ohne den Felsen ICC rund um AB-Dreieck Funkturm und Westkreuz mit weniger Brücken dort eine Entlastung für die Anwohner und bei den Unterhaltskosten sowie ür einen höheren Verkehrsfluss sorgen.

  44. 52.

    Die Schlossbrücke in Charlottenburg wurde 2019 grundsaniert. So marode wird die jetzt wohl nicht sein. Und der Tegeler Weg ist nicht so stark bewohnt wie z.B. die Sophie-Charlotten-Straße. Mir scheint es eine der besseren Ausweichmöglichkeiten zu sein.

  45. 51.

    Was für eine Verdrehung der Tatsachen.
    Wer hier wem entgegen gekommen ist, ist die BVG der Verdi.
    Verdi überzieht massiv ubd lässt nicht erkennen, dass man sich bewegt.
    Ich ahne Schlechtes für die Schlichtung. Dann habe wir 2026 Münchner Tarife

  46. 50.

    Ich finde wir sollten derzeit keine Löhne weiter erhöhen. Aber die Bevölkerung könnte für Busfahrer und anderen BVGlern klatschen.

  47. 49.

    Von der Unterstützung der Bevölkerung kann sich nun aber auch niemand etwas kaufen.
    Ihre 17% sind nun nicht einmal der Inflationsausgleich der letzten Jahre.
    Dann bleibt der Laden eben ein paar Wochen oder Monate stehen.
    Wie bestellt, so geliefert.

  48. 48.

    In der Zuständigkeit des Landes Berlin liegen mehr als 835 Brückenbauwerke. Die Schloßbrücke in Charlottenburg z.B. ist fast 100 Jahre alt und marode (Berliner Morgenpost 19.07.2022). Jetzt soll dort eine A100 Umleitungsstrecke über die Schloßbrücke und Tegeler Weg verlaufen auch mit Schwerlastkraftwagen.

    Falls es ein Desaster auf dieser Brücke gibt, wird die Stellungnahme der Verkehrssenatorin Ute Bonde wahrscheinlich wieder lauten - "Weil hier ja eine Situation eingetreten ist, für die niemand verantwortlich ist. Die ist plötzlich aufgetreten."

  49. 47.

    Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU)zur Sperrung und Abriss der Ringbahnbrücke an der A100: "Weil hier ja eine Situation eingetreten ist, für die niemand verantwortlich ist. Die ist plötzlich aufgetreten."

    Das die Brücke marode ist war seit 2017 bekannt und in der Verantwortung des Landes Berlin. Ab 2021 ist die Autobahn GmbH des Bundes für die Planung von baulichen, sowie zum Erhalt von Autobahnen und anderen Bundesfernstraßen zuständig.

    Niemand verantwortlich?

  50. 46.

    Falsch erkannt!
    Habe nicht behauptet, dass mir der ÖPNV nicht passt. Nur gibt es außer BVG und S-Bahn nicht viele andere Möglichkeiten diesen zu nutzen.

  51. 45.

    Also das Angebot der BVG, die Löhne um 17,2% bei einer Laufzeit von zwei Jahren, finde ich nun wirklich nicht grottenschlecht. Zudem hat die BVG ihr Angebot nachgebessert, während Verdi keinerlei Entgegenkommen gezeigt hat. Da dürfen Sie auf kein großes Verständnis bei der restlichen Bevölkerung hoffen. Zumal dann nicht, wenn diese auf die BVG angewiesen ist. Und was meinen Sie eigentlich damit, dass die BVG „nur ein Angebot von vielen“ sei. Wenn es um den ÖPNV in Berlin geht, sind das meines Wissens nur noch die S-Bahn und die Weiße Flotte.

  52. 44.

    Was immer perfekt funktioniert ist die Labermaschine in diesem Land. Alles andere rauscht in den Orkus und wenn keiner weiter weiß, bildet man einen Arbeitskreis.

  53. 43.

