Streit um Bezahlung - Beschäftigte der Charité-Tochter CFM in unbefristetem Streik

Do 03.04.25 | 12:09 Uhr
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Hunderte Mitarbeitende der Charité-Tochter CFM protestieren. (Bild: rbb)
rbb
Charité-Beschäftigte von CFM treten in unbefristeten Streik

Charité-Beschäftigte von CFM treten in unbefristeten Streik

Charité-Beschäftigte von CFM treten in unbefristeten Streik Charité-Beschäftigte von CFM treten in unbefristeten Streik00:48 Min
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Video: rbb|24 | 03.04.2025 | Material: rbb24 Abendschau | Bild: rbb

Die CFM-Beschäftigten wollen nicht länger das "Sparschwein der Charité" sein - und haben am Mittwoch einen unbefristeten Streik begonnen. Das führt auch zu Einschränkungen im Klinikbetrieb.

  • Mitarbeitende der Charité-Tochter CFM in unbefristetem Streik
  • Bistros geschlossen, mancherorts erfolgt keine Reinigung
  • Gewerkschaft fordert für 3.200 Beschäftigte Anpassung an Charité-Tarifvertrag
  • CFM-Geschäftsführung hatte Streik per Gericht untersagen lassen wollen

Hunderte Angestellte der Charité-Tochter CFM haben am Donnerstag für die Eingliederung in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) demonstriert. 650 bis 700 Menschen seien auf die Straße gegangen, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Gisela Neunhöffer der Deutschen Presse-Agentur. Die Demonstration startete an der Charité und sollte vor dem Abgeordnetenhaus enden. Die Demo führte auch an der Mohrenstraße vorbei, wo der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) an der Ost-Ministerpräsidentenkonferenz teilnimmt. Vor Ort waren "Kai, komm raus"-Sprechchöre zu hören. Man habe Wegner Grüße überbringen und ihn an sein Wahlversprechen erinnern wollen, die Charité-Tochterunternehmen in den Mutterkonzern einzugliedern, sagte Neunhöffer.

Die Mitarbeiter der Charité-Tochter CFM sind am Mittwoch in einen unbefristeten Streik getreten. Genaue Teilnehmerzahlen gebe es nicht, sagte die Verdi-Verhandlungsführerin. Man gehe aber von einer höheren Beteiligung als bei den vorangegangenen Warnstreiks aus. Damals hatten sich ihr zufolge etwa 650 bis 700 Menschen beteiligt.

Wie groß die Auswirkungen im Betrieb sind und wie viele Menschen tatsächlich davon betroffen sind, ist derzeit unklar. Einige Einrichtungen der Mitarbeiter- und Patientenversorgung wie Bistros waren am Mittwoch geschlossen. Shuttle Services seien nicht bedient worden und bestimmt seien auch viele Bereiche nicht gesäubert worden oder Pflegekräfte der Charité hätten Aufgaben der CFM übernommen, sagte Neunhöffer. Die genaueren Auswirkungen würden sich erst in den kommenden Tagen zeigen. Ein Notdienst sei aber eingerichtet und stelle sicher, dass alle wichtigen Aufgaben trotz des Streiks erledigt würden, sagte CFM-Sprecherin Sophie Külz.

Die Charité Facility Management (CFM) ist unter anderem für Krankentransporte, Reinigung, Catering und Technik zuständig. An der Charité wurden streikbedingt Einschränkungen im Betrieb und bei der Patientenversorgung erwartet, das Uni-Klinikum war auf den unbefristeten Streik eigenen Angaben zufolge jedoch vorbereitet. Die CFM-Geschäftsführung hält den Streik für unangemessen und war im Vorfeld mit einem Verbotsantrag bei Gericht gescheitert.

Gewerkschaft wirft Koalition Bruch des Koalitionsvertrags vor

Zuvor hatten in einer Urabstimmung laut der Gewerkschaft 99,3 Prozent ihrer Mitglieder, die bei CFM beschäftigt sind, für einen unbefristeten Streik gestimmt.

