Warnstreik in Berlin verlängert - BSR-Recyclinghöfe bleiben am Samstag geschlossen

Sa 15.02.25 | 11:16 Uhr
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Zahlreiche Fahrzeuge stehen auf dem Betriebshof an der Hauptverwaltung der Berliner Stadtreinigung (BSR) in Tempelhof. (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)
Audio: rbb24 Inforadio | 14.02.2025 | Miriam Berger | Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka

Der zweitägige Warnstreik im öffentlichen Dienst Berlins geht in die Verlängerung. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sind Beschäftigte der Berliner Stadtreinigung (BSR) aufgerufen, auch am Samstag die Arbeit niederzulegen. Das betrifft die Recyclinghöfe und die Annahmestelle für gewerbliche Abfälle, aber auch die Müllabfuhr.

Diese ist zwar - von etlichen Ausnahmen abgesehen - in der Regel nicht samstags unterwegs, um die Mülltonnen zu leeren. Durch den Streikaufruf will die Gewerkschaft nach den Worten eines Sprechers aber verhindern, dass die BSR Beschäftigte dieses Bereichs zur Samstagsarbeit verpflichtet, um den nach zwei Tagen Warnstreik entstandenen Rückstau ungeleerter Tonnen abzuarbeiten.

Die BSR selbst teilte mit, dass am Samstag alle 14 Recyclinghöfe geschlossen bleiben. Der Kieztag in Neukölln, bei dem Bürger Sperrmüll an bestimmte Plätze zum Abtransport bringen können, fällt demnach aus. Die BSR bedauere die Unannehmlichkeiten, die den Berlinerinnen und Berlinern durch die Warnstreikmaßnahmen von Verdi entstünden, hieß es.

Acht Prozent mehr, mindestens jedoch 350 Euro

Am Donnerstag und Freitag hatten neben BSR-Beschäftigten laut Verdi auch Angestellte der Bäderbetriebe, der Wasserbetriebe sowie der landeseigenen Klinikkonzerne Charité und Vivantes die Arbeit ruhen lassen. Das hatte Auswirkungen für viele Bürger. So wurden etwa an der Charité planbare, nicht dringende Eingriffe verschoben.

Verdi will mit den Streiks Druck auf die laufenden bundesweiten Tarifverhandlungen machen. Verdi und der Beamtenbund fordern von Bund und Kommunen unter anderem acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 350 Euro mehr pro Monat. Höhere Zuschläge soll es für besonders belastende Tätigkeiten geben. Die nächste Tarifverhandlungsrunde im öffentlichen Dienst ist für den 17. und 18. Februar angesetzt.

Sendung: rbb24 Abendschau, 14.02.2025, 19.30 Uhr

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8 Kommentare

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  1. 8.

    Also ich bin voll bei Ihnen, dass man Müll möglichst vermeiden und trennen sollte. Aber was bringt es, die Verpackungen im Supermarkt zu lassen? Damit reduziere ich doch nicht den Müll. Er liegt dann nur woanders rum...

  2. 7.

    Das ist Unsinn was sie hier schreiben.
    Das hängt damit zusammen, das die Eigentümer und Verwaltungen dafür nichts bezahlen wollen. Deshalb werden private Dienstleister geholt, die weit unter dem Mindestlöhnen arbeiten.
    Das ist Fakt ....

  3. 6.

    Lohnerhöhung finde ich gut, dafür das BSR in den letzten Jahren immer weniger Tut und die Mülltonnen immer öfter die externen Privatfirmen raus und wieder rein fahren müssen, ist eine Lohnerhöhung wert.
    Mehr Bezahlung für weniger Leistung klingt nach Berlin .

  4. 5.

    8% mehr Lohn ist vollkommen überzogen. Bezahlen müssen es die Bürger. Und die bekommen im Schnitt 2,5 bis 3 Prozent mehr. Also sollten auch die Leute der BSR 2-3 Prozent bekommen.

  5. 4.

    Als Ex-Berlinerin stehe ich voll und ganz zur BSR.
    Würden die Einwohnenden achtsamer mit ihrem Müll umgehen (Verpackungen im Supermarkt lassen, ordentlich trennen und die vorhandenen Müllbehälter auch nutzen), wäre das Müllproblem viel kleiner. Auf dem Land funktioniert es.
    Kämpft weiter für mehr Geld!

  6. 3.

    Berlin hat soviel offensichtlichen Müll herumzuliegen. Da fällt jetzt zusätzlicher Müll an der nicht auffallen wird.

  7. 2.

    Vorschlag an Verdi streik doch die ganze nächste Woche durch, die Müllberge werden dann schön wachsen und die Raten freuen sich brauchen nicht zu hungern

  8. 1.

    Müllmännerlogik: Wenn die Tonnen bei den Gebührenzahlern randvoll stehen bleiben dann gibt es dafür Lohnerhöhung.