    Das ist doch Blödsinn. Viele Branchen fluten derzeit denn Arbeitskräftemarkt durch Massenentlassungen. Da werden sich viele Bewerber auch bei der BVG einfinden. Der Goldrausch ist vorbei und wir stehen am Beginn unterschiedlichster Krisen. Nur weil die letzten Generationen wie die Made im Speck gelebt hat, heißt es noch lange nicht das es so weitergehen kann. Es gibt kein unendliches Wachstum. Auch nicht bei den Gehältern der BVG.

  54. 42.

    Richtig erkannt!
    Wenn Ihnen der ÖPNV nicht passt, gibt es etliche andere Angebote.
    Alles eine Frage des Geldes.

  55. 41.

    Entscheidender für mich wäre eine Antwort des Senats auf die Frage, ob er den Erneuerungsstau im Verkehrswesen nicht durch seine derzeitgen Planungen für den Doppelhaushalt 26-27 zusätzlich behindert und ob er deswegen und auch darüber honaus bereit ist, die schwarze Null endlich aufzugeben. Das gilt natürlich auch für die Fraktionen im Abgeordnetenhaus.

  56. 40.

    Du bringst es auf den Punkt, die Mitarbeitenden der BVG suchen sich andere Jobs, die bei gleicher Bezahlung sehr viel weniger Belastung und Verantwortung erfordern.
    Der zunehmende Mitarbeiterschwund und die fehlenden neuen Kräfte wird der BVG über kurz oder lang auf die Füße fallen, weil weder Qualität noch Quantität den Betrieb aufrecht erhalten können. Die Auswirkungen auf die BerlInerinnen werden zu spüren sein.

  57. 39.

    Auch durch die Bauarbeiten und Sperrungen auf der Elsenbrücke und Mühlendammbrücke ist dort Verkehrschaos. Die Nebenstraßen der Mühlendammbrücke wurden vor Beginn der Bauarbeiten schnell noch zu Fahrradstraßen umfunktioniert. Wenn die Verlängerung der Autobahn dies Jahr öffnet geht auf der Elsenbrücke gar nichts mehr. Interessiert das jemanden?

  58. 38.

    "Es ist nur ein Angebot unter vielen..."
    Die vielen sind mir bisher entgangen. Zumindest, wenn Sie den ÖPNV in Berlin meinen.

  59. 37.

    Nach 6 Verhandlungsrunden (bei der 1. gab es keines, man kam blank) hat sich der Vorstand nun auf sage und schreibe 25% angenähert. Von 750 Euro Forderung für ein Jahr ist man bei 375 Euro für 2 Jahre gelandet.
    Bei der Geschwindigkeit wird bis November weiter gestreikt.
    Eventuell sollten Sie sich beim Senat als Eigentümer der BVG beschweren und nicht bei einer Gewerkschaft? 25%- seit Oktober- das ist wirklich gigantisch!

  60. 36.

    Ganz so ist es nicht. Übrigens wurden im letzten Jahr über 2000 neue Mitarbeiter eingestellt. Davon über 400 im Fahrdienst. Nach 1 Jahr sind noch etwas 95% da. Also kann es bei der BVG ja nicht so schlimm sein.

    Die Arbeitsbedingungen sind nicht besser oder schlechter als bei anderen Unternehmen in dieser Branche auch.

    Klar kann der Senat die Zuschüsse an die BVG erhöhen und dies über eine deutliche Erhöhung der Grundsteuer erhöhen. Dann wird aber auch wieder gejammert

  61. 35.

    Am Anfang war doch besonders wichtig alle Radwegeprojekte zu stoppen. Vielleicht hätte man mal die wichtigen Sachen angehen sollen. Der Verweis auf "Versäumnisse in der Vergangenheit" funktioniert auch nicht mehr, wenn man schon seit 2 Jahren regiert.

  62. 34.

    Das stimmt nicht. Die BVG hat ihr Angebot mehrfach nachgebessert. Bisher hat Verdi keinerlei Entgegenkommen gezeigt.

    Bleiben Sie bei der Wahrheit.

  63. 33.