Verdi fordert, die Bezahlung der rund 3.200 CFM-Beschäftigten an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst und damit auch an die des Charité-Personals anzugleichen. Sie arbeiteten zu deutlich schlechteren Bedingungen; die Zweiklassengesellschaft müsse ein Ende haben, hieß es.

Die Gewerkschaft verweist darauf, dass CDU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag zugesagt hätten, dass die CFM-Beschäftigten genauso bezahlt werden sollten wie die der Charité. Sie wirft der schwarz-roten Koalition einen "kaltschnäuzigen Bruch" des Koalitionsvertrags vor.

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bezeichnete die ungleiche Bezahlung von Mitarbeitern der landeseigenen Klinikkonzerne und deren Tochterunternehmen als Ungerechtigkeit. "Wir gucken uns das an, wir überprüfen das", versicherte er vor knapp zwei Wochen vor CFM-Mitarbeitern bei der Gesprächsreihe "Kai Wegner vor Ort". Schon vor Beginn der Veranstaltung hatten etliche von ihnen den CDU-Politiker abgefangen und auf ihre Situation hingewiesen.

Einschränkungen bei Patientenversorgung erwartet

Die Gewerkschaft Verdi wirft der CFM-Geschäftsführung "Arbeitsverweigerung am Verhandlungstisch" vor. Sie sei bisher nicht bereit, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Ohne Reinigung, Transport, Catering, Handwerk und den vielen anderen Gewerken der CFM würde die Charité nicht funktionieren. "Wir sind nicht mehr bereit, das Sparschwein der Charité zu sein. Deshalb treten wir jetzt in den Streik", erklärte Robin Weber, Medizintechniker und Mitglied der Tarifkommission, laut einer Mitteilung.

Die Beschäftigten der Charité-Tochtergesellschaft waren in den vergangenen Wochen mehrfach in einen Warnstreik getreten.

Fünfte Verhandlungsrunde wohl abgebrochen

Der unbefristete Streik hatte am Mittwochmorgen mit der Frühschicht begonnen. Zuvor hatten Verdi und die CFM in der fünften Verhandlungsrunde am Montag keine Einigung gefunden. Nach Angaben von CFM-Sprecherin Külz brach die Gewerkschaft die Verhandlung nach 15 Minuten ab. Die CFM wollte den Streik vor Gericht vorerst untersagen, doch das Gericht entschied für die Streikenden.

Verdi sprach von einer Blockadehaltung der Geschäftsführung. "Wir sehen die Geschäftsführung jetzt am Zug, endlich mal ein Angebot zu machen", sagte Verdi-Verhandlungsführerin Neunhöffer. "Für diesen Tarifkonflikt und die möglichen Auswirkungen auf die Patientenversorgung trägt die Koalition aus CDU und SPD maßgebliche Mitverantwortung", so Neunhöffer. Der Tarifstreit schwelt seit Jahren.

Die CFM-Geschäftsführung hatte mitgeteilt, dass mit der Eingliederung in den TVöD eine Lohnkostensteigerung von 40,9 Prozent beziehungsweise 42,7 Millionen Euro jährliche Mehrkosten einhergingen. "Wir können keine Forderungen umsetzen, die zu einer Existenzgefährdung der CFM führen", teilten Juliane Kaufmann und Simon Batt-Nauerz von der CFM-Geschäftsführung mit. Der bestehende Entgelttarifvertrag der CFM liege im Vergleich über dem Branchentarif für Reinigung, Sicherheit oder Catering.

Sendung: rbb24, 02.04.2025, 13:00 Uhr

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64 Kommentare

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  1. 64.

    gar nicht… die Mitarbeitenden werden heute schon über branchenüblichen Tarif bezahlt. Vermutlich ist das auch der Grund, warum die meisten von ihnen so eine lange Betriebszugehörigkeit haben. Im Vergleich zu vergleichbaren Unternehmen wird dort dann eben doch gut gezahlt.

