Bundestagswahl - Rund ein Drittel der Wahlberechtigten in Berlin hat Briefwahl beantragt

Sa 22.02.25 | 12:09 Uhr
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Briewahlunterlagen (Quelle: IMAGO / photothek)
Bild: IMAGO / photothek

Die Zahl der Briefwähler in Berlin ist etwas niedriger im Vergleich zur letzten Bundestagswahl. Dennoch haben etwas mehr als ein Drittel aller Wahlberechtigten Briefwahl beantragt. Unterschiede gibt es dabei in den einzelnen Bezirken.

Die 12 Berliner Bezirkswahlämter haben am Freitagnachmittag die Wählerverzeichnisse geschlossen. Das teilte das Landeswahlamt am Samstag mit.

Demnach gibt es in der Hauptstadt insgesamt 2.442.031 Wahlberechtigte. Das sind 18.587 weniger als bei der letzten Bundestagswahl vor dreieinhalb Jahren.

Die Bezirkswahlämter haben 843.725 Wahlscheine für die Briefwahl ausgestellt. Das entspricht 34,6 Prozent der Wahlberechtigten, die vorab einen Wahlschein beantragt haben.

Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf (Wahlkreis 78) beantragte mit 40 Prozent der vergleichsweise größte Anteil der Wählerinnen und Wähler einen Wahlschein. In Marzahn-Hellersdorf (Wahlkreis 84) waren es mit 28,2 Prozent die wenigsten Wahlberechtigten.

Wer einen Wahlschein beantragt, hat mehrere Möglichkeiten: Er oder sie kann den Wahlschein per Post an das Wahlamt schicken, mit dem Wahlschein im Wahllokal wählen oder aber von der Möglichkeit doch keinen Gebrauch machen. Deshalb entspricht der Anteil der beantragten Wahlscheine nicht der tatsächlichen Quote der Briefwählerinnen und Briefwähler.

Nach Marzahn-Hellersdorf wollen in Spandau - Charlottenburg Nord (Wahlkreis 77) mit 28,7 Prozent die wenigsten Wahlberechtigten per Brief wählen, gefolgt von Lichtenberg (Wahlkreis 85) mit 31 Prozent und Treptow-Köpenick (Wahlkreis 83) mit 31,8 Prozent.

32 Prozent der Reinickendorfer Wahlberechtigten (Wahlkreis 76) haben Briefwahl beantragt, gefolgt von Neukölln (Wahlkreis 81) mit 33,4 Prozent und Mitte (Wahlkreis 74) mit 34,1 Prozent.

In Tempelhof-Schöneberg (Wahlkreis 80) beantragten 37,2 Prozent der Wahlberechtigten Briefwahl, in Friedrichshain-Kreuzberg - Prenzlauer Berg Ost (Wahlkreis 82) sind es 37,3 Prozent. Knapp hinter Steglitz-Zehlendorf lag die Briefwahl-Quote in Pankow (Wahlkreis 75) mit 39,1 Prozent am höchsten, knapp vor Charlottenburg-Wilmersdorf (Wahlkreis 79) mit 38,9 Prozent.

Die Wahllokale sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wahlberechtigte sollten die Wahlbenachrichtigung sowie den Personalausweis oder Reisepass zur Abstimmung mitbringen.

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10 Kommentare

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  1. 10.

    Das ist der rbb, der berichtet über Berlin und Brandenburg, deshalb heißt er auch so.

  2. 9.

    Weil darüber schon die Bild berichtet hat. Als Aufreißer. Bekanntlich wählen Deutsche im Ausland, also Migranten im Ausland, gegen Migranten im Heimatland. Ich kenne eine Deutsche Lehrerin, die früher das SED Parteiabzeichen trug, irgendwie krank und frühverrentet wurde, sich in der Türkei in Alanya eine schöne Wohnung am Meer leistete und seither gegen Einwanderer in Deutschland hetzt. Warum das so ist, keine Ahnung, wahrscheinlich merkt sie nicht einmal, dass sie sich genau über das aufregt, was sie selbst tut.

  3. 8.

    ... es wird schon über sie berichtet - allerdings von denen, die den 23. Febr. seinerzeit als viel zu spät definierten, massiv beschwiegen.

  4. 7.

    Warum wird eigentlich nicht über die vielen Auslandsdeutsche berichtet, die nicht ihre Briefwahlunterlagen erhalten haben?

  5. 6.

    Das glaubst du aber doch selber nicht. In den nächsten 50+ Jahren wird hier nichts digital. Ich gehe sogar noch weiter: keine heute lebenden Wahlberechtigten werden es erleben.

  6. 5.

    Wenn du nicht drin stehst, kannst du im Lokal wählen gehen, da dort dann keine Briefwahl vermerkt sein dürfte.

  7. 4.

    Dann ist es wichtig, das du das Schriftstück aufbewahrst für die Beschwerte.
    Ich bekam die Bestätigung via ePost. Und die Briefwahlunterlagen kamen denn auch an, wenn auch erst deutlich später als bei allen anderen.

  8. 3.

    Pünktlich per Mail beantragt, schriftlich die Bestätigung erhalten, für die Briefwahl vorgemerkt zu sein, keine Briefwahlunterlagen erhalten. Telefonisch habe ich Mittwoch erfahren, dass ich angeblich nicht in der Liste für Briefwahl stehe. Das gibt eine Beschwerde.

  9. 2.

    Angesichts der zahlreichen Sabotageaktionen hoffe ich, dass eine digitale Wahl uns erspart bleibt.

  10. 1.

    Das ist gut so. Bleibt zu hoffen, dass man dann beim nächsten Mal auch digital seine Stimme abgeben kann. Steuer-Ident + Personalausweis mit Chip + Fingerabdruck sollten hier ja die eindeutige Identität sicher stellen. So könnten dann alle Deutschen im In- und Ausland ihre Stimme abgeben - ganz ohne die logistischen Herausforderungen. Auch könnte man so regelmäßig ein Feedback aus dem Volk erhalten oder sogar ein Viertel der Staatsausgaben durch den Steuerzahler priorisieren lassen. Mehr Mitsprache führt wahrscheinlich zu mehr Zufriedenheit und somit weniger Wählerstimmen wie die aktuellen Protestparteien.