    Soweit ich das verfolgt habe, lief die aktuelle Stunde im Abgeordnetenhaus auf gegenseitige Schuldzuweisungen hinaus. Was konkret in der jetzigen angespannten Situation zu tun ist, da kam von den Verantwortlichen nichts Nennenswertes. Große Aufregung um die Brückensperrung und die gestressten Anwohner, was dem RBB gestern auch eine Sondersendung wert war. Aber dass es in Berlin Stadtteile gibt, die nun schon das fünfte Mal komplett vom ÖPNV abgeschnitten sind, wurde nur am Rande erwähnt. Traurig, aber die Leute merken sich das. Hilft bei den nächsten Wahlen wieder den Falschen.

  64. 32.

    Ihre sogenannte Lösung ist ja ein Grund für niedrige Löhne.
    Subunternehmer und am besten Subunternehmer vom Subunternehmer.
    Ausbeutung in Reinkultur,rechtlich meist fraglich,unterlaufen oft soziale Standards ,mit viel Spielraum zu Ungesezlichem.

  65. 31.

    Dann sollen sich "manch andere" bei der BVG bewerben. Oder selber um eine Lohnerhöhung kämpfen. Oder einfach nur die Klappe halten, wenn es für das eine oder andere nicht reicht.
    Niemand wird übrigens gezwungen, die BVG zu nutzen. Es ist nur ein Angebot unter vielen....

  66. 30.

    Und genau das passiert, schlechtes Lohnangebot, die Fahrer gehen wo anders hin. Darum hat die BVG ja zu wenig Fahrer.

  67. 29.

    Und die Arbeitszeitreduzierung bei vollem Lohnausgleich verschweigst Du. Verdi hat die 37,5 Stunden Woche bei der BVG durchgesetzt. Ohne finanzielle Einbußen. Man kann nicht alles haben. Geht dich wieder auf 39 Stunden wie der ÖD

  68. 28.

    Manch andere würden sich über diese Lohnerhöhung freuen. Man muss einfach mal auf dem Boden bleiben.

  69. 27.

    " Für Verdi hoffe ich, dass es aufgrund dieses Streiks jetzt ganz klare Konsequenzen gibt: Streikrecht verschärfen ...."
    Erst einmal für einzelne Gewerkschaften kann man das Streikrecht nicht verschärfen... einfach mal nachlesen im GG und anderen Gesetzen.
    "Es ist verfassungsrechtlich abgesichert als Menschenrecht für jedermann und alle Berufe, nicht bloß für deutsche Staatsbürger - so steht es in Artikel 9 Absatz 3 des Grundgesetzes."
    Und sie meinen wirklich an das geht irgendeine Partei ran und schränkt es mal so richtig ein ?
    Und bevor nun das übliche "Gesetze kann man ändern kommt"...
    " Unzulässig sind nach Artikel 79 Absatz 3 GG Änderungen an den in Artikel 1 und 20 niedergelegten Grundsätzen."

  70. 26.

    Anstatt das die Grünen und Linken die aktuelle Umleitung bemängeln sollen die doch selber mal nen Plan hervor bringen. Dann werden die ganz schnell feststellen das es keine andere Lösung ausser ein kompletten PKW und LKW Verbot gibt. Wo soll der Verkehr denn lang fahren. Aber so ist die Opposition, meckern wie ein kleinen Kind ohne konstruktive Vorschläge

  71. 25.

    Seit 2 Jahren stellt die CDU die Verkehrsministerin. Die 1. durfte nicht mehr und die 2. kann nicht mehr.

  72. 24.

    Ich möchte daran erinnern, dass es sich beim Bewegen v. a. bei Bussen, als auch bei Straßenbahnen keineswegs um eine Bewegung von Privatfahrzeugen handelt, sondern um die Bewegung von Fahrgästen. Das sind ein paar mehr als in einem Privatfahrzeug, für die Sie die Haftung tragen, vielmehr ggf. um mehrere Hundert, was deshalb auch mit dem Personenbeförderungsschein abgedeckt wird. Desweiteren ziehe ich meinen Hut vor jedem Busfahrer, der durch die Kreuzberger Oranienstraße auf der M 29 fährt oder vor jedem Straßenbahnfahrer, der durch die engen Straßen im Prenzlauer Berg muss, wo es mindestens bei 20 % bezüglich der Achtung eines Schienenfahrzeugs mangelt, die unausgesprochene Devise gilt: "Bremsen muss der sowieso."