  2. 63.

    Das ist doch totaler Blödsinn. Das sind Aufwendungen für Leiharbeiter:innen in der Charité - nicht der CFM - und in erster Linie für Pflege - und Funktionsdienste. Hier gibt es seit Jahren (bundesweit) einen großen Mangel an Fachkräften.

  3. 62.

    Es ist erbärmlich, dass der Staat seine Misswirtschaft auf dem Rücken der Schwächsten finanziert. Das hat bis heute funktioniert, sollte aber nicht mehr hingenommen werden. Der Streik ist die einzige Möglichkeit des kleine Mannes , eine Lohnerhöhung zu verlangen. Die Personen in den leitenden Positionen erhöhen sich das Einkommen, ohne auf die Straße zu gehen. Die Politiker erhöhen sich die Gehälter ohne den Steuerzahler, also uns , zu fragen.

  4. 61.

    Das sind nur 42 Millionen Euro. Für die Saison 2022/23 hat die Charité allein für Leiharbeiter über 200 Millionen Euro ausgegeben! In dem Unternehmen muss doch irgend etwas nicht mehr so ganz rund laufen. Vielleicht wäre eine Steuerprüfung das probate Mittel, um mal wirklich zu prüfen wo 200 Mio. Euro abgeflossen sind!?

  5. 60.

    Also diese 42 Millionen Euro umverteilt auf die 3200 Mitarbeiter, wäre für jeden 13500 Euro mehr gewesen, hätten die das Gehalt bezogen. Über 1000 € mehr im Monat, auf 1 Jahr gerechnet.

  6. 59.

    In der Charité gibt es noch andere so‘ne Firmen, die auch schlecht bezahlte Leute haben, zum Beispiel bei den Blutbanken (!). Die haben es verdient, auch zurück in die Charité zu kommen.

  7. 58.

    Die CFM-Geschäftsführung hatte mitgeteilt, dass mit der Eingliederung in den TVöD eine Lohnkostensteigerung von 40,9 Prozent beziehungsweise 42,7 Millionen Euro jährliche Mehrkosten einhergingen. "Wir können keine Forderungen umsetzen, die zu einer Existenzgefährdung der CFM führen",
    So der Absatz im Artikel.
    Was ist der Kern der Aussage.
    Hier liegt eine Wettbewerb Verzerrung vor.
    Es kann also nur für den Preis die Leistung angeboten werden, weil die Löhne so niedrig sind.
    Ab wann liegt dann eine Straftat vor?

  8. 57.

    Sollen sich einfach glücklich schätzen das die Leute sich das so lange bieten lassen haben. Da kommt schon einiges zusammen, was durch diese Masche gespart wurde.

  9. 56.

    Aber ob die in den Heimen besser bezahlt werden? Schaunmermal wie das ausgeht. Die Patienten in den KH sind nun wirklich die schwächsten auf deren Rücken man einen solchen Arbeitskampf austragen kann.

  10. 55.

    Ok, das sind aber auch Tätigkeiten wo sich kaum ein Angestellter von CFM sorgen machen müsste, wenn die vor die Tür gesetzt werden. Allein in den Seniorenheimen, sind immer Leute aus der Branche gern gesehen mit Berufserfahrung. Facility im Allgemeinen.

  11. 54.

    CFM war mal ein zur Charité zugehöriger Bereich, die Stammbeschäftigten wurden damals einfach ausgegliedert.
    Im Koalitionsvertrag ist die Wiedereingliederung beschlossen worden

  12. 53.

    Ich finde den Streik berechtigt. Es muss endlich aufhören mit der unterschiedlichen Bezahlung, obwohl die gleiche Arbeit gemacht wird. Die Politiker versprechen immer nur, alles heiße Luft die verpufft. Bei der BVG genau dasselbe Spiel, wertschätzendes Gelaber von Herrn Wegner mehr nicht. Kein Wunder, dass die Menschen verärgert sind und sich verarscht fühlen, denn sie werden verarscht, von Leuten, die sich um ihre Existenz nicht sorgen müssen! Das Blatt muss sich wenden!!!

  13. 52.

    Das ist fein beobachtet, und damit streiken sie gegen sich selbst. Lohnausgleich wird nicht passieren, denn damit wäre CFM überflüssig. Aber vielleicht würde die Charité ja ein paar Leute übernehmen, aber eben nur vielleicht. So wie sich das für mich darstellt, ist ein unbefristeter Streik aus Sicht der Protagonisten nicht sehr schlau

  14. 51.

    Selbstverständlich, denn bei Gehaltsangleichung erfüllen sie ihren Zweck nicht mehr. Triebfeder eines jeden Streiks sind meiner Meinung nach die ständig steigenden Lebenshaltungskosten. Entweder arbeite ich in Regierungsverantwortung daran alles in Grenzen zu halten, um Situationen wie sie jetzt entstanden sind gar nicht erst zu zulassen, oder ich muss freiwillig die Gehälter angleichen. Da es scheinbar niemanden wirklich wichtig war, gehen die Leute auf die Straße. Oder hatten die geglaubt das sich diese Probleme in Luft auflösen? Scheinbar!

  15. 50.

    Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch. Wenn Outtasking Firmen, wie CFM, die gleichen Gehälter zahlen sollen wie die Charité sind sie überflüssig.

  16. 49.

    Haha, genau.

    Nach einem Jahr Stütze zurück in den Job ist schwieriger als sich sofort zu bemühen.

  17. 48.

    Ja Frau Kaufmann, irgend wann fällt einem das mal auf die Füße, wenn man Arbeitsplätze schafft von deren Gehalt Menschen im Existenzminimum gehalten werden sollen. Herr Wegner sollte sein Wahlversprechen einhalten, damit nicht auch noch der letzte in dieser Partei an Glaubwürdigkeit verliert.

  18. 47.

    Doch wohl eher die "Melkkuh" statt das "Sparschwein der Charité", denn ihnen wird genommen statt gegeben.

  19. 46.

    Das betrifft vielleicht Menschen die sich so eingerichtet haben, und darauf verzichten können, kontinuierlich ein Gehalt zu verdienen um Investitionen zu tätigen um die Zukunft abzusichern. Eigentumswohnung, Eigenheim, usw. wo ich 70% Eigenkapital hatte und den Rest über Hypothek finanziert habe. Das Model was sie ansprechen kenne ich, wohl nicht mit so langer Arbeitslosigkeit, aber Arbeitsplatzwechsel. Auch immer mit dem Nachteil, Anfangsgehalt. Ist dann auch nicht lustig, wenn Kollegen die länger dabei sind 3,00 € mehr die Stunde verdienen für die selbe Arbeit und Leistung.

  20. 45.

    Der Preiskampf ist doch immer und überall in der Wirtschaft da. Aber warum sollten die Beschäftigten immer von solchen Erwägungen leiten lassen.
    Die Zeiten, wo alle Angst vor Arbeitsplatzverlust haben, ist doch längst vorbei.
    Und wer heute seinen Job verliert, sagt sich meistens: OK, ein Jahr arbeitslos, und dann kann ich jederzeit woanders neu anfangen.

  21. 44.

    Bevor da jemand insolvent wird, werden die Kosten angepasst oder weitergegeben.
    Und wenn dann eine neue Firma den Laden schmeißt, dann ist es eben so.
    Nur findet man scheinbar keine Firma, welche genug Personal hat, die die Arbeit für weniger Geld macht.

  22. 43.

    Die Gesellschaft muss ich doch nur die Frage stellen, welche Konsequenzen sie bevorzugt.
    Die aus dem Streikrecht resultierenden oder diejenigen, die aus einem fehlenden Streikrecht resultierenden.
    Ich bevorzuge die Konsequenzen eines Streiks und versuche mich anzupassen.
    Ohne Streikrecht würde alles in der Folge viel schlimmer.
    Leider denken viele Menschen aus Bequemlichkeit zu kurz und lieben es kurzfristig unkompliziert, störungsfrei und billig - ohne zu begreifen, wie ihr Leben wär, wenn Mitarbeiter keine Druckmittel haben.
    Auch Kranke sollten langfristig ein Interesse haben, dass Mitarbeiter gut bezahlt werden.

  23. 42.

    Wenn die Forderung zur Existenzgefährdung führt, bietet es sich doch geradezu aus der Sicht der Firma an, die Forderung zu erfüllen, dann einen Insolvenzantrag zu stellen und nach Abwicklung der Firma mit einer neuen Firma und genügsameren neuen Mitarbeitern neu anzufangen.

  24. 41.

    Was wäre denn an maximalen Auswirkungen zu erwarten, wenn man die einfach streiken lassen würde, bis der Gewerschaft das Geld ausgeht?

  25. 40.

    Es wäre auch mal schön, wenn die Politik durch eine Einkommensteuer- und Sozialabgabenreform für mehr Netto sorgt.
    Warum ist das so schwer?
    Offenbar fehlt da der Wille, und es ist nur Wahlkampfgequatsche, wenn man Entlastungen für die hart arbeitenden Menschen in Aussicht stellt.

  26. 39.

    Einige Mitarbeiter sind evtl. auch in der Probezeit und wollen nicht entlassen werden.

  27. 38.

    Es gibt noch andere Firmen in der Charité, die für gleiche Arbeit nicht gleich bezahlen. Zum Beispiel in den Blutbanken und bei der Blutspende. Da gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Charitépersonal und den Mitarbeitern der Tochtergesellschaft ZTB Zentrum Transfusionsmedizin Berlin.

  28. 37.
    Antwort auf [Kai] vom 02.04.2025 um 13:02

    Also da muss sich ja gesetzlich einiges geändert haben? Ich war Angestellter bei einem Großunternehmen, hatte mich dann Selbständig gemacht und weiter für die gearbeitet, und für niemand anderen weiter. (1990) Da kam jemand vom Gewerbeaufsichtsamt und hat mir richtig Schwierigkeiten gemacht. Wenigstens für 2 Unternehmen hätte ich arbeiten müssen. Der Begriff unter der die Beschwerde lief ist mir leider entfallen. Nur ging es selbstverständlich auch um Geld.

  29. 36.

    Nach der Ausgründung wurden den neu eingestellten, der extra neugegründete Christliche Tarifvertrag angeboten.
    Dieser ist in vielen punkten unchristlich. So wurden gegenüber den etablierten höhere Wochenarbeitszeiten, die 5 Tage Woche jedoch beim Urlaub wurden 6 Tage (Arbeitstage) abgezogen. Dazu eine Anzahl an Überstunden welche nicht vergütet werden.
    Das war zumindest vor einigenJahrenü liche Praxis. Ob das heute noch zutrifft?.

  30. 35.

    Hoffe die Arbeitgeber knicken nicht ein. Haltet durch und lasst euch von den Gewerkschaften nicht erpressen.

  31. 34.

    Keine Sorge: es gibt in jedem Bereich und in jedem Gewerk Mitarbeiter, die nicht bei Verdi sind und die heute ganz normal weiterarbeiten. Teilweise machen die dann nur Nötiges wie Störungsbeseitigung, aber es fällt nichts Wichtiges hinten runter. Die Kollegen, die heute streiken, streiken für die anderen mit, da alle getroffenen Tarifeinigungen auch für diejenigen gelten, die nicht in der Gewerkschaft sind. Die Angestellten der CFM machen quasi Arbeitsteilung: ein Teil streikt, der andere arbeitet. Ausserdem ist die CFM einer der größten Arbeitgeber Berlins (nach der BVG) mit tausenden Mitarbeitern. Es bleiben genug übrig, die heute arbeiten. Und dann gibt es noch die Altangsstellten mit alten Charite-Verträgen, die ja bereits bessergestellt sind, die in derselben Werkstatt wie die CFM Mitarbeiter sitzen und dieselbe Arbeit machen, die heute logischerweise auch nicht streiken.

  32. 33.

    Die Kollegen sitzen teilweise nebeneinander in derselben Werkstatt, nur mit anderen Verträgen. D.h. z.B. bei den handwerklichen Bereichen. Wer vor einem bestimmten Datum schon angestellt war, hat einen alten Vertrag von der Charite und wird ähnlich bezahlt wie im öffentlichen Dienst, mit allen Vorteilen. Derjenige, der nach diesem Datum neu dazukam, hat einen anderen Vertrag von der damals neu gegründeten CFM bekommen, die Tochtergesellschaft der Charite, in die alles nicht medizinische Personal outgesourct wurde. Das sind tausende Leute!
    Es sitzen also in den Bereichen teilweise Menschen an einem Pausentisch, die hunderte Euro mehr Lohn pro Monat für die exakt gleiche Arbeit bekommen. Sie haben die gleiche Stellung, die gleiche Verantwortung, aber weniger Lohn u.a. Bis vor einiger Zeit haben sie z B. 1h mehr pro Woche gearbeitet als die Charite Angestellten. Da sind also Kollegen jeden Freitag eine Stunde früher ins Wochenende gegangen, während die CFM Angestellten weiterarbeiteten

  33. 32.

    So funktioniert Politik wohl!? Was mich wirklich interessiert ist, warum gibt es eigentlich noch diese Landeseigenen Unternehmen? Von den Landeseigenen Pflegeheimen wo die Menschen sich noch wohl gefühlt hatten konnten die sich auch trennen. Vivantes-Forum nennen die sich seit dem wohl. Das gesamte Facility geschehen ausschreiben zur Privatisierung. Nur die Rechnungen die dann kommen und gewaschen sind, die will wohl auch niemand zahlen?

  34. 31.

    Mit keinem Wort habe ich behauptet das die Patienten nicht versorgt werden. Nichts von dem was ich schreibe bezieht sich auf Patienten, Geld ist das was ich zum Thema gemacht habe. Sonst noch irgend was, was sie nicht verstehen?

  35. 30.

    Was soll der Unsinn? Sie sollten den Artikel nochmals lesen. Die Patienten werden versorgt. Womöglich wird weniger gereinigt oder das Essen kommt später.
    Das die Patientenversorgung gefährdet ist, lese ich nicht raus!

  36. 29.

    ungleiche Bezahlung von Mitarbeitern der landeseigenen Klinikkonzerne und deren Tochterunternehmen! So steht es wirklich im Artikel. Wollen die den Bürgern jetzt wirklich auch noch erzählen das diese Lohnunterschiede so nie gewollt waren? Da sollte gewaltig an der Ausgabenschraube gedreht werden, an der Landeseigenen. CDU und SPD, Koalitionsvertrag, wie sowas enden kann ist uns jetzt auch allen bekannt. Die Kosten für die Tochter müssten so hoch werden, das man sich entscheidet alles wieder Rückgängig zu machen.

  37. 27.

    Obwohl jedem bekannt ist wozu so Unterhändler-Systeme geschaffen werden lässt man sowas zu. Es geht immer nur um Lohndumping, und niemand stellt sich mal die Frage von welcher Rente diese Menschen einmal leben müssen.

  38. 26.

    Sehe ich genauso: Ich sitze auch lustig und fett in meinem Haus und liege glücklicherweise nicht im Krankenhaus, wo ich darauf angewiesen bin, dass mich andere versorgen. Da kann ich auch kluge Sprüche klopfen und einen auf Solidarität machen. Natürlich nicht mit denen, auf deren Rücken dieser Arbeitskampf ausgetragen wird. Aber es müssen eben Opfer gebracht werden. Am besten von anderen.

  39. 25.

    Wieviel soll es denn diesmal sein ver.di? 50% mehr oder 100%
    Wer soll das bezahlen? Die Patienten, die GKVn oder der Senat?
    Achso und wovon?

  40. 24.

    Ein bisschen mehr ists schon, als nur Essen und Putzen. Die ganze Sterilgutreinigung etc. und auch Medizintechnik ist auch in der CFM. Wenn da nichts mehr geht kann das schon Auswirkungen haben. Aber man kann davon ausgehen, dass weder einer verhungert und auch Patienten bei denen OPs nicht aufschiebbar sind werden auch operiert werden.

    Ich habe vollstes Verständnis für die Mitarbeiter. Solche Gesellschaften sind aber leider Usus im Gesundheitswesen. Und machen wir uns nichts vor. Wenn solche Leute mehr verdienen wollen übernimmt sicherlich nicht das Land Berlin die Rechnung, sondern das wird früher oder später bei jedem Beitragszahler über den Krankenkassenbeitrag landen.

  41. 23.

    Schon vor 8 Wochen lagen die Patienten in der Röntgenabteilung des Virchow klinikum Wedding und mussten teils mindestens 4Stunden auf ihre Abholung auf Station warten. Ohne Essen und Trinken, auf Toilette ging nicht, da die meisten bettlägerig waren. Mit dem Unterschied, damals wurde noch nicht gestreickt. Mir grauts vor meiner OP Anfang Mai!

  42. 22.

    Sie sollten den Artikel nochmals lesen. Die Patienten werden versorgt. Womöglich wird weniger gereinigt oder das Essen kommt später.
    Das die Patientenversorgung gefährdet ist, lese ich nicht raus!

  43. 21.

    So ist das richtig. Vollstes Verständnis.
    Auch ein Vorgeschmack auf den Öffentlichen Dienst.

  44. 20.

    Es ist ungerecht, dass CFM-Mitarbeiter für die gleiche Arbeit weniger verdienen als ihre Kollegen mit alten Charité-Verträgen. Durch die unterschiedlichen Lohnbedingungen erhalten viele CFM-Beschäftigte schlechtere Gehälter, weniger Urlaub und geringere Sozialleistungen. Ohne TVöD-Tarifvertrag fehlen ihnen automatische Gehaltserhöhungen, Weihnachtsgeld und betriebliche Altersvorsorge. Das bedeutet langfristig finanzielle Unsicherheit, weniger Rentenansprüche und oft die Notwendigkeit, zusätzliche Jobs anzunehmen. Die ungleiche Bezahlung führt zudem zu Frust und Demotivation, da für dieselbe Leistung deutlich unterschiedliche Vergütungen gezahlt werden.

  45. 19.

    Darf ich das ? Das ist sehr freundlich. Auf meine ernst gemeinte Frage mit Polemik zu antworten spricht für Sie. Sehen Sie es mir allerdings nach, dass ich mir um die Patienten Gedanken mache, die auf Hilfe angewiesen sind. Aber solange Sie oder Ihre Angehörigen nicht betroffen sind ist ja alles gut. Das kann sich allerdings auch sehr schnell ändern

  46. 18.

    Ja, gleicher Job, unterschiedliche Arbeitgeber. Der Service verdient sehr schlecht und Reinigung ca. 13 €. Sie dürfen gerne im KH Akord putzen, wenn 13 € für körperliche Arbeit für sie angemessen sein sollten.

  47. 17.

    Meinen Sie, die Krankentransportfahrer heben weniger schwer und haben keine psychische Belastung?
    Die Angestellten der Tochtergesellschaft werden schlechter bezahlt, haben aber die gleiche schwere Arbeit.
    Ich weiß ja nicht was sie verdienen, aber wenn ihr Kollege mit gleicher Qualität 5 € / Stunde mehr verdient, nehmen sie das so hin?
    Ich bin voll dafür. Wenn diese Menschen wegen BVG Streik zur Arbeit laufen, müssen andere auch spüren, was es heißt wenn gestreikt wird.
    Die Pflegeversicherung und Krankenkassen müssen die Beiträge ordentlich erhöhen, andere wollen auch nicht immer gleichbleibenden Lohn, weil sich alle Kosten erhöhen weil nur die anderen Lohnerhöhungen bekommen.
    Gleiches Recht für alle.

  48. 16.

    " Sie wirft der schwarz-roten Koalition einen "kaltschnäuzigen Bruch" des Koalitionsvertrags vor. "

    stimmt das ? wenn ja, was gibt es da zu überprüfen für Kai Wegner

  49. 15.

    Ja ist sie. Sie sind nur woanders angestellt.
    Eine Servicekraft z.B. verdient keine 14 € die Stunde.
    Möchten sie für 14 € auf den Beinen sein, sie anraunzen lassen schwere Tätigkeiten ausführen?

  50. 14.

    "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit",

    ist denn die Arbeit der CFM-Beschäftigten mit der des Charité-Personals vergelichbar ?

  51. 13.

    So ist das richtig. Vollstes Verständnis.
    Auch ein Vorgeschmack auf den Öffentlichen Diens

  52. 12.

    " Wir gucken uns das an, wir überprüfen das", versicherte er vor knapp zwei Wochen vor CFM- "

    und ?? vom Angucken und Überprüfen ändert sich nichts

  53. 11.

    Sehr gut, volles Vetständnis!
    Viel Erfolg allen Streikenden!
    "Gleiche Arbeit, gleicher Lohn"!

  54. 10.

    Die Servicemitarbeiter sollen genauso bezahlt werden wie Pflegepersonal? Allmählich reicht der Größenwahn von Verdi.

    Durch höhere Löhne steigen auch die Kosten.

  55. 9.

    So ist das richtig. Vollstes Verständnis.
    Auch ein Vorgeschmack auf den Öffentlichen Dienst.

  56. 8.

    "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit", ich wünsche den Streikenden viel Kraft und Durchhaltevermögen! Ihr seid es WERT!

  57. 7.

    Natürlich ist es sehr ärgerlich und auch äußerst bedrohlich für die Patienten.


    Damit die Patientenversorgung stattfinden kann, bedarf es Menschen, welche mit dieser schweren Arbeit leben können.

    Das bedeutet:
    -ausreichender Lohn
    -ausreichende Erhohlung
    -ausreichende Arbeitsbedingungen

  58. 6.

    ... "dass die CFM-Beschäftigten genauso bezahlt werden sollten wie die der Charité" Kann das bitte mal konkretisiert werden? Gibt es in der Charité vergleichbare, oder gar die gleichen Jobs? Wenn ja, welche ? Mir tun diejenigen leid, die gerade im KH nicht für sich selber sorgen können und auf Unterstützung angewiesen sind.

  59. 5.

    Besonders die Einschränkungen bei der Patientenversorgung finde ich voll in Ordnung

  60. 4.

    So ist das richtig. Vollstes Verständnis.
    Auch ein Vorgeschmack auf den Öffentlichen Dienst.

  61. 3.

    So ist das richtig. Vollstes Verständnis.
    Auch ein Vorgeschmack auf den Öffentlichen Dienst.

  62. 2.

    Bin voll dafür! Danke!

  63. 1.

    Sehr gut finde ich nur gerecht. Ich werde CFM aktiv unterstützen.