    Dagegen haben zwei Drittel der Berufstätigen einen zwar mitunter schweren, aber doch vglw. ruhigen Job; getoppt wird das nur beim ÖPNV ggf. in Rom, Neapel oder Caracas.

  73. 23.

    Gigantische 375 Euro! Brutto! In 2 Jahren! Wohin nur mit der ganzen Kohle!?

  74. 22.

    Sie wissen aber schon, was Durchschnitt bedeutet?
    Zwei Drittel der Vollzeitbeschäftigten verdienen weniger als der Durchschnitt. Ich wüsste auch nicht, was Bus- oder Straßenbahnfahrer besonders qualifiziert, dass sie im oberen Drittel angesiedelt sein sollten. Die Bezahlung richtet sich nun mal auch nach der geforderten Ausbildung, der Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit.
    Und was bedeutet denn "große Herausforderung"? Sich durch den Berliner Verkehr als Busfahrer zu bewegen? Gehört halt zum Job, bei der U-Bahn dürfte dieser Aspekt wegfallen. Unfreundliche und nervige Fahrgäste? Fragen Sie mal in der Gastro oder im Handel nach, was da über Kunden berichtet wird. Unregelmäßige Arbeitszeiten, Schichten - dafür gibts Zulagen.

    Viele Menschen streben nach einer Bezahlung nach Tarif ÖD, wenn es so grottig ist, frage ich mich allerdings, warum? Jährliche automatische Anpassungen, Zulagen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, pünktliche Bezahlung - hört sich wirklich bitter an.

  75. 21.

    Nein, das ist falsch! Verdi ist hier klar das Problem. Das letzte Angebot der BVG ist schon sehr großzügig

  76. 20.

    Gegen den aktuellen, absolut fehlgegriffenen Streik gibt es ein gutes Mittel: Mitarbeiter kündigen und Subunternehmen beschäftigen. Das was die Verdi hier betreibt ist eine absolute Frechheit! Einen Streik anzuzetteln, obwohl man die Schlichtung eingeht, ist ein absolutes Unding! Für Verdi hoffe ich, dass es aufgrund dieses Streiks jetzt ganz klare Konsequenzen gibt: Streikrecht verschärfen und Mitgliederabwanderung (aufgrund von Auslagerung von Mitarbeitern), da der Bogen mehr als überspannt wurde. Und liebe BVG Mitarbeiter: wenn ihr in den letzten Jahren zu wenig Gehaltserhöhungen bekommen habt, wo war dann bitte eure (ach so tolle) Gewerkschaft Verdi?! Ihr solltet das Problem nicht bei eurem Arbeitgeber und euren Kunden suchen, sondern vielleicht bei eurer Gewerkschaft!!

  77. 18.

    Das gilt nicht nur für die Senatoren. In den Jahren wurden viele hochrangige Verwaltungsposten und Behördenleitungen an die Günstlinge der Parteien vergeben. Die Unfähigkeit und fast immer fehlende Qualifikation ist das eine, die Verwaltung als Konstrukt, welches sich selbst und seine Vorzüge durch die Drohung von "Dienst nach Vorschrift" erhält, das andere. Politische Umsetzungen wie etwas Fahrradstraßen, Parklets usw. wurden teuer erkauft. Die Digitalisierung scheitert bewusst durch Zuständigkeitsspiele und überzogene Forderungen der Personalansprüche. Die BVG ist letztlich im selben Boot.

  78. 17.

    Oh, ich wusste nicht das der BVG Vorstand zum Streik aufgerufen hat. Bitte klären Sie mich auf.

  79. 16.

    Dazu muss man mal die Tatsachen im Auge behalte !
    Der Dienst als Bus, U Bahn - oder Tramfahrer ist in der heutigen Zeit schon eine große Herrausforderung. Bei einer sechs (6) Tage Woche und einem Gehalt incl. Zulagen von ca. 40.000.- € im Jahr sind die Fahrer weit weg vom Durchschnittsverdienst, der lag in 2024 bei 50.250.- €.
    Das bedeutet, man bekommt noch nicht mal einen (1) Rentenpunkt pro Jahr. Das macht nach 35 Jahre harter Arbeit eine Rente von (Stand 2024) ca. 1087.- €
    Bei der BVG sind nur wenige Mitarbeiter in der Lage über 50.250.- € im Jahr zu verdienen.
    Das musste ich mal loswerden !

  80. 15.

    Berlin ist und wird auf sehr lange Zeit das sein, was es nicht sein will: Eine disfunktionale Stadt mit hochgradig unfähigem Personal. Vielen Dank an CDU und SPD, die Zeit über Jahrzehnte hatten, sich die Stadt zu eigen zu machen und ihre Parteigänger in Posten zu hieven, aus denen sie erst mit der Rente wieder verschwinden. Dieses Geschacher rächt sich nun und – was Wunder – niemand ist daran schuld. War ja klar...

  81. 14.

    Die Forderungen sind berechtigt und nachvollziehbar.

    Ich möchte um kein Geld der Welt mit z.B. einem Busfahrer tauschen wollen. Die Gründe dürften bekannt sein.

  82. 13.

    Und das ist gut so, das die BVG standhaft bleibt. Es wurde ein gutes Angebot gemacht, wem das immer noch nicht reicht sollte sich vielleicht einen anderen Job suchen!

  83. 11.

    Also was ich so gelesen habe, liegt ein Angebot des Arbeitgebers vor, in dem ca. 600.- montlich mehr geboten wurden. In Worten: "Sechshundert" !!!!! Sorry, aber eine solche Gehaltserhöhung habe ich in 30 Berufsjahren noch nicht erhalten. Für mich klingt der Verdi Vertreter wie ein Mini Weselsky, er stellt Forderungen auf (bis zu 1000.- Euro mehr)und hat null Bock überhaupt zu verhandeln. Verhandeln heißt ja nich, ich fordere du sagst ja. Sondern man versucht sich zu einigen....
    Nun denkt man über eine Schlichtung nach, aber wie trotzige Kleinkinder wird trotzdem gestreikt, und das wo gerade einige Leute aufgrund der Situation auf der A100 auf die BVG umsteigen würden. Wer dafür noch Verständnis hat, dem sollte bewusst sein, was das für Fahrgäste bedeutet, wenn jeder Mitarbeiter 1000.- Euro mehr im Monat erhält. Bitte nachher nicht über die Fahrpreiserhöhung meckern.

  84. 10.

    Eine Fahrpreiserstattung wäre das Mindeste, wenn ein Streik sich nicht gegen Fahrgäste richten soll. Wenn Verdi nicht auch das fordert, nimmt sie die einseitige Belastung der Fahrgäste in Kauf.

  85. 9.

    Warum Verdi? Es ist der BVG Vorstand der sich sperrt.

    Nebenbei gesagt ist Giffey zuständig die sich wohl schon in den Ruhestand verabschiedet hat. Immerhin kann sie so nichts falsch machen.

  86. 7.

    Es scheint eine "technische Rückwirkung" zu geben: In den Zeiten ohne Smartphone und Handy gab es Aushänge mit entsprechendem Vorlauf, damit die Fahrgäste nicht irritiert waren. Vierzehn Tage Vorankündigung war wohl die Regel. Somit bestand die Bringschuld der Information bei Demjenigen, der die Baufahrzeuge in Bewegung setzte.

    Heute ist Jede/r tagesaktuell per Smartphone und Handy informiert. Jedenfalls wird das vorausgesetzt. Damit ist sichtlich eine Umkehr bei der Information eingetreten und eine Herabsenkung der Hemmschwlle zu kurzfristigsten Arbeiten auch. Eine faktische Holschuld der Fahrgäste nach dem Motto: ´Bitte informieren Sie sich vorher, ob die Fahrt auch tatsächlich stattfindet. In der nächsten Zeit finden Bauarbeiten im gesamten Netz statt.´ Im übertragenen Sinne wäre das Motto zuende gedacht: ´Rechnen Sie täglich mit allem und planen Sie Zeitpuffer von 1 - 2 Stunden bei jeder Bahnfahrt mit ein. Wir informieren Sie über alle Umwegfahrten.´

  87. 6.

    Es ist nicht nachvollziehbar das Verdi den BVG Streik aufgrund der neuen Umstände bezüglich der Brückensperrung trotzdem durchzieht. Die Unterstützung der Bürger wird dadurch massiv gefährdet. Ich habe keinerlei Verständnis mehr.

  88. 5.

    Seit es das Wort Verkehrswende gibt haben es die Berliner im ÖPNV gefühlt noch schlimmer.

  89. 4.

    Ich glaube Fr. Bunde interessiert der Streik nicht die Bohne, beim VBB hat sie ja auch nie was interessiert. Ich denke da z. B. an die massiven kurzfristigen Bauarbeiten zwischen Berlin und Frankfurt/O. Keine Kritik an der Bahn, nichts, Beschwerden per Mail vom VBB immer nur abgebürstet.

  90. 3.

    Leider kein Wort zur desolaten Lage ber der S-Bahn. Nahezu täglich fallen Streckenabschnitte aus oder werden Linien um die Hälfte ausgedünnt, weil die Signal- udn Gleistechnik gestört ist. Keine Frage, das kommt vor. Die Häufigkeit und das immer wieder die selben Abschnitte gestört sind bleibt ein Rätsel. Allen Beteuerungen Buchners zum trotz, es wird täglich schlimmer. Und nun stehen auch noch umfangreiche Bauarbeiten, für den Rest des Jahres auf der Stadtbahntrasse an und die Ersatzverkehre werden über ohnehin schon zugestauete Strecken geleitet. Und auch hier: Keine Sonderspuren oder geänderte Ampelregelungen. Der größte Lacher ist jedoch, dass auf die U5 verwiesen wird. Man merkt an allen Ecken und Enden, dass an den entscheidenden Stellen nach dem Motto OHV gearbeitet,entschieden,regiert wird.

  91. 2.

    Abseits eines vordergründiges parteilichen Gerangels und parteilicher Profilierung sind die Probleme unter der Regie von allen Senaten mitverantwortet worden. Jahrzehntelang herrschte Parallelförderung in dem Sinne, dass im Westteil Berlins der Autoverkehr direkt in dichtbesiedelte Wohnviertel hineingegezogen wurde. Musterbeispiel dafür ist die A 100 und die Eintunnelung des vorher existierenden straßengebundenen Schienenverkehrs hin zu U-Bahn-Strecken, in deren Bahnhöfe heute in großer Zahl die Wandverkleidungen abfallen und Rolltreppen und Aufzüge in großer Anzahl defekt sind, sodass ein Teil der Fahrgäste faktisch vom ÖPNV ausgeschlossen ist. Der Ostteil Berlins blieb in dieser Hinsicht glücklicherweise weitgehend oben.

    Die heutige Debatte kann nicht ernsthaft geführt werden, ohne die Altlasten der 1960er und 70er Jahre in den Blick zu nehmen, denn die zeitliche Nachwirkung, der Nachhang davon ist ja offensichtlich. Das will endlich mutig angepackt werden.

  92. 1.

    “ "Also wenn ich schneller bin mit dem Bauvorhaben, dann bekomme ich noch etwas Geld mehr."“
    Wäre ja mal einen Versuch wert aber bitte dann auch die andere Richtung … wird der Fertigstellungstermin nicht eingehalten gibt es für jeden Tag drüber eine Vertragsstrafe.
    So wie sonst gebaut wird (dies und das verzögert sich) scheint es das wohl nicht zu